Städtebau  
 

Nichtoffener landschaftsplanerischer Ideen- und Realisierungswettbewerb
"Freiräume an der Akademie Jüdisches Museum Berlin"

Ergebnis: Ein 3. Preis


Ein 3. Preis:
6.000,- Euro
  Planorama Landschaftsarchitektur, Berlin

Verfasser: Maik Böhmer
Mitarbeiter: Gerd Holzwarth, Sandra Patzelt, Ulf Schrader, David Kaufmann


Beurteilung durch das Preisgericht:

Dem Verfasser gelingt es auf einfache und einprägsame Weise, den Bogen vom Kollegienhaus über den Akademieplatz und Besselpark zur Friedrichstraße aufzuspannen. Von der Friedrichstraße kommend wird eine neue Wegeanbindung zum Akademieplatz angeboten, die jedoch in ihrer formalen Ausprägung nicht überzeugen kann.

Vermisst wird die fußläufige Wegeanbindung an den östlichen Bereich des Besselparks (Birkenhain) sowie von der Besselstraße zur Hedemannstraße. Durch die Rücknahme der Enckestraße wird die räumliche Einheit des Besselparks gestärkt. Dies wird zusätzlich unterstützt durch die räumliche Fassung der Besselstraße mit einer doppelreihigen Allee im Norden. Der Akademieplatz wird als vierteilige Platzintarsie beschrieben. Eben diese Teilung wird kritisch gesehen, da hierdurch die einheitliche Platzwirkung gestört wird. Insbesondere im südlichen Anschlussbereich des Platzes an die Lindenstraße kann die Ausformulierung der Platzränder nicht überzeugen, da hier der südliche Kopf der Bebauung eine zu starke Gewichtung im Platzgefüge erhält und der Endpunkt der E.T.A.-Hoffmann-Promenade verunklart wird. Ebenso ist die außerhalb der Platzfläche geführte Fußgängerquerung der Lindenstraße nicht nachvollziehbar.

Der Akademieplatz wird angemessen begrünt, wenngleich der Austausch der Bestandslinden durch mehrstämmige Neupflanzungen an gleicher Stelle fragwürdig erscheint.

Die Gestaltung des Anfahrschutzes mittels Sitzelementen ist interessant, jedoch werden zusätzlich noch Senkpoller benötigt, die das lockere Gefüge der Sitzelemente stören. Unverständlich bleibt die Einordnung der Skulptur "Niemand" in direkter räumlicher Nähe der Anfahrschutzelemente. Insgesamt stellt der Beitrag einen für die gestellte Wettbewerbsaufgabe angemessenen Lösungsansatz dar, der stadträumlich nicht in allen Bereichen überzeugen kann.
Lageplan M 500
Lageplan M 500

Lageplan M 200
Lageplan M 200

Perspektive
Perspektive

Perspektive
Perspektive