Städtebau  
 

Nichtoffener landschaftsplanerischer Ideen- und Realisierungswettbewerb
"Freiräume an der Akademie Jüdisches Museum Berlin"

Ergebnis: Ein 3. Preis


Ein 3. Preis:
6.000,- Euro
  A 24 Landschaft, Berlin

Verfasser: Steffan Robel
Mitarbeiter: Jan Grimmek, Shyuenwen Shyu, Anand Thadani, Clara Lescourret


Beurteilung durch das Preisgericht:

Die Arbeit zeichnet sich durch die besondere Aufenthaltsqualität auf dem Vorplatz der Akademie aus. Hier verbindet das Akademiepodium mehrfache Aspekte der Entwurfsaufgabe in einer prägnanten Setzung. Sicherheitsanforderungen, Erhalt von Bestandsbäumen (wie bei keiner der übrigen Arbeiten in diesem Maße zu verzeichnen) sowie Sitzmobiliar verbinden sich zu einer identitätsstiftenden Geste, die positiv zu bewerten ist.

Das Holzpodest greift die Materialität des geplanten Eingangskubus auf und wirkt als vorgestrecktes einladendes Element bereits an der Lindenstraße. Deren Blockrand wird entlang der Podiumskante fortgeführt. Der visuelle Bezug zum Kollegiengebäude erfährt eine deutliche Zäsur, wird jedoch nicht unterbrochen.

Platzoberfläche und -möblierung treten in beruhigender und einender Weise in den Hintergrund zurück. Das Holzpodest zur Kennzeichnung des Preußischen Nullpunktes bietet auf dem rückwärtigen Platz zum Besselpark keine ausreichende Aufenthaltsqualität.

Im Grünraum des Besselparks treten 3 intensiv gestaltete Freiraumbänder, darunter der bestehende Spielplatz sowie zwei Promenaden, miteinander in Beziehung. Insbesondere die "Restfläche" nördlich der Besselstraße wird so auf selbstverständliche Weise mit den übrigen Flächen in Zusammenhang gebracht und erlangt erstmals den Status einer nutzbaren Freifläche. Entgegen der kompositorisch positiven Wirkung ist die südlich des Kastanienhains angeordnete Promenade jedoch nicht in der Lage, die stadträumlich bedeutsame Diagonalverbindung zur Friedrichstraße sinnfällig herzustellen. Ebenso erscheint die Wegeführung über die Lindenstraße, welche mit dem Akademiepodium kollidiert, nicht zielführend. Die Integration der Skulptur "Niemand" in das Akademiepodium ist nicht nachvollziehbar und erscheint entbehrlich. Hier besteht zudem eine Schwachstelle des Anfahrschutzes aufgrund der Podesthöhe von nur 40 cm.
Lageplan M 500
Lageplan M 500

Lageplan M 200
Lageplan M 200

Perspektive
Perspektive

Perspektive
Perspektive