Städtebau  
 

Nichtoffener landschaftsplanerischer Ideen- und Realisierungswettbewerb
"Freiräume an der Akademie Jüdisches Museum Berlin"

Ergebnis: 1. Preis


1. Preis:
12.000,- Euro
  Rehwaldt Landschaftsarchitekten, Dresden

Verfasser: Till Rehwaldt
Mitarbeiter: S. Fauck, F. Bergander, S. Hübner, E. Leue


Beurteilung durch das Preisgericht:

Der Entwurf stellt die Beziehung zwischen Museum und neuer Akademie in den Vordergrund. Die Platzfolge erhält einen einheitlichen Bodenbelag aus gesägtem Naturstein, der als ruhiger Teppich den Raum zwischen Museum, neuer Akademie und Besselpark selbstverständlich miteinander verbindet. Eine erhaltene Baumgruppe bindet die Skulptur von Micha Ullmann geschickt ein und setzt einen vegetativen Akzent auf dem sonst steinernen Platz. Ergänzt durch eine großzügige Bank entsteht ein Aufenthaltsort mit atmosphärischer Qualität, von dem aus sich die gesamte Szenerie überblicken lässt. Gelobt wird der entspannte Umgang mit den notwendigen Sicherheitselementen, der vor allem durch ein räumliches Zurücksetzten der Pollerreihe gegenüber der Skulptur von Micha Ullmann erreicht wird.

Der Platz am Übergang zum Besselpark formuliert wiederum durch die Kombination von Bestandsbäumen und einer Bank einen Aufenthaltsbereich, erhält aber durch den Preußischen Nullpunkt und die Markierung der Sternwarte im Bodenbelag eine eigene Identität.

Kritisch gesehen wird der Übergang zwischen Enckestraße, Besselpark und neuer Platzfläche sowie der Bereich nördlich der Besselstraße. Der Besselpark wird in seinem vorhandenen Grundgerüst respektiert, die neu entstehenden Wegeverbindungen werden selbstverständlich integriert, die Bestandsbäume werden behutsam ergänzt.

Hierdurch gelingt es dem Verfasser die gewünschte Verbindung von der Friedrichstraße als Raumfolge durch den Besselpark über die neu entstehenden Plätze zum Jüdischen Museum mit zurückhaltenden und angemessenen Mitteln herzustellen. Der städtebaulichen Zielsetzung, das barocke Kollegiengebäude in den gestalterischen Vordergrund der neu entstehenden Raumfolge zu stellen, wird somit hervorragend entsprochen, wobei die historische Blickbeziehung aus der Markgrafenstraße unbedingt freizuhalten ist.
Lageplan M 500
Lageplan M 500

Lageplan M 200
Lageplan M 200

Perspektive
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Perspektive
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