Städtebau  
 

Begrenzt offener Realisierungswettbewerb
"TU Berlin - Forschungszentrum für Maschinenbau und Informatik"

Ergebnis: 4. Preis


4. Preis:
8.000,- Euro
  Heinle Wischer und Partner Freie Architekten GbR, Berlin
Horn + Horn Beratende Ingenieure VBI, Neumünster


Verfasser: Ursula Wilms
Mitarbeiter: Jan Winterstein, Ines Schrader, Julian Telger
Tragwerksplanung: Horn + Horn Beratende Ingenieure VBI, Neumünster: Olaf Petersen
TGA-Planung: Rentschler u. Riedesser Ingenieure GmbH, Berlin: Jürgen Trautwein, Axel Semmler
Freiflächen: Heinz W. Hallmann, Aachen
Bauphysik: bauphysik@integrierte Planung GbR, Berlin: Kai Rentrop
Visualisierung: roomservice, Berlin


Beurteilung durch das Preisgericht:
Die Leitidee des Entwurfes basiert auf einer in Proportion und Position präzise formulierten Scheibe, die sich in das kontextuelle Ensemble gelungen einfügt.

Die Konzeption eines mit der Maschinenhalle und dem Scharoun-Bau korrespondierenden Sockels sucht die Maßstäblichkeit der Fussgängerperspektive. Dieser Ansatz artikuliert eine klare Aufnahme der Bauflucht ohne die Nachbarschaft zu dominieren. Die baukörperliche Beziehung zwischen Sockel und Scheibe wirkt durch den östlichen knappen Rücksprung der Vertikale unbestimmt und wenig entschieden.

Die Gestaltung des Sockels erfährt durch die großen Glasflächen und starken Öffnungen im Kopfbereich einen architektonischen Bruch.

Die Qualtiät der innenräumlichen Konfiguration leidet unter der steten Wiederholung aus Zelle-Flur-Zelle in allen Obergeschossen ohne raumatmosphärische Akzente.

Das Raumprogramm sowie die Anforderungen an die Fluchtwege konnten nicht erfüllt werden. Der von der Fassade abgerundetet Lamellenmantel behindert attraktive Blickbezüge aus dem Hochhaus in Campus und Stadt.

Die gewählte schlanke Gebäudetiefe erzeugt innenräumliche Zwänge, ein Mangel an Flexibilität und erscheint unwirtschaftlich.

Die Arbeit zeichnet sich durch eine geschickte Gliederung und Proportionierung des Baukörpers aus, weist aber hinsichtlich architektonischer und funktionaler Aspekte Qualitätsdefizite auf.

Der Entwurf hat eine geringe Kompaktheit, einen guten baulichen Wärmeschutz und einen maßvollen Fensterflächenanteil. Das Gebäude hat ein aufwendiges TGA-Konzept (z.B. Erdwärmenutzung, "Solarkamin"). Feststehende horizontale Lamellen für den Sonnenschutz sind bezüglich der natürlichen Belichtung, der passiven Nutzung der Solarenergie im Winter sowie des hohen Reinigungsaufwands und des Blickbezugs ungünstig.
Modell
Modell

Lageplan
Lageplan

Grundriss EG
Grundriss EG

Ansicht
Ansicht

Schnitt
Schnitt