Städtebau  
 

Konkurrierendes städtebauliches Gutachterverfahren
Ostkreuz - An der Mole

Ergebnis


AFF Architekten, Berlin

Verfasser: Martin Fröhlich, Sven Fröhlich, Alexander Georgi
 
Empfehlung des Obergutachtergremiums:
Der Bebauungsplan soll somit entsprechend dem Entwurf von AFF Architekten überarbeitet werden, wobei nicht alle Entwurfselemente in Festsetzungen des Bebauungsplans überführt werden sollen, um noch ausreichende Flexibilität für die spätere Vermarktung und Ausführungsplanung zu belassen.

So soll statt der Bebauung mit Stadtvillen bei den Blöcken östlich der Kynaststraße auch eine durchgängige U-förmige Bebauung bzw. bei dem Block südlich der Promenade auch eine geschlossene Blockrandbebauung ermöglicht werden. Ggf. soll durch durch eine - ausreichend flexible - erweiterte Baukörperfestsetzung die Öffnung der Blöcke zum See hin vorgeschrieben werden.

Der Bereich unmittelbar am Bahnhof Ostkreuz soll als Kerngebiet festgesetzt werden, die übrigen Bereiche eher als Mischgebiet. Insbesondere soll die Einzelhandelsnutzung auf den Bereich am Ostkreuz konzentriert werden, die tiefen Erdgeschosszonen für eine Ladennutzung entlang der Kynaststraße werden somit nicht benötigt. Unter Umständen kann auf den Pavillon südlich der Promenade verzichtet werden.

Auf die Festsetzung einer Verkehrsfläche östlich parallel zur Kynaststraße soll verzichtet werden, um die o.g. U-förmige Bebauung nicht auszuschließen. Ebenso soll die Verkehrsfläche südlich parallel zur Hauptstraße nicht als öffentliche Verkehrsfläche festgesetzt werden. Soweit sie zur Erschließung von Teilflächen des Plangebiets zwingend benötigt wird, ist sie ggf. als private Verkehrsfläche festzusetzen.

Da die Errichtung einer Gebäudezeile westlich des Privatgrundstücks auf der Ostseite der dort geplanten Erschließungsstraße unter Abstandsflächengesichtspunkten problematisch ist, sollte geprüft werden, ob diese Erschließungsstraße nach Westen verschoben werden kann, bei entsprechender Reduzierung der Größe des Stadtplatzes. Benötigte Größe und Gestaltung des Stadtplatzes sollten im weiteren Verfahren vertiefend betrachtet werden.

Um den Erschließungsaufwand für die öffentliche Hand zu minimieren, ist eine Festsetzung der Promenade und des Stadtplatzes als private Verkehrsfläche zu prüfen.

Der notwendige Erschließungsaufwand für sämtliche Erschließungsflächen im Plangebiet sollte im weiteren Verfahren ermittelt werden.

Schließlich ist die Lage der Grenze zwischen öffentlicher Grünfläche und privaten Freiflächen (nicht überbaubare Grundstücksflächen der Baugrundstücke) im Bebauungsplan festzulegen.