Städtebau  
 

Begrenzt offener Realisierungswettbewerb
Stadtmuseum Berlin im Marinehaus

Ergebnis: 2. Preis


2. Preis:
17.000,– Euro
  Mario Bellini Architects, Mailand

Verfasser: Arch. Mario Bellini
Mitarbeiter: Arch. Maurizio di Lauro (PL), Giulio Castegini, Roberta Totaro, Guiseppe Elia, Stela Beiko, Erhan Ekizoglu, Pietro Mascagni, Cristian Russo, Laura De Chiara, Davide Fascione
Technical Architect: Busmann + Haberer, Gesellschaft von Architekten mbH, Berlin, Dipl.-Ing.Architekt Bruno Vennes
Tragwerksplanung: S.A.N. Stöffler Abraham Neujahr, Darmstadt, Dr. sc. techn. Martin Neujahr, Dr.-Ing. Claus Maier
Haustechnik: GTD GmbH - Gebäude-Technik-Dresden, Berlin, Dr.-Ing. Jörg Pauls
Lichtplanung: a.g Licht, Bonn, Klaus Adolph, Wilfried Kramb


Beurteilung durch das Preisgericht:
Das äußere Erscheinungsbild bleibt grundsätzlich erhalten, das Dach wird in seiner Materialität verändert. Das Projekt ist gekennzeichnet durch eine klare Haltung gegenüber dem Bestand. Der Bestand und die eingefügten Elemente werden durch eine räumliche Fuge zueinander in Spannung gesetzt.

Die Eingangssequenz ist klar formuliert, die vertikale Erschließung konsequent zentral eingebunden. Hierdurch entstehen zusammenhängende, flexible Ausstellungsbereiche. Der Ausstellungsfläche im Untergeschoss wird über die Fuge räumlich mit den weiteren Museumsräumen verbunden. Es entsteht eine klare Trennung zwischen Verwaltungs- und Ausstellungsräumen. Die Verwaltung wird kompakt im ausgebauten Seitenflügel untergebracht. Der 2. Hof wird unterbaut, bleibt jedoch von einer Überbauung freigehalten.

Die Auswirkung des goldenen Schleiers in den Stadtraum bleibt fragwürdig. Dieses sehr wichtige Gebäudemerkmal wird tagsüber nicht sichtbar sein. Der interessante architektonische Raum wird durch die Materialität des Schleiers überfrachtet. Die Dominanz dieses Elementes schränkt die Ausstellungsmöglichkeiten ein, fraglich ist auch, ob die Faszination der Oberfläche auf Dauer Bestand haben wird.

Die vorgeschlagene Dachverkleidung aus Terracotta-Lamellen löst das Bild des Daches auf. Die Anlieferung im Hof erscheint kompliziert und störend für den Zugang der Verwaltung.

Das Programm wird im Bestand untergebracht, das Verhältnis zwischen BGF und NF ist sehr gut, die Gesamtkosten liegen ca. 4 % über dem Kostenrahmen.
Perspektive
Perspektive


Grundriss EG, Vergrößerung: 397 KB
Grundriss EG


Längsschnitt
Längsschnitt


Querschnitt
Querschnitt