Städtebau  
 

Begrenzt offener Realisierungswettbewerb
Temporäre Freiraumgestaltung Schlossareal Berlin-Mitte

Ergebnis: 1. Preis


1. Preis:
16.300,- Euro
  relais Landschaftsarchitekten, Berlin
mit momentum3, Hannover

Gero Heck, Marianne Mommsen, Marcus Cordes
Mitarbeit: Kirsten Polifka
Fachberater: Elisabeth Biederbick (Visualisierung)


Beurteilung durch das Preisgericht:
Tragendes Entwurfsmotiv sind Passagen, die inhaltlich wie formal die Situation des Übergangs beschreiben sollen. Der Entwurf soll ausdrücklich kein landschaftsarchitektonischer Umbau sein und setzt ganz bewusst auf Baumaterialien und Prozesse, die Vergänglichkeit in sich tragen und die Anwendung des gängigen Gestaltungsrepertoires urbaner Park- und Platzsituationen unterbindet.

Konkret wählen also die Verfasser eine Materialität und Formensprache, wie sie selbst erwähnen, welche im Spannungsfeld stehen zwischen Konstruktion und Dekonstruktion aber auch zwischen Zerstörung, Abriss, Aufbau und Neubau. Der Besucher wähnt sich auf einer Baustelle ohne zu wissen was oder ob überhaupt gebaut wird. Diese Irritation wird hervorragend inszeniert. Mit der Begehung der Lärchenholzstege wird zugleich die Blickrichtung geführt und die unterschiedlichen Kulissen von Berlin-Mitte dem Besucher aufgezeigt. Eine vielseitige, gemischte Nutzung ist trotz der Stege möglich. Ausgebaut handelt es sich bei diesem Entwurf um einen interessanten Beitrag, der die Idee und Forderung des Ephimeren aufnimmt und künstlerisch interessant umsetzt. Mit dem sensiblen Umgang des Spreeufers werden den Besuchern und Besucherinnen neue Freiräume von außergewöhnlicher Qualität offeriert.
Blatt 01
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