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Gemeinsames Ergebnis

In der moderierten Online-Diskussion vom 23. Oktober bis 13. November 2005 wurden in über 500 Beiträgen interessante Ideen und Vorschläge zur Gestaltung und Nutzung des Gleisdreiecks entwickelt. Als Ergebnis der Online-Diskussion wurde von den Teilnehmern ein Konsenspapier formuliert, dass sie hier nachlesen können. Die einzelnen Absätze konnten von allen Teilnehmern überdacht und genauer formuliert werden. Dieses Prinzip ist bekannt von Wikipedia, dem gemeinsam geschriebenen Lexikon. Durch diese Arbeitsweise entstand ein gemeinsam geschriebener Text. Wenn Sie auf "Passende Beiträge und Kommentare" klicken, finden Sie am Ende des Absatzes die verknüpften Einzelbeiträge der Teilnehmer, die ausführlich auf das Thema eingehen.

Inhaltsverzeichnis

Stand: 16.11.2005 | 21:53
Überarbeitungen: 57

1.   Ausgangslage Gleisdreieck

2.   Ziel der Parkgestaltung
2.1 Naturnähe erhalten
2.2 Bestand nutzen
2.3 Eingänge und Zugänge schaffen
2.4 Verbindungen schaffen
2.5 Wegenetz gestalten

3.   Vorschläge zur Nutzung und Gestaltung
3.1 Erholung und Entspannung ermöglichen
3.2 Bahn erleben
3.3 Gastronomie gestalten
3.4 Private Nutzung ermöglichen
3.5 Sportmöglichkeiten fördern
3.6 Hundeauslauf ermöglichen
3.7 Angebote für Kinder und Jugendliche

4.   Konkrete Projektideen

5.  Finanzierung

6.  Ausblick


1. Ausgangslage Gleisdreieck

Stand: 13.11.2005 | 14:37
Überarbeitungen: 62
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Das Gleisdreieck ist die letzte große freie Grünfläche an Rande des historischen Zentrums von Berlin. Es stellt heute ein innerstädtisches Bindeglied bzw. eine Grünverbindung zwischen Ost und West sowie Nord und Süd dar. Mit dem Nebeneinander von großen Parkflächen - Tiergarten, Gleisdreieck - und Brennpunkten des städtischen Lebens - Regierungsviertel, Pariser Platz, Potsdamer Platz - hat Berlin im Vergleich mit anderen Großstädten etwas Besonderes und Lebenswertes. Es ist genau dieses Unfertige, die Brache, die Nische für ungeplante Entwicklungen die den besonderen Reiz unserer Stadt ausmacht. Dafür wird Berlin, auch bzw. gerade im Ausland gefeiert. Diesen Anflug von Geheimnis, Subkultur und Freiheit findet man auch auf den Gleisdreieck.

Das Gleisdreieck ist ein Ort, der durch die jahrelange Unzugänglichkeit von großen Teilen der Bevölkerung als Niemandsland, gar nicht oder als wildgewachsene Freifläche, Brachland oder Baustelle wahrgenommen wird. Dieser Umstand mag ein Grund sein, warum das Gleisdreieck mit Begriffen wie Abenteuer, Geheimnis und verbotenem Schatz in Verbindung gebracht wird. Er wird als urbane Wildnis, Dschungel und erholsame grüne Oase inmitten der dichten Bebauung der Großstadt bezeichnet.

Die vorhandenen Geldmittel geben jetzt die Möglichkeit, die Fläche in die Stadt einzugliedern und für die Bevölkerung nutzbar zu machen. Deshalb ist es notwendig, eine möglichst breite Beteiligung von Landschaftsarchitektinnen und Landschaftsarchitekten aus aller Welt sicherzustellen und einen offenen, freien und fairen Wettbewerb auszuloben. Restriktionen sollten sich auf das notwendige Maß beschränken. Den Ergebnissen des Beteiligungsverfahren sollte dabei Vorrang gegeben werden.




2. Ziel der Parkgestaltung

Stand: 17.11.2005 | 19:53
Überarbeitungen: 48
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Ziel der Parkgestaltung ist es, einen Park aus der Historie des Ortes zu entwickeln, wobei die historischen Referenzen aufgegriffen werden und in ein neues Nutzungskonzept eingegliedert werden sollen. Die vorhandene Vielfalt aus Überresten alter Bahnanlagen, großen verwilderten Flächen, Schrebergärten und pflanzlicher sowie tierischer Vielfalt sollte erhalten bleiben und in den neuen Kontext, den eines bürgerfreundlichen Parks, eingepasst werden.

Mit dem Park soll eine grüne Oase inmitten der dichten Bebauung der Großstadt entstehen. Die Gestaltung muß so naturnah wie möglich erfolgen, damit bereits Vorhandenes erhalten bleibt. Es erfordert Mut und Kreativität unkontrollierten Entwicklungen vor Ort Raum zu geben. Aber genau da liegt die Chance den besonderen Reiz des Geländes zu erhalten, zu interpretieren und neu umzusetzen. Ein vielseitiger Park mit offenen Flächen und weitem Blick und zurückgezogenen Ruheräumen z. B. eine Mischung aus Britzer Garten und Priesterweg wird vorgeschlagen. Die Chance, dass die Natur über die Jahre den Park automatisch gestaltet und ihm Charme und Charakter verleiht, sollte vor teueren und modernen Design und einer daraus resultierenden teueren Parkpflege Vorrang haben. Der Park könnte als Zeitdokument "gestaltet" (eher: nicht gestaltet) werden, wie sich Stadtlandschaften im Laufe der Zeit verändern. Zuerst industrielle bzw. verkehrstechnische Nutzung, dann Rückeroberung der Brache durch die Natur, Zwischennutzung als Logistikzentrum für den Bau des Potsdamer Platzes und nun eine neue Nutzung: Bürgerpark im Umfeld von Bahntrassen.

Durch die Anbindung des zu schaffenden Parks an die bereits Vorhandenen (Tiergarten, Viktoriapark, Priesterweg etc.) soll eine neuartige Durchwegung der Stadt für Nicht-Automobilisten ermöglicht werden. Eine Flächenfreihaltung für eine weitere Zerschneidung des Parks durch eine Autobahn (Westtangente) zum Tiergartentunnel soll ausgeschlossen bleiben.

Der Park sollte weitgehend barrierefrei und kinderfreundlich gestaltet werden. Das bedeutet Lösungsbeispiele darzustellen für Wege, Zugänge, Brücken, Spielplätze, Toiletten usw.

Aufgrund der Größe des Parks sollte eine möglichst breite Nutzungsvielfalt für alle Bevölkerungsgruppen vorgesehen werden. Bürgerschaftliches Engagement, das sich an den Bedürfnissen der Anwohner orientiert, kann ein Mittel zur Gestaltung und Pflege des Parks sein.



2.1 Naturnähe erhalten

Stand: 17.11.2005 | 20:18
Überarbeitungen: 22
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Die konzeptionelle Betonung der Präsenz von Natur mitten in der Stadt ist in diesem innerstädtischen Raum besonders wichtig. Die künstliche Bebauungsdichte des Potsdamer Platzes verlangt eine naturbelassene Freifläche. Es sollte aus stadtklimatischen Gründen auf eine Verriegelung der Frischluftschneise, z. B. durch Geländefreigabe für Sportvereine, die Asphaltierung der Wege, die Bebauung entlang der Flottwellstraße und neben dem Technikmuseum verzichtet werden.

Die sich auf dem Gleisdreieck bisher selbstentwickelte, sogenannte Spontanvegetation, - sowohl mit einheimischen Pflanzenarten als auch mit Exoten sowie mit wertvollen Pflanzenarten auf dem Gelände vertreten - spiegelt verschiedene Entwicklungsstadien der sich selbst überlassenen "Eisenbahnbrache" in der Stadt wider und sollte unbedingt Bestandteil des Parks bleiben.

Gestalterische Eingriffe sind nötig, wenn eine Art Überhand gewinnt oder eine Fläche neu verwaldet.
Die Ökoflächen müssen vor Massenansturm geschützt werden (Kapselung, Vorbeileitung von Hauptwegen, kleine, versteckte Eingänge in diesem Bereich, kein Parkplatzangebot, mögliche Integration ins Museum f. Verkehr & Technik und Zutritt nur mit Eintrittskarte). Vorgeschlagen wird, eine jährliche Vegetationsaufnahme zu machen im Rahmen eines "taxonomisch- ökologischen Praktikums" von HU-Biostudenten.

Die jetzigen Nutzung (Schnellbahntrasse) wird in den Park integriert, z.B. durch eine Holzbogen- o. Hängebrücke, die beide Parkteile verbindet

In Zukunft sollte es Möglichkeiten geben, die Entfaltung der Natur näher zu beobachten und zum Beispiel auf einem Kinderbauernhof und/oder Abenteuerspielplatz erfahrbar machen. Spontanvegetation sollte weiterhin möglich sein. Als Vorbild wird der ruderale Wildwuchs am "Schöneberger Nordgelände" genannt.


2.2 Bestand nutzen

Stand:
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Der Park sollte eine unverwechselbare Identität haben, die sich auf die frühere Nutzung bezieht. Deshalb ist ein Bestandsschutz für die Zeugnisse der historisch-industriellen Nutzung wie Gleisanlagen, Bahnsteige, etc. und deren Nachnutzung sinnvoll.

ALTE BAUSUBSTANZ FÜR CAFÉ, AUSSICHTSPLATTFORM, AUSSICHTSPLATTFORM, ABENTEUERSPIELPLATZ
Die historischen Bögen könnten z.B. als Cafe mit angeschlossener Ausstellungsfläche (Dokumentation über die Stadtlandschaft Gleisdreieck), die S-Bahnbrücken als Parkverbindung, Eingang zum Park, das Stellwerk als Aussichtsplattform dienen. Soweit die Bausubstanz es hergibt, könnten die alten Bahnhäuschen mit neuer Nutzung (z.B. Aussichtsplattform im Stellwerk) wieder belebt werden.

Gut wären eventuell regelmäßige (kleinere) Veranstaltungen (z.B. in der Verkehrsschule, im Schulgarten, o.ä.). Vorhandene Ruinen könnten in den Abenteuerspielplatz zum Entdecken integriert werden. Die Gleisanlagen könnten für eine Bahn genutzt werden, die Kinder an verschiedenen Haltestellen betreten können.

VORHALLE DES POSTGÜTERBAHNHOFES FÜR SCHLECHTWETTER-WINTERAKTIVITÄTEN
Die überdachte Vorhalle des Postgüterbahnhofes könnte zum Park hin für Schlechtwetter- und Winteraktivitäten sowie Skater genutzt werden.

VARIABLE NUTZUNG FÜR LOGISTIKFLÄCHEN
Die Flächen, die als Logistikzentrum zum Bau des Potsdamer Platzes herangezogen wurden, könnten teilweise erhalten bleiben. Sie werden Flächen für eine variable Nutzung, z.B. Abenteuerspielplatz, Lehmwerkstatt für Kinder, Kinderbauernhof, Bolzplätze, Freiflächen für temporäre Veranstaltungen z.B. Feste, Zirkus, Märkte, Ausstellungen, Skulpturen, Spiele.

WERKRÄUME FÜR KINDER&JUGENDLICHE IN DEN ALTEN KFZ-BUDEN
In den alten Kfz-Buden am U-Bahnhof Gleisdreieck sollten Kindern/Jugendlichen unter Anleitung Werkräume zum Tischlern, Malen, Metallbauen, Töpfern, Lehmbauen, GALA-Bau&Pflege u.ä. geschaffen werden. Und ein Café von und für Jugendliche sowie ein Musikübungsraum zum Lautsein etc.

„COMMUNITY GARDENS“
Die vorhandenen Schrebergärten bleiben als Zeugnis einer anderen Nutzung der Stadtlandschaft erhalten. Sie werden "geöffnet" und durch Lehr- bzw. Gemeinschaftsgärten ergänzt. Bei Aufgabe einzelner Parzellen könnten allmählich nach den Erfahrungen der „Community Gardens“ für gemeinschaftliche Gartennutzung entwickelt werden (z.B. Migranten).


2.3 Eingänge und Zugänge schaffen

Stand: 13.11.2005 | 23:10
Überarbeitungen: 34
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Das Gelände ist der Stadt abgewandt und braucht möglichst viele Zugänge zum Park und zum Nordsüdweg! Das müsste in jedem Fall das Motto einer Planung sein, die den Park Gleisdreieck den Bewohnerinnen und Bewohnern der umgebenden Bezirke und damit einem besonders dicht besiedelten Teil dieser Stadt zugänglich machen will. Jeder sollte die Möglichkeit haben, schnell in den Park zu gelangen. Gerade von den Yorckbrücken, wo sehr viel Personenverkehr herrscht, wäre das gut.

ZUGANG NORDEN
Ein Zugang vom U-Bahnhof Gleisdreieck wäre nicht nur für die Anwohner reizvoll, sondern auch für Leute, die zum Besuch des neuen Parks mit den Öffentlichen anreisen. Das gilt ebenfalls für S-und U Yorckstr. Der Zugang von der Luckenwalder Straße besteht bereits heute und könnte als Verbindung von der Luckenwalder Str. zur Pohlstraße freigegeben werden.

ZUGANG OSTEN
Von der Möckernstraße gibt es bereits einen sehr schönen, fast gewachsenen Zugang aus der Richtung Möckernbrücke - Tempelhofer Ufer. Das Problem ist, dass die Straße stark befahren ist und ein gut gesicherter Übergang gestaltet werden müsste.
Weitere Haupteingänge bilden der Anhalter Steg und etwas südlicher ein Zugang von der Yorckstraße/ Ecke Katzbachstraße. Vom Anhalter Steg aus bietet sich ein direkter Weg zu den Yorckbrücken über die vorhandene Baustraße an.
Kleinere Seiteneingänge sollte es so viele wie möglich geben z.B. an der Obentrautstraße, Wartburgstraße und Hornstraße.
Ein Durchgang zum Nelly Sachs Park wird vorgeschlagen, da gerade durch die Möglichkeit von einem Park zum anderen zu gehen, ein Gefühl der Weitläufigkeit und Freiheit entsteht.

ZUGANG SÜDEN
Die Yorckstr. auf ihrer Nordseite sollte zum Park hin geöffnet werden, so dass ihr schluchtartiger Charakter gemindert wird. Haupteingänge im Süden von der Yorckstraße könnten über eine Treppe an der Yorckstraße (auf der nordwestlichen Seite des Yorckbrücken-Ensembles) erfolgen und an den beiden äußeren, westlichen und östlichen, Enden des Yorck-Dreiecks. Ein Zugang zum Park ist Goeben-/Yorckstraße (S-Bahnhof Yorckstraße/ Großgörschener Straße) zu realisieren.
Auf keinen Fall sollten aber dabei die alten Brücken über der Yorkstrasse abgerissen werden, sondern vielmehr etwa als hängende Gärten gestaltet werden, so dass der Park auch vom Auto aus sichtbar über der Straße schwebt. Die niveaugleiche Querung der Yorckstraße über eine nicht genutzte Eisenbahnbrücke bzw. eine der Yorckbrücken (Grüntangentenverbindung). Diese direkte Verbindung zum Flaschenhals wird von vielen Bürgern der näheren und weiteren Umgebung seit langem als gewünschte Grüntangentenverbindung genutzt.
Ein Zugang von der Monumentenbrücke ist absolut notwendig und würde den S-Bahnhof von Süden aus deutlich schneller erreichbar machen und einer großen Gruppe von Anwohnern (Kreuzbergstr/ Monumentenstr/ Katzbachstr/ Eylauerstr.) den Gang zur S-Bahn erleichtern. Auch die frisch renovierte Brücke sollte nicht abhalten, im Gegenteil, ein Zugang vom Brückenkopf an der Kreuzbergstraße neben dem Biergarten ist nach der Renovierung besonders unkompliziert zu realisieren. Hier muß in naher Zukunft ein Parkzugang möglich werden. Der Eingang zum Flaschenhals könnte von der Kreuzbergstr. und/oder der Großgörschenstraße erfolgen unter Anbindung des S-Bhf. Yorckstr. (S2). Damit ist dann auch der Viktoriapark mit dem Gleisdreieck verbunden.

ZUGANG WESTEN
Der Tilla-Durieux-Park ist an den Park anzubinden. So wird eine Verbindung zum Eingang am U-Bahnhof Gleisdreieck (Luckenwalder Straße) ermöglicht. Eine Querverbindung für Radfahrer Pohl-Obentrautstr. wäre sinnvoll, möglichst mit Anschluss an den U-Bahnhof Gleisdreieck.

GESTALTUNG DER EINGÄNGE
Die Eingänge sollten auffällig gestaltet werden sollten z. B. als Tore. Gleichzeitig sollte der Park auch schwierigere Zugänge haben, damit er nicht nur als Verkehrs- und Verbindungsweg genutzt wird. Gelungene Zugänge finden sich auch beim Görlitzer Park, dort ist z.B. ein kleines Loch in der Wand extra für kleine (und größere) Abenteurer.
Die Eröffnung von Zugängen könnte auch mit der Berufung von Portiers bzw. Parkmeistern / Parkmeisterinnen verbunden werden. Sogar Tore mit Türen dürfte es geben, etwa mit selbsttätigem Drücker (aber eben nicht gleich offen, sondern erst zu öffnen! Beispiel Comeniusgarten in Neukölln). Parkmeister bzw. Parkmeisterinnen könnten auch eine gärtnerische, ökologische und umweltpädagogische Bildung mitbringen und pflegerische Aktivitäten von interessierten AnwohnerInnen und ParkliebhaberInnen unterstützen.

DAS GELÄNDE JETZT SCHON NUTZEN
Eine Nord-Süd-Passage ist praktisch sofort nutzbar, wenn man einige überflüssige Zäune entfernt und eine Mauer an der Abfahrt zu den Yorckbrücken öffnet. Es muss nur sichergestellt sein, dass keine Autos auf das Gelände können.

Auf der Südseite der Yorckstraße gibt es schon eine Treppe (zugemauert) oder man benutzt eine der Yorckbrücken. Eine vergitterte Treppe gibt es auch schon an der monumentenbrücke.

Das gleiche gilt für eine Ost-West-Passage, dort wo der ICE schon im Tunnel ist.


2.4 Verbindungen schaffen

Stand: 14.11.2005 | 11:42
Überarbeitungen: 49
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Einen Park kann man am besten dann in die täglichen Gänge einbinden, wenn er auch "passierbar" ist. Der Park sollte zu allen angrenzenden Straßen offen sein. Zudem sollte eine gute Durchquerung von Ost nach West, sowie von Nord nach Süd möglich sein.

Vor allem die Verbindung (Radfahrer, Fußgänger, Skater) zwischen Kreuzberg und Schöneberg (Ost-West-Verbindung) sollte schnell geschaffen werden. Die erste Möglichkeit dafür bietet sich niveuaufrei nördlich der Ausfahrt des Bahntunnels. Dort könnte schon heute die Verbindung von der Luckenwalder Str. zur Pohlstraße freigegeben werden. Eine Querverbindung für Radfahrer Pohl-Obentrautstr. wäre sinnvoll, möglichst mit Anschluss an den U-Bahnhof Gleisdreieck.


Es wurde mehrfach betont, dass die Ost-West-Verbindung mit einer Brücke über die ICE-Trasse geschaffen werden sollte. Gut wäre eine architektonisch ansprechende, leicht wirkende Konstruktion, die dem Park gleichzeitig ein Gesicht gibt; denn nur eine schöne Brücke lädt zum Herübergehen ein und zertrennt dabei nicht den Park! Da die Brücke zwischen Horn- und Bülowstraße voraussichtlich nicht in einem Stück realisiert werden kann, sind intelligente Teillösungen bzw. attraktive stückweise strategische Realisierungen anzustreben. Eventuell können hierfür recyclingfähige historische Brückenteile verwertet werden (die Bahn dürfte solche auf Lager haben), auch um den Park als ehemaliges Bahngelände bzw. die Geschichte des Geländes zu thematisieren. Die Brücke, die den östlichen und westlichen Park miteinander verbinden soll, könnte an Attraktivität noch gewinnen, indem sie in beide
Richtungen, eventuell auch noch in nördlicher und südlicher Richtung, durch Rutschbahnen aus einheimischen Holz ergänzt wird.

Die Brücke darf aber nicht unwirtlich wirken oder dunkle Ecken und Nischen erzeugen. Sie darf auf keinen Fall die freie Sicht über das Gelände stören. Diese Aussicht ist wesentlich für den besonderen Charme, den das Gelände heute schon besitzt. Die Auffahrten müssen kurz sein, sonst will doch keiner hinauf. Notfalls sind Fahrstühle einzubauen.

Die Yorckbrücken sollten als "Brücken der Begegnung" einbezogen werden. Der Weg könnte sich an dieser Stelle gabeln und über möglichst viele der Brücken führen. Schön wäre deshalb eine Begrünung und Nutzung von möglichst vielen Yorkbrücken als Fussgängerbrücken um den nördlichen und südlichen Parkteil optisch und funktionell eng zu verweben. Um steile An- und Abstiege im Bereich der Fernbahn zu vermeiden, wird für eine langgezogene Fahrradbrücke über den Park plädiert. Diese würde auch den Parkbenutzern eine andere Höhenperspektive bringen.

Wenn der derzeitige Golfplatz nicht über das Ende des derzeitigen Pachtvertrages hinaus verlängert wird, wird Platz für eine Durchquerung in Nord-Süd-Richtung geschaffen werden, um das Gelände schnellstmöglich wieder in den umliegenden Stadtraum zu integrieren. Nord-Süd-Wege könnten vom Landwehrkanal rechts und links der Bahntrassen erfolgen.

Die Anbindung an bestehende Grünflächen wie den Nelly-Sachs-Park, den Viktoriapark und die Fortführung der Fahrrad-/Skater-/Fußgängerstrecke zum Südgelände ist unbedingt zu beachten. Der Park Gleisdreieck könnte mit dem Naturpark am Südgelände durch eine grüne Schneise verbunden werden. So ergäbe sich ein durchgehender Grünzug Tiergarten - Tilla-Durieux-Park - Gleisdreieck - Südgelände - Insulaner.




2.6 Wegenetz gestalten

Stand: 14.11.2005 | 11:52
Überarbeitungen: 8
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Durch die Bepflanzung und die Wege sollte eine gute Orientierung, d.h. freie Sicht auf umliegende Landmarken, z.B. Luther-Kirche, Bahnhof Gleisdreieck und die Bahntrassen erreicht werden.

Die Öffnung aller Wege und Zugänge innerhalb der Kleingartenanlage sowie die Öffnung des Technikmuseum zum Park hin sollten eine bessere Integration des Areals schaffen. Daneben sollte ein kleineres Wegenetz innerhalb des Parkes für die anderen Nutzungen (Ruhe, Spiel, Sport, Sonnen) erhalten.

Bei der Parkplanung sollte auch die Radwegeinfrastruktur durch kurze und schöne Wege durch den Park verbessert werden - möglichst durch sehr breite Wege oder sogar vom Fußverkehr getrennte Wege, damit der Radverkehr nicht auf Kosten des Fußverkehrs geht und umgekehrt und es keine gegenseitigen Behinderungen gibt. (Kreuzungen mit Tunnel oder Überführungen) Entsprechend breite Radwege sollten so angelegt werden, dass Fußgänger nicht beeinträchtigt werden. Eine Platzierung neben den Bahntrassen bietet sich für schnelle Wege in Nord-Süd-Richtung an und würde eine Trennung von Schnellen und Langsamen, Radfahrern und Fußgängern ermöglichen und Konflikten vorbeugen. Neben diesen schnellen Verbindungen sollte es langsamere Wege, die nicht asphaltiert sein sollen (wassergebundene Decke), zu den unterschiedlichen Nutzungen im Park geben.

Unbedingt zu erhalten sind die Höhenunterschiede auf dem Gelände. Die Fußwege könnten durch leichtes und abwechselndes Gefälle sehr an Attraktivität gewinnen. Die Kopfsteinpflasterwege bleiben erhalten. Dort kann man spazierengehen, ohne dass man umgefahren wird.

Sogar ein Weg mit einer Abfolge von ganz unterschiedlichen Materialien - zum Ertasten des Weges mit den Füßen - könnte eine Attraktion sein und nicht nur Kinder zum Barfußgehen einladen. Am Potsdamer Platz ankommen und erst mal Schuhe ausziehen!

Zum Joggen sind Sandwege am besten geeignet. Mit ein paar Lampen lässt sich die Freude am Park um viele Stunden verlängern. Diese Lampen sollten allerdings neuesten naturschützenden Standards entsprechen und dürften keine Insektenfallen sein.
Auch sollten sie kein grelles Licht verbreiten und nicht den Mond übertrumpfen wollen. Ein deutlicher Unterschied zur Straßenbeleuchtung ist wichtig.

Kleine Wege brauchen nicht teuer angelegt zu werden. Durch Steine, Bäume usw können bestimmte Pfade vorgegeben werden. Sollte sich herausstellen, dass die Besucher andere Wegen gehen, sollte man flexibel reagieren und umplanen. So schützt man die Flächen. Trampelpfade sind oft auch schöner als angelegte Wege.




3. Vorschläge zur Nutzung und Gestaltung

Stand: 13.11.2005 | 11:32
Überarbeitungen: 114
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Hektik und Trubel des Geschäfts- und Bürozentrums schreien nach einer Oase der Ruhe und Entspannung. Gleichzeitig sollte das Gleisdreieck ein Freizeit-, Kultur- und Sportrefugium werden.
Der Park sollte eine unverwechselbare Identität haben, die sich auf die früheren Nutzung bezieht. So könnte die überdachte Vorhalle des Postgüterbahnhofes zum Park hin für Schlechtwetter- und Winteraktivitäten sowie Skater genutzt werden. Gut wären außerdem regelmäßige Veranstaltungen durch ein Freiluftkino und einen wöchentlichen Flohmarkt. Den Bogen zwischen verschiedenen Aktivitätsleveln der Nutzungen sowie deren Unterschiedlichkeit bleibt eine spannende Aufgabe für die Landschaftsarchitekten.

AUFTEILUNG DER FLÄCHEN
Da der Park sehr stark zergliedert ist, macht es Sinn, den verschieden Bereichen unterschiedliche Nutzungen zuzuordnen. Ein Teil zur Entspannung mit Liegewiese etc., ein anderer Teilbereich zur sportlichen Nutzung, einer als großzügiger Hundeauslauf, ein vierter sollte der natürlichen Entwicklung freien Raum lassen ("das Wäldchen"). Ordnet man die Nutzungen zu, ergeben sich folgende Bereiche:
Im Süden wäre eine sportliche Nutzung im Dreieck S-Bahnen - Yorkstrasse sinnvoll. Hier könnte ein Fußballplatz (wie am Anhalter Bahnhof), ein Basketballsplatz und ein Skateboard-Platz platziert werden. Im Westen wäre ein freier Blick in Nord-Süd-Richtung und auf die Brücken und Bahnen schön. In der Mitte werden viel hohes Grün (Wald) und Naturentdeckungszonen vorgeschlagen, im Osten sollten sich ruhigere Nutzungen konzentrieren, um für die schon durch Schienen- und Kfz-Lärm stark beeinträchtige Umgebung eine Ruhezone zu garantieren. Die Randgebiete sollen Spielplätze erhalten. Gemeinsam mit den Kleingärten sind eine hervorragende Überleitung in den Park.

Um eine Art soziale "Aufsicht" zu suggerieren und um zu verhindern, dass das Gelände Umschlagplatz für Drogen oder Prostitution wird, werden neue "Torgebäude" am Rand des Parks (Hornstrasse, Bülowstrasse) zum Wohnen vorgeschlagen. Wegen der Zerstueckelung des Geländes ist eine gute Orientierung wichtig, die sich auf den Potsdamer Platz und die U-Bahn beziehen sollte. 1-2 neue groeßere Orientierungspunkte an den Längsseiten in prominenter Lage könnten zusätzlich helfen. Weiterhin sind Ausblicke auf alle Trassen von verschiedenen Punkten im Park aus (z.B. Brücken, Kletterfelsen mit Treppe für Leute ohne DAV-Ausweis) einzubauen.

GRÜNGESTALTUNG
Schön wäre deshalb eine Kombination aus der bisherigen Vegetation und Neubepflanzungen. Es sollte keine Versiegelung des Bodens geben (keine Aspaltierung der Wege), sondern lieber ausgiebige Freiflächen für Wildblumen & -kräuter. Die Bepflanzung wird eingestreut. Üppige Blumenwiesen, auf denen das Pflücken von Blumen erlaubt ist und Wildwiesen, (wie nicht mehr lange am südöstlichen Tiergartenrand), auf denen auch Schafherden weiden könnten. Eine Bepflanzung mit verschiedenen Obstbäumen (Apfel, Pflaume, Kirsche) und Nussbäumen hätte den Vorteil der Blüte- und Erntezeit. Die Obstbaum-Arten bieten den weiteren sehr positiven Effekt, dass sie Schmetterlinge stark anziehen. Auch Bambus wurde vorgeschlagen, da er schnell wächst und kostengünstig ist. Allerdings verdrängt er die oben erwähnten seltenen Pflanzen.

Auch eine komplette Nicht-Nutzung ist denkbar, indem einfach eine Brachfläche an sich erhalten wird - ein paar qm der Stadt "nutzlos rumgammeln lassen" - ein Stück ungehemmte Natur inmitten einer durchorganisierten und geregelten Stadt inmitten eines ebensolchen Landes. Alle 5 bis 10 Jahre werden ein paar Biologen zur Bestandsaufnahme reingeschickt.


3.1 Erholung und Entspannung ermöglichen

Stand: 12.11.2005 | 23:59
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Der Park sollte viel freien Raum und Liegewiesen zum in der Sonne liegen, Lesen, Ruhe finden und "in die Luft gucken" bieten. Aber auch, sich zu treffen und gemeinsam Stunden im Grünen zu verbringen, sollte möglich werden. Vereins- und Hobbytreffs für z.B. Modellbauer sollen mitgedacht werden.

Als Parkmobiliar sind u.a. Holzsofas (wie vor dem alten Museum) aus naturbelassenem Holz, bewegliche Stühle, die zu schwer und unattraktiv zum Stehlen sind (wie am Rüdesheimer Platz), fest montierte Liegestühle (wie im Potsdamer Lustgarten) und auf den bestehenden Schienen bewegbare Roll-Bänke.
Ein weiteres Gestaltungselement und zentraler Treffpunkt für Jung und Alt wäre ein Brunnen, auf dessen Rand man sitzen kann, und in dem Kinder "plantschen" können.
Es sollte schlichte kostenlose Toiletten geben, wofür bestehende Bebauung genutzt werden kann.

Außerdem werden kleinere Grillplätze ebenso vorgeschlagen wie Lagerfeuer. Mehrere versteckt gelegene Feuerstellen für mitgebrachtes Holz könnten in gewissem Abstand zu Bäumen auf einem Rasenstück verteilt werden. Durch eine Steinumrandung wird vermieden, dass der Rasen leidet oder heute hier und morgen da Feuer gemacht wird.


3.2 Bahn erleben

Stand: 14.11.2005 | 00:06
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U-Bahnen und ICE-Züge sind ästhetisch. Am Gleisdreick-Park sollten die Zugeinfahrten ruhig sichtbar bleiben und keinenfalls versteckt werden. Es ist ja ein "Verkehrspark", dem der Schienenverkehr seinen Namen gegeben hat. Man muß aber den erheblichen Lärm der Züge dämmen. Als Kompromiss könnten die Bahntrassen eine offene "Sichtseite" haben, und eine "gedämmte Seite", wobei die Dämmung durch Bäume erfolgen könnte. Alternativ bieten sich verglaste Schallschutzwände an.

Ebenso sind Sicht - und Lärmblenden aus Halbtransparenten Solarmodulen nehmen. Den Strom könnte man dann im Park benutzen, für in der Nähe stehende Lampen oder was immer gebraucht und gewünscht wird.

Historische Gleise könnten für Draisinefahrten zum Südgelände und zurück genutzt werden. Um Kosten zu sparen, sollte der Wiederaufbau etwas breiter erfolgen als geplant, nämlich zwei Gleise PLUS FUß- UND RADWEG! Das spart mehrere Fußgängerbrücken bei nur geringfügig erhöhten Kosten für die Bahn. Nebenbei entsteht eine kreuzungsfreie Rad-Verbindung zwischen Potsdamer Platz und Sachsendamm.




3.3 Gastronomie gestalten

Stand: 14.11.2005 | 00:07
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Der Park sollte an verschiedenen Orten zum Sitzen, Ruhen, Gucken und Verbleiben einladen. Ein Café im Park und/ oder in vorhandener Bebauung mit Toiletten ist wichtig. Auch könnten die Rundbögen der alten Stadtbahntrasse für Cafes, Terrassen und Plätze genutzt werden. Ein Solarcafé kann die Verbindung zwischen Park und Technikmuseum stärken. Auch ein Internetcafé in einem Mitropa-Waggon ist denkbar.

Ein "versteckter" Biergarten (wie im Victoria-Park) und einer im Randbereich des Parks etwa in der Größenordnung des "Schleusenkrug" im Tiergarten sind gewünscht. Dafür könnte die vorhandenen Bahngebäude umgenutzt werden, beispielsweise das des alten Mauerziegelbaus direkt südlich der Yorkbrücken. Am U-Bhf. Gleisdreieck wäre ein Treffpunkt mit Kaffee und Ausblick eine gute Überleitung zum Park.

Eine zusätzliche Option sind mobile und temporäre Versorgungsmöglichkeiten.

Vielleicht könnte man auf dem ehemaligen Gleisbett des Viadukts so etwas wie einen hochgelegenen Strand anlegen („Bundespressestrand“ o.ä.), von dem man bei einem Glas Bier oder einer Tasse Kaffee über das Gelände blicken kann.




3.4 Private Nutzung ermöglichen

Stand: 14.11.2005 | 00:12
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Die Kleingartenkolonie wurde nach dem Krieg von Anwohnern aus Schöneberg und Kreuzberg auf den Trümmern des Potsdamer Güterbahnhofs aufgebaut. Im Laufe der Jahrzehnte ist hier in zentraler Stadtlage ein unverwechselbares Natur - Paradies mit zahlreichen seltenen Bäumen und Tieren entstanden. Etwa 75 Familien mit zahlreichen Kindern, darunter zunehmend Immigranten - und Flüchtlingsfamilien, verbringen hier ihre Freizeit. Die Kolonie muß unbedingt durchlässig sein, falls sie erhalten bleibt. Bei Aufgabe einzelner Parzellen sollte allmählich nach den Erfahrungen der „Community Gardens“ eine gemeinschaftliche Gartennutzung entwickelt werden.
Interessant wäre es , wenn die Kleingartenkolonie schon morgen ihr Tor öffnete, um Einblicke zu gewähren und um eine breitere Öffentlichkeit auf das "Hinter dem Zaun" aufmerksam machen zu können. Ein wenig Lobbyismus wäre vor dem Hintergrund der Planung raumgreifender Sportanlagen sicher nicht abträglich.
Ein kleines Amphitheater mit max. 100 wäre wunderschön in die gestaltete Landschaft zu integrieren. Es sollte jederzeit für die Öffentlichkeit zugänglich sein. Als Freiluftkino und für kleinere Konzertenutzer wäre eine kommerzielle Nutzung ebenso möglich wie für geschlossene Gesellschaften.




3.5 Sportmöglichkeiten breit fördern

Stand: 17.11.2005 | 19:24
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Das sportliche Profil sollte deutlich vom spielerischem Bereich getrennt sein. Im Vordergrund steht nicht der "Vereinssport" sondern der Freizeitsport, der die Anwohnerinnen und Anwohner bei gutem und mittelmäßigem Wetter einlädt. Dementsprechend müssen auch die Sportflächen gestaltet werden.
Darüberhinaus sollte auch an den Vereinsport gedacht werden. Ein Beispiel hierfür ist der Park am S-Bahnhof Priesterweg. So können verschiedene Interessen nebeneinander verwirklicht werden. Gewünscht wird ein Park, in dem man - auf dafür vorgesehenen Wegen - ausdrücklich fahrradfahren und skaten darf, aber andere Nutzer Vorrang haben.

JOGGEN
Es sollte zügig eine Laufverbindung geschaffen werden die bis in den Tiergarten hinein durchgängig ist. Bei der Wegebeschaffenheit ist auf die Jogger/innen zu achten. Gerade in der Stadt ist es für Jogger sehr schwierig, einen natürlichen Boden für seinen Weg zu finden. Dieses wäre aber eine angenehme Abwechslung für die Gelenke und den gesammten Laufapparat. Eine Laufbahn aus Sand oder attraktive beleuchtete Laufstrecken wie in New York werden vorgeschlagen. Auf keinen Fall Asphaltwege.

FUSSBALL
Dringend benötigt werden - angesichts der vielen anwohnenden Kinder und Jugendlichen - genügend unterschiedliche Flächen zum Fussballspielen: für die Kleinen und die Großen. Es müssen mehrere Flächen sein.

BASKETTBALL
Gefragt sind ferner Möglichkeiten Basketball und andere Ballsportarten zu spielen.

GOLF
Eine Teilnehmergruppe ist der Ansicht, dass die Golfanlage in jedem Fall in die Planung der Parkanlage mit einbezogen werden sollte. Solch eine Anlage ist in Deutschland einmalig und bietet Golfern und Nichtgolfern ein traumhaft gepflegtes Areal, auf dem es sich beim Abschlagen oder einem Tässchen Kaffee auf der sonnigen Terrasse wunderbar entspannen lässt. Dafür spricht weiterhin, dass die Golfanlage für die Stadt eine kostenlos betriebene Infrastruktur ist und die Nutzung des Platzes für eine geringe Gebühr für die Allgemeinheit möglich ist. So wird das Gelände wird kostenlos von einer Gruppe behinderter Kinder jede Woche genutzt und mittlerweile trainieren auch schon Schulklassen und Kurse der Universitäten auf dem Gelände. Die Golfanlanlage ist damit eine Bereicherung des Sport-Angebots in der Gegend und wird darüber hinaus auch für Businesstreffen genutzt.
Dagegen wird argumentiert, das der Sinn des Parks sein sollte, dass die Anwohner mehr Grün erhalten. Die Golfanlage wird von einer Minderheit benutzt und bedient nicht die Interessen aller. Der kleine nördliche Eingang zum Park wird durch die Golfanlage weiter minimiert. Um die unterschiedlichen Interessen zu vereinbaren, wurden folgende Kompromissvorschläge erarbeitet: Es sollte eine bessere Zugänglichkeit der Golfanlage ermöglicht werden. Das würde Berührungsängste abbauen und die Akzeptanz und Nutzung bei den Anwohnern zu erhöhen. Die Fläche könnte auch nur stundenweise für Golf genutzt werden, die restliche Zeit ist für die Allgemeinheit. Alternativ könnte die Golfanlage in eine Baulücke zwischen Stresemannstraße und Hallescher Straße umziehen.


SKATEN
Für Skateboarder sollte ein gesondertes Areal eingerichtet werden. Innerhalb einer solchen Anlage fänden auch Schanzen und Half-pipes Platz.
Für Skater kann auf den alten (stillgelegten) Gleiswegen in Richtung Süden sollte auch eine Schnellaufbahn für Skater eingerichtet werden. Rasende Skater und Fahrradfahrer im Transit müssen vermieden werden bzw. für sie soll eine gesonderte Wegeplanung eingerichtet werden (u.a. vom Gleisdreieck bis zum Priesterweg/Südgelände zum entspannten Spazierengehen/Joggen/Radeln/Skaten ohne Stress und Autoverkehr). Der innerstädtische Inline-Course sollte für Anfänger bis mittlere Geschwindigkeiten abwechslungsreich gestaltet werden.

VOLLEYBALL
Seit Jahren boomt Beachvolleyballspielen in der Stadt. Und hat mit der WM in diesem Jahr sicherlich noch lange nicht seinen Höhepunkt erreicht. Nach ständig überbuchten Plätzen in BeachMitte haben endlich 2 engagierte junge Leute weder Kosten noch Mühen gescheut, einen Volleyballplatz (mit 18! Plätzen) in einmaliger Lage entstehen zu lassen. Ein Areal, das in diesem Sommer nicht nur Sportbegeisterte, sondern vielmehr auch Nachbarn, Jugendliche, Kinder und sogar ältere Menschen durch seine besondere Lage, den einmaligen Ausblick und vor allem durch die von den Betreibern unverwechselbar geschaffene Atmosphäre anzog. Der Beachpark61 ist in wenigen Wochen zu einer multikulturellen, interessen- und altersübergreifenden Erholungs-, Kommunikations- und Begegnungsstätte geworden.Dies sollte erhalten bleiben. Als Winternutzung wird vorgeschlagen , den Beachvolleyballplatz als Eislaufbahn zu nutzen. Dafür ist eine preiswerte Lösung gesucht. Zusätzlich wären auch freie Sandflächen wie im Volkspark Friedrichshain schön, auf denen in Eigeninitiative Netze aufgestellt werden können.




3.6 Hundeauslauf

Stand: 16.11.2005 | 23:21
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Wenn ein Park für alle gestaltet werden soll, dann müsste dabei auch an die Hundebesitzer und genügend Raum für Hunde gedacht werden. Gleichzeitig sollen sich aber auch Menschen, die Hunde nicht mögen, nicht gestört fühlen. Ideal wäre eine Einrichtung, die für mehr Dialog sorgt, um Vorurteilen zu begegnen.

Von großem Interesse bei Hundehaltern wäre die Entstehung eines großen "Hundespielplatzes", mit Tunnel, Slalom, Cavaletti, Schwebebalken und anderen Fungility- Geräten. Dies wäre zum einen sicherlich von größerer Wirkung für die Öffentlichkeit, als eine Hundemeute auf einer kargen Wiese anzuschauen. Zum anderen würde sich hier mal eine wirklich neue Herausforderung für unterforderte Hunde und deren Besitzer bieten, man könnte erste Schnupperstunden in die Welt des Hundesports tun, ohne gleich in einen Verein eintreten zu müssen.

AUSSTATTUNG
Die Geräte könnten aus Naturmaterialien angefertigt werden (z.B. dicke Baumstümpfe unterschiedlicher Höhen, Strohballen, Findlinge), um sich besser in das Landschaftsbild zu integrieren. Für die Hundebesitzer ist es wünschenswert, auf scharfe Nutzungstrennungen und -abschirmungen zu verzichten, dabei sollen aber Menschen, die Hunde nicht mögen, sich auch nicht von den Tieren belästigt fühlen: So gab es den Vorschlag der Abtrennung durch einen Bachlauf von einem Kinderspielplatz. Dabei sollte der Kinderspielplatz erhöht sein, damit weder die Hunde noch die Kinder die Seite wechseln, die Hunde aber trotzdem beobachtet werden können. Zusätzlich könnte eine Hecke oder ein dezenter Zaun direkt an dem Bachufer des Kinderspielplatzes für Abgrenzung sorgen, um auszuschließen, dass kleine Kinder in das Wasser fallen. Gleichzeitig würde es wasserfreudigen Hunden eine weitere Möglichkeit zur Auslastung und Beschäftigung bieten. Damit die Hunde nicht über den Hundeauslauf hinaus schwimmen, könnte dieser durch eine Brücke und einen Zaun begrenzt werden (wie im Friedrichshain). Der Kinderspielplatz könnte im Bogen einen schattigen Platz mit Parkbänken für ältere Mitbürger umlaufen, die von hier aus Kinder und Hunde beobachten könnten. Außerdem wären Hunde, Kinder und der Bachlauf noch besser von Erwachsenen zu überblicken. Picknicktische und genügend Mülleimer, die auch regelmäßig geleert werden, könnten diesen Platz bereichern.

Denkbar wären auch einige "Lehrtafeln" am Rande des Hundeauslaufs, auf denen verschiedene Gesten und Verhaltensweisen der Hunde erklärt werden. Dies wäre gerade unter dem Aspekt des angrenzenden Kinderspielplatzes pädagogisch sinnvoll, da die Kinder ihr frisch erlangtes Wissen gleich in ihren Beobachtungen anwenden könnten. Dabei sollte aber auch ein Schild darauf hinweisen, dass Kinder bitte nur in Begleitung Erwachsener den Auslauf betreten sollten.
Die Einrichtung einer "Hundetoilette" mit kompostierbarem Einstreu (z.B. Sand, Stroh oder Sägespäne) wäre sinnvoll, um dem Entsorgungsproblem Abhilfe zu verschaffen.



3.7 Angebote für Kinder und Jugendliche

Stand: 16.11.2005 | 23:22
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Der Park sollte verschiedene Angebote für Kinder machen wie z. B. Rodelbahn, eine Skater- und BMX-Anlage, Spielplatzgeräte aus naturbelassenem Holz. Der Park sollte über ein Gebiet verfügen, in dem die Kinder mitbestimmen können, wie es gestaltet sein könnte. Auch an große Flächen für junge Pflastermaler, Himmel-und-Hölle spielen, Fußballspielen ohne den Rasen kaputtzumachen, Baskettball etc. sollte gedacht werden. Spielplätze sollten nicht in der Nähe von verkehrsreichen Straßen entstehen, um weniger Lärm und Autoabgase zu haben. Auch nicht direkt neben Liegewiesen, da es auch Inseln der Ruhe geben sollte.

Die Eigenart des Areals bietet bereits jetzt viele spannende Entdeckungen für Kinder. Holz zum Spielen, Bretter, Bohlen, dicke Stammteile und Bäume für Baumhäuser sowie Gebüsch zum Hüttenbauen ist alles schon vorhanden. Es entsteht gerade ein kleiner Abenteuerspielplatz auf dem Gleisdreieck, den die evangelische Kirchengemeinde initiiert hat. Der Zugang erfolgt über die Möckernstraße, ca. 30 Meter hinter dem Beachvolleyballfeld, in Richtung Landwehrkanal. Dieser Abenteuerspielplatz wäre erhaltenswert. Die vorhandenen Ruinen könnten in den Abenteuerspielplatz zum Entdecken integriert werden.

Die Gleisanlagen könnten für eine Bahn genutzt werden, die Kinder an verschiedenen Haltestellen betreten können. Um die sehr vielen Kinder aus der Umgebung anzusprechen, dürfen Playstation, game cube, x box und paintball nicht fehlen. Ein iPod shuffle for free - gesponsort von Apple - könnte man im Park kostenlos erhalten, um eine Audiotour zu hören. Es könnte Säulen geben (evtl. gleichzeitig als Lampen nutzbar), an denen man sich die Dateien der Audiotour durch den Park runterladen kann.

In den alten KFZ-Buden am U-Bhf Gleisdreieck sollten Kindern/Jugendlichen unter Anleitung Werkräume zum Tischlern, Malen, Metallbauen, Töpfern, Lehmbauen, GALA-Bau-&Pflege u.ä. geschaffen werden. Es sollte auch daran gedacht werden Jugendlichen ausgewiesene Graffitiräume zu geben. Warum nicht einen Wettbewerb initiieren, um die Brückenpfeiler der U-Bahnlinie zu gestalten?
Ein Café von und für Jugendliche sowie Musikübungsraum zum Lautsein sollten als Sozial- und Weiterbildungsprojekte entstehen. Ein Tunnel neben den Autohändlern an den Yorckbrücken wird teilweise von Sprayern genutzt. Vielleicht könnte man dies offiziell anbieten, sodass man eine Galerie hat, wo man in gewissen Abständen neue Kunstwerke bewundern kann.

Ein Lernpfad für alle Altersklassen könnte in den Park integriert werden. Er zeigt u.a., wie in die Natur, die sich nach und nach den Boden zurückholt, sinnvoll von Menschenhand eingegriffen wird. Der Lernpfad sollte unter Einbeziehung des Technischen Museums und anderer umweltpädagogischer Einrichtungen (Waldschulen, Naturkundemuseum) gestaltet werden.




4. Konkrete Projektideen

Stand: 13.11.2005 | 00:00
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PROJEKT "BESSERE INTEGRATION DES TECHNIKMUSEUMS"
Die bahntechnische Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft des Gleisdreiecks sollte mit dem Technikmuseum verbunden werden. Der direkte Nachbar des Gleisdreiecks, das Technikmuseum sollte sich mehr in den Park integrieren. Besucher sollten verleitet werden, den jeweils anderen Teil des Geländes zu erkunden. Zum Beispiel wäre für das Technikmuseum ein Ausflug zur Fernbahnstrecke eine Bereicherung der bestehenden Ausstellung. Außerdem währe auch eine Nutzung des alten Postbahnhofes als dringend erforderlichen Ersatz der eher unzureichenden Ausstellungshallen an der Monumentenbrücke vorstellbar.Im Postbahnhof kämen darüber hinaus die alten U- Bahnfahrzeuge, Straßenbahnen etc. viel besser zur Geltung, ein Gleisanschluß ist hier ohne weiteres wieder herstellbar.Auch dem Bahnhof selbst wäre damit im Sinne des Denkmalschutzes besser gedient, entspreche doch diese Nutzung am ehesten seiner ursprünglichen Bestimmung. Die vom Verkehrsmuseum für die Zukunft geplanten Erweiterungen berücksichtigen den Postbahnhof bisher nicht.Umgekehrt kann die Geschichte des Gleisdreiecks entweder in einer in den Park integrierte Freiluftausstellung des Museums oder in der laufenden Ausstellung des Museum dargestellt werden. Das Technikmuseum bewertet diese Anregung als sehr positiv und kann sich vorstellen, konkrete Vorschlägen zu entwickeln.

PROJEKT "SOLARCAFÈ"
Seit 10 Jahren sind wir im Park des Deutschen Technikmuseums mit einer Ausstellung zum Thema Solarenergie ehrenamtlich aktiv. Es ist mit der Museumsleitung seit einiger Zeit angedacht an der Grenze zum Park ein Niedrigstenergiegebäude (Typ Bio-Solar-Haus) als Solarcafe zu bauen. Damit wäre durch das Solarcafe hindurch auch ein Eingang zum Museum vom Park aus möglich. Standort wäre an der Holländer-Windmühle. Im Park könnten wir als Infopunkt für die Parkentwicklung, ab Frühjahr 2006 unser bisher im Museum betriebenes Solar Island System aufstellen. Das Solarcafe ist auch als Ort für Veranstaltungen gedacht. Themen wie Stadtentwicklung, Energie und gutes Essen im Sinne der Slow Food Idee werden auf dem Programm stehen.

PROJEKT "ANNÄHERUNG AN DIE NATUR"
Verwildertes Areal von mindestens 500m² gesucht, entdecken steht im Vordergrund, dazu das Beobachten von Pflanzen-Wachstum in einem Tippi- oder auch Jurten-Gewächshaus, das Zeigen von Dokumentarfilmen und Gesprächsrunden, als ständige Einrichtung von Klaus Hoeser, ggf. Gründung eines gemeinnützigen Vereins.


PROJEKT "ENTWICKLUNG EINES HOCHZEITGARTENS"
Die Idee des Hochzeitsgartens ist es, Menschen die Möglichkeit zu geben, zu feierlichen Anlässen wie Hochzeiten, Geburten, Geburtstagen, Jugendweihe etc. einen Baum zu pflanzen. Diese alte Tradition kann in einer Stadt häufig nicht umgesetzt werden, da die Beschenkten/ Interessenten über keine geeigneten Pflanzstandorte verfügen. Der BUND würde hierbei die Organisation von Baumpatenschaften und Pflanzungen von Bäumen in der Fläche zusammen mit den anderen Akteuren gewährleisten. So würde langfristig ein baumbestandener Park (Landschaftspark) entstehen. Da sich aufgrund von Neuanpflanzungen über einen mehrjährigen Zeitraum hin, ein abgestufter Gehölzbestand entwickeln wird, führt dies zudem zu einer stadtökologischen Aufwertung des Parks. Eine Nutzungsbeschränkung für die Bürger wird durch dieses Konzept nicht gegeben sein. Im Gegenteil, die Bürger, insbesondere die Paten, sollen sich mit "ihrem" Baum identifizieren, ihn besuchen können und dadurch langfristig eine Bindung und Aktivierung der Bürger an ihren Park erreicht werden.

PROJEKT "AKADEMIE DER KONTINENTE"
Auf einem ruhigeren Areal des Geländes (Richtung Flaschenhals) ensteht eine interkontinentale Akademie im platonischen Sinne. Ein sogenannter interkultureller Garten umfriedet ein lichtes Birkenwäldchen. Darin eingestreut sechs kleine Erdhügelhäuser (Ateliers), für jeden der Kontinente eines. Nach internationaler Ausschreibung sollen die architektonisch avantgardistischsten, ökologisch ausgeklügelsten Entwürfe zur Umsetzung kommen. Wohnen und an einem gemeinsamen Projekt arbeiten werden dort jeweils für ein Jahr sechs Künstlerinnen + Künstler (=aller Sparten)und Philosophinnen + Philosophen, die sich aufgrund von Wettbewerben auf ihrem jeweiligen Kontinent durchsetzen. Wenigstens ein Mal pro Vierteljahr stehen die Ateliers Neugierigen offen. Kommunikationssprache ist Deutsch. Am Ende des Projektjahres findet ein "Fest der Kontinente" im neuen Park statt, bei dem die Ergebnisse des Projektes präsentiert und zur Diskussion gestellt werden.Das Thema für das gemeinschaftlich zu bearbeitende Projekt geht von Berlin aus und wird hier jährlich neu formuliert unter Beteiligung der Berliner Bügerinnen und Bürger. Die Berliner Zeitungen fordern jeweils dazu auf, Ideen dazu einzureichen. Es soll um die großen Themen gehen: Frieden, Freiheit, Solidarität.

PROJEKT "JUGENDSTATION"
Vielleicht wäre ja eine "Jugendstation" gut, die mit den Kindern zusammen Ideen und Projekte entwickelt und umsetzt. Dort könnte es auch auch einen Verleih für Rollerblades, Tischtenniskellen und sonstiges Sportgrät machen. Außerdem könnte diese Einrichtung Angebote machen, wie z. B. Lagerfeuerabende, Skaterkurs, Kinderzirkus, Spielen mit Hunden usw.

PROJEKT "OFFENER VERSAMMLUNGSORT - GEMEINSCHAFTSBILDENER ORT"
Ein grosser rund gepflasterter Platz mit gerundeten Holzbänken ringsherum zum Verweilen, für offene Treffen, Diskussions- und Aktionstreffen. Wichtig sind Orte in der Stadt, an denen Menschen informell und zentral zusammenkommen können. Ein inhaltlich frei zu gestaltender Ort/ Treffpunkt, an dem Diskussionen stattfinden, Aktionen aller Art vorbereitet werden können, Musik, Tanz, o.ä. im Kreis (Rondell)stattfinden kann. Ein Ort, an dem man/frau sich schweigend oder singend oder ein thema verbalisierend ("speakers corner") niederlassen oder aufstellen kann. An allen Eingängen zum Park könnten Hinweistafeln sein, an denen man spontane oder geplante Aktionen kundtun kann. In der Mitte des gepflasterten Kreises - möglichst mit alten Steinen oder Bruchstücken eine Vertiefung, in der sich Regenwasser sammeln kann oder ein lagerfeuer entzündet werden kann. Am feuer sitzen und Geschichten erzählen, tanzen und singen als kulturelle praxis, die wir nicht mehr beherrschen oder die in vergessenheit geraten ist.

PROJEKT GÄRTEN IM PARK
Im Park könnten verschiedene "Gärten" angelegt werden, die eine Art Nischencharakter entfalten, d.h. sie müssen eine Art Abgeschlossenheit implementieren. Als Vorbild könnte die Inzenierung www.woistdergarten.de dienen, die vier Stadtbrachen in Berlin-Mitte aus der Substanz der Orte, aus deren jeweiligen Qualität oder Originalität entwickelt hat.

KONKRETE AKTIONEN
Es wäre schön, wenn die Müllaktion der Hundehalter (auf Honorarbasis) wiederholt würde, denn es ist doch einiges vor allem von den Brücken und über Zäune geschmissen worden.


5. Vorschläge zur Mitfinanzierung

Stand: 16.11.2005 | 23:18
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Zur Finanzierung schlage ich vor, dass der Senat von Berlin die Infrastruktur finanziert, dafür sich aber aus der restlichen Finanzierung komplett zurückziehen kann. Bei diesem Vorschlag wird übersehen, dass die Infrastruktur - gemeint sind hier wohl Wege und Eingangstore, Entwässerung, Brückenbau, Lampen usw - den Löwenanteil der Kosten darstellen, die Pflanzen je nach landschaftsarchitektonischem Gestaltkonzept aber sehr gering ausfallen können bis "mäßig hoch" sind.

Die laufende Finanzierung sollte durch Eintrittsgelder nach Vorbild des Britzer Gartens erfolgen. Menschen, die den Park oft nutzen, können sich eine Saisonkarte kaufen. Dies würde auch vielen Menschen Arbeit bringen. Die ALG-II und Sozialhilfe-Sätze sowie die Renten werden entsprechend erhöht. Schließlich soll jeder jederzeit den Park besuchen können.

Für die gesamte Gestaltung und Bepflanzung des Parks sollten die umliegenden Hausbesitzer (als Profiteure durch gesteigerten Immobilienwert) mit einer Zwangsabgabe belegt werden. Sie sollten auch die Parkmeister/Parkmeisterinnen als Portiers / Portières einstellen, wenn sie ein "Parktor-Haus" besitzen, also ein Haus unmittelbar neben dem Park. Auf welcher Rechtsgrundlage diese beiden Vorschläge aber geschehen soll, ist unklar.

Vielleicht koennte man einen Biergarten oder etwas kommerzielles dort eroeffnen und an den laufenden Unterhaltkosten beteiligen.

Die 24 Mio.€ Ausgleichsgelder sollten allerdings zunächst für die Brückenverbindung zwischen Horn- und Bülowstraße verwendet werden. Falls die Kosten dieser Brücke den Rahmen der Ausgleichsgelder sprengen, müßte sie durch eine gesonderte Finanzierung zu realisieren sein, weil diese Grün-Verbindung für Fahrradfahrer, Skater und Läufer unbedingt erforderlich ist.

Für die Pflege der neuen Parklandschaft sollte die Parkgenossenschaft Gleisdreieck oder eine Stiftung aufkommen, die - mit Spenden bzw. Stiftungsgeldern ausgestattet - die Verantwortung für eine nutzerfreundliche Unterhaltung des Parks übernimmt. Bürgeschaftliches Engagement z.B. durch die AG Gleisdreieck mindern den Finanzierungsbedarf bei der Pflege des Parks.

Unternehmen wie BVG und Vivico, Siemens, Mercedes, Samsung, Sanofi etc. könnten in eine Stiftung Geld einbringen, die dann die Anwohner-Park-Genossenschaft mit der Pflege beauftragt und angemessen bezahlt. Dabei sollen möglichst viele Anwohner neue Arbeit finden. Es darf und soll aber auch ehrenamtliche Arbeit geleistet werden. Für den Spielplatz oder auch die Skateranlage die Pflege- und auch Instandhaltungskosten durch eine Art Schirmherschaft einzelner Firmen übernommen werden können. Bei entsprechend genehmigter Werbung für diese Firmen ist das vorstellbar.

Zur Stärkung der Bürgerbindung an "ihren" Park, sollte es möglich sein, verschiedenste Patenschaften z. B. für Skulpturen, Mobiliar, Spielgeräte, Sportzubehör, Bäume und andere Pflanzen (etwa Lotus/Seerosen für den Teich etc.)zu übernehmen. Der Pate (könnte natürlich auch ein Verein oder eine andere Gruppe sein)wird an entsprechender Stelle auf auf einem kleinen wetter- und UV-Licht-resistentem Schildchen vermerkt.

Es sollten zukünftige Entwicklungen SCHON JETZT in die Planung integriert werden (Trasse der S 21 und Verl. des Tiergartentunnels zum Kreuz Sch'berg), anstatt später den Park mit erneuten Geldaufwand wieder umzubauen




6. Ausblick

Stand: 13.11.2005 | 00:06
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Es sind nicht nur viele gute Ideen zusammengekommen, sondern auch wertvolle Leitgedanken formuliert worden. Die Zielsetzung wurde heraugearbeitet. Nun sind die Landschaftsarchitekten gefragt diese umzusetzen.

Engagierte Bürgerbeteiligung soll weiter das Wettbewerbverfahren begleiten und nicht am 12. 11.2005 enden. Bürgerschaftliches Engagement sollte im gesamten Verlauf des Wettbewerbsverfahrens durch Schaffung von Anlässen und Durchlässigkeit des Verfahrens eher noch verstärkt werden. Es wäre schade, wenn die zahlreichen konstruktiven Überlegungen der Beteiligten sang- und klanglos in den Katakomben der Bürokraten verschwinden würden. Deshalb interessiert mich dringend, welche Gewichtung eigentlich der Bürgerumfrage und der Discoursemaschine, kurz dem Bürgerdialog, beigemessen wird.

Bestehendes bürgerschaftlichen Interesse und Engagement für dieses Gelände sollte weiterhin genutzt werden. Die dringend erfoderliche Bürgerbeteiligung wird nicht funktionieren, wenn man bestimmte Nutzergruppen diskriminiert.
Die Planungen sollten mit Weitblick so gelenkt werden, dass nicht nur eine einfache Grünanlage entsteht, sondern ein vielschichtig nutzbarer "Bürgerpark", der seine Attraktivität dauerhaft erhalten kann.

Liebe Landschftsarchitekten, fordert uns - aber seid nicht zu anspruchsvoll. Gestaltet uns einen Raum in dem wir gestalten können.