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2. Absatz des Ergebnisartikels

2. Ziel der Parkgestaltung

Ziel der Parkgestaltung ist es, einen Park aus der Historie des Ortes zu entwickeln, wobei die historischen Referenzen aufgegriffen werden und in ein neues Nutzungskonzept eingegliedert werden sollen. Die vorhandene Vielfalt aus Überresten alter Bahnanlagen, großen verwilderten Flächen, Schrebergärten und pflanzlicher sowie tierischer Vielfalt sollte erhalten bleiben und in den neuen Kontext, den eines bürgerfreundlichen Parks, eingepasst werden.

Mit dem Park soll eine grüne Oase inmitten der dichten Bebauung der Großstadt entstehen. Die Gestaltung muß so naturnah wie möglich erfolgen, damit bereits Vorhandenes erhalten bleibt. Es erfordert Mut und Kreativität unkontrollierten Entwicklungen vor Ort Raum zu geben. Aber genau da liegt die Chance den besonderen Reiz des Geländes zu erhalten, zu interpretieren und neu umzusetzen. Ein vielseitiger Park mit offenen Flächen und weitem Blick und zurückgezogenen Ruheräumen z. B. eine Mischung aus Britzer Garten und Priesterweg wird vorgeschlagen. Die Chance, dass die Natur über die Jahre den Park automatisch gestaltet und ihm Charme und Charakter verleiht, sollte vor teueren und modernen Design und einer daraus resultierenden teueren Parkpflege Vorrang haben. Der Park könnte als Zeitdokument "gestaltet" (eher: nicht gestaltet) werden, wie sich Stadtlandschaften im Laufe der Zeit verändern. Zuerst industrielle bzw. verkehrstechnische Nutzung, dann Rückeroberung der Brache durch die Natur, Zwischennutzung als Logistikzentrum für den Bau des Potsdamer Platzes und nun eine neue Nutzung: Bürgerpark im Umfeld von Bahntrassen.

Durch die Anbindung des zu schaffenden Parks an die bereits Vorhandenen (Tiergarten, Viktoriapark, Priesterweg etc.) soll eine neuartige Durchwegung der Stadt für Nicht-Automobilisten ermöglicht werden. Eine Flächenfreihaltung für eine weitere Zerschneidung des Parks durch eine Autobahn (Westtangente) zum Tiergartentunnel soll ausgeschlossen bleiben.

Der Park sollte weitgehend barrierefrei und kinderfreundlich gestaltet werden. Das bedeutet Lösungsbeispiele darzustellen für Wege, Zugänge, Brücken, Spielplätze, Toiletten usw.

Aufgrund der Größe des Parks sollte eine möglichst breite Nutzungsvielfalt für alle Bevölkerungsgruppen vorgesehen werden. Bürgerschaftliches Engagement, das sich an den Bedürfnissen der Anwohner orientiert, kann ein Mittel zur Gestaltung und Pflege des Parks sein.


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Von: Moderation (dr)

01.11.2005 | 18:39
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