Städtebau  
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Begrenzt-offener landschaftsplanerischer Realisierungswettbewerb
"Zwei Parks auf dem Friedrichswerder"

Ergebnis: Ankauf


3. Ankauf:
2.000,- Euro
  Atelier Loidl, Bernd Joosten, Lorenz Kehl, Berlin

Mitarbeiter/in: Leonard Grosch, Eva Mühlbauer, Andreas Lipp, Sonja Neumann


Beurteilung durch das Preisgericht:
Die Arbeit besticht durch ihre Symmetrie und Klarheit. Ihr gelingt es mit wenigen, sich deutlich aufeinander beziehenden und gut strukturierten Elementen die Stadtstruktur zu interpretieren.
Der Platzierung des Spindlerbrunnens im Süden steht folgerichtig eine rundes, vielfältig nutzbares Sitzelement im Norden gegenüber. Das Entree, im Norden als Platz aufgeweitet, bildet eine logische Möglichkeit, die geforderten Nutzungen einzubeziehen, wird aber als zu groß dimensioniert angesehen. Die mit Grauwacke eingefasste Rasenfläche erlaubt u.a. Sitzen und Liegen, die Durchquerungen sind sinnfällig eingeordnet. Die geringe Aufkippung der Rasenflächen erhöht die Nutzungsmöglichkeiten.
Die Baumreihen als wichtige Elemente sollten im Norden nicht den Townhouses zugeordnet werden; im Süden gliedern sie den Raum jedoch überzeugend.
Im südlichen Bereich wird die Stellplatzfläche klar getrennt, sie wird nicht kaschiert, sondern fügt sich in eine einheitlich gepflasterte Multifunktionsfläche entlang der Kurstraße ein. Hier wird bezweifelt, ob die Fläche tatsächlich angenommen wird, und ob diese konsequente Ausgrenzung nicht die Gefahr eines leblosen Raums birgt.
Die Abgrenzung der Spielfläche wird positiv gesehen; visueller Kontakt zu den benachbarten Rasenflächen ist dennoch möglich. Die Nutzungen in diesem Bereich sind gut proportioniert und richtig angeordnet. Dem formal konsequenten Ansatz geschuldet erscheint der Tartanbelag für den gesamten Spielbereich, funktional ist er jedoch nicht in diesem Umfang erforderlich.
Gut proportioniert, dem Spindlerbrunnen ausreichend Raum gebend, ist der Ort im Süden als Abschluss des Parks ein gelungenes Element. Die Sitzmöglichkeiten an den Hecken bieten Schutz und gleichzeitig Ausblick.
Überstrapaziert ist die Topographie der aufgeklappten Rasenflächen bis zu einer Höhe von 2 m. Die Rasenskulptur trennt die Fläche in zwei Bereiche, sie erschwert die Zugänglichkeit, wirkt als Barriere und ist auch nicht funktional begründet. Diese Geste wird dem gegebenen Raum nicht gerecht und schränkt die Nutzbarkeit ein.
Die an sich positiv zu bewertende Grundstruktur der Arbeit verliert erheblich durch die nicht nachvollziehbare Höhenentwicklung im südlichen Park.
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