Städtebau  
 

Offener Realisierungswettbewerb Jacob und Wilhelm Grimm-Zentrum
- Zentrale Universitätsbibliothek und Computer- und Medienservice
der Humboldt-Universität zu Berlin

Ergebnis


3. Ankauf:
8.500,- Euro
  Florian Zierer & Christoph Tyrra, Berlin

Mitarbeiter/innen:
Kate Lemmen Dipl.Ing.

Sonderfachleute:
Andreas Rauth, Fernando Gonzalez

Beurteilung durch das Preisgericht:
Die Bibliothek präsentiert sich als kompaktes, städtisches Haus. Einerseits wirkt es massiv und verschlossen, andererseits ist es zitatenreich verspielt und betört durch seine poetischen Elemente. Die Bibliothek setzt sich aus vier Hauseinheiten zusammen, die sowohl im Inneren als auch in der Fassade ablesbar sind. Hierin liegt die besondere Qualität der Arbeit.
Jede Hauseinheit hat ihrer Funktion entsprechend einen spezifischen Charakter, der jeweils eine besondere Konstruktion, Erschließung und Raumproportion zu Grunde liegt: besonders dicke Stützen im Magazin, kannelierte Säulen in der Leihstelle, Galerien und Rampen im hohen Lesesaal, filigrane Stützenreihen im historischen Lesesaal. Arbeitsplätze werden so spezifisch formuliert, dass sie sogar nach Außen einen Abdruck hinterlassen. Der helle Backstein mit eingelagerten Natursteinen verbildlicht das Lagern, die Anspielung auf den Faktor Zeit scheint etwas weit hergeholt.
Liebevolle Details und Perfektion in der Darstellung erzeugen eine atmosphärische Dichte und sprechen für eine hochwertige Architektur.
Funktional ist die Unterbringung der Leihstelle im 2. OG problematisch, ebenso das Nebeneinander von Leihstelle, Lesesaal und Lehrbuchsammlung, die Geschosshöhen von teilweise 2,85 m zu niedrig, Der Entwurf ist handwerklich sehr gekonnt, wirkt eigenwillig und geheimnisvoll, andererseits scheint er einer romantischen Idee nachzugehen, die die heutige Realität und Anforderung auszublenden versucht.
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Modell

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Grundriss EG

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Perspektive

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Schnitt