Städtebau  
 

Offener Realisierungswettbewerb Jacob und Wilhelm Grimm-Zentrum
- Zentrale Universitätsbibliothek und Computer- und Medienservice
der Humboldt-Universität zu Berlin

Ergebnis


2. Ankauf:
8.500,- Euro
  Hufnagel Pütz Rafaelian Architekten, Berlin

Mitarbeiter/innen:
Laurent Delamadeleine

Beurteilung durch das Preisgericht:
Der Entwurf fasziniert durch seine Verortung im städtebaulichen Kontext und den stadträumlichen Qualitäten, die durch das Zurücksetzten der Hauptfassade längs des Bahnviadukts sowie durch das Überkragen des hier geschaffenen öffentlichen Raums mit einem monumentalen Dach erreicht wird.
Die von den Verfassern angestrebte zeichenhafte Autonomie des Bibliothekgebäudes wird durch die formale Strenge und Reduktion der Gestaltungsmittel bei der Fassade unterstrichen.
Als sehr problematisch wird die Erschliessung, insbesondere die Eingangshalle in ihrer Dimension, Proportion und Funktionalität, gesehen. Die großzügige städtebauliche Geste findet hier keine angemessene Fortsetzung, ist zu schmal, hier angelagerte Funktionen wie Café, Infoterminal, Zeitungslesebereich und Auskunft verstellen den bei weitem zu schmalen Erschließungsbereich zusätzlich. Ebenso kritisch wird die Anordnung des PC-Pools im Erdgeschoss bewertet, da die Erschließung hier zwangsläufig zunächst über die Zugangskontrolle im 1. Obergeschoss erfolgen muss. Da der PC-Pool im gesicherten Bereich liegen soll, wäre hier für die vorgeschlagene ebenerdige Erschliessung eine zweite Buchsicherungsanlage nötig, was nicht gewünscht wird.
Der introvertierte Lesesaal wird positiv gesehen, obwohl die hier dargestellte Einbeziehung der vorhandenen Brandwand in die Innenarchitektur so nicht realisierbar sein wird. Die Anordnung der Arbeitskabinen und der Gruppenarbeitsräume ohne Tageslichtbezug ist problematisch.
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Modell

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Lageplan

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Grundriss EG

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Perspektive