Städtebau  
 

Eingeladener landschaftsplanerischer Realisierungswettbewerb
"Spreeufer / Arena am Ostbahnhof", Berlin Friedrichshain-Kreuzberg

Auslobung


Anlass und Ziel:

Der Spreeraum im Bereich Friedrichshain-Kreuzberg ist einer der wichtigsten Entwicklungsräume der Stadt Berlin, er verfügt über große Potenziale und Chancen. Aufgrund seiner attraktiven innerstädtischen Lage an der Spree, seiner Nähe zur historischen Mitte und seiner sehr guten Anbindung an den öffentlichen Fern- und Nahverkehr weist er hohe Lagegunst auf.

Bisher ist die Spree in diesem heterogenen Stadtraum nur unzureichend erlebbar. Dies zu verändern, die Stadt zum Wasser “umzudrehen", war Leitbild für alle Planungen, die in diesem ehemaligen Grenzbereich seit der Wende stattgefunden haben. Ein weiteres wichtiges Anliegen war es, die tatsächlichen und visuellen Verbindungen zwischen den beiden Spreeseiten, zwischen den früher getrennten Ortsteilen Friedrichshain und Kreuzberg, zu verbessern.

Auf Friedrichshainer Seite ist ein Erleben der öffentlichen Räume und des Wassers, die Wahrnehmung von Stadtkanten oder die für eine Orientierung wichtige Wahrnehmung von Sichtbeziehungen bisher kaum möglich. Die nördlich des Straßenzuges Holzmarktstraße / Mühlenstraße / Stralauer Allee liegenden Wohngebiete haben zur Zeit keinerlei Bezug zur Spree. Neue funktionale Beziehungen und stadträumliche Vernetzungen der Stadtteile über die Bahnflächen mit der Spree sind zur Verbesserung der Wohnsituation in diesen Bereichen erforderlich. Auch die Ausstattung mit öffentlichen Grünflächen ist zur Zeit unzureichend.

Im Einzugsbereich des Ostbahnhofs wurden auf der Basis mehrerer Rahmenpläne, des Planwerks Innenstadt sowie des Leitbilds Spreeraum im Verlauf der letzten 10 Jahre mehrere Einzelvorhaben entwickelt und realisiert.

Auf dem Gelände des Ostgüterbahnhofs plant die Anschutz Entertainment Group (AEG) die Arena am Ostbahnhof, eine multifunktionale Halle mit ca. 16.000 Plätzen, die das Zentrum eines zukünftigen Stadtquartiers mit kerngebietstypischer Nutzung bilden wird. Das städtebauliche Konzept für dieses Areal wurde in einem Gutachterverfahren ermittelt und anschließend weiterentwickelt.

Im Wettbewerbsgebiet, entlang der East Side Gallery, ist entlang der Spree ein Uferpark vorgesehen. Der geplante Freiraum steht im Spannungsfeld zwischen dem künstlerisch transformierten Mauerdenkmal sowie seinen Anforderungen an ein angemessenes Umfeld und den Wünschen, die sich an einen Uferpark richten, der wahrscheinlich erheblich frequentiert werden wird. Es werden Entwürfe erwartet, die beiden Polen gerecht werden.

In Verlängerung des Platzes vor der Arena soll ein besonderer Bereich am Wasser angelegt werden. Dafür ist die teilweise Öffnung der Mauer erforderlich. Für den angemessenen Umgang mit entnommenen Mauerscheiben sind Vorschläge zu machen, die dem künstlerischen Charakter dieses besonderen Mauerdenkmals gerecht werden. Im Park soll Gestaltqualität vor allem durch klare räumliche Strukturen erreicht werden. Der Kostenrahmen ist einzuhalten. Geringe Folgekosten für Pflege und Unterhaltung sind besonders wichtig.

Mit diesem Uferabschnitt wird ein weiterer Schritt zur Verwirklichung einer durchgängigen Ufergestaltung im Bereich der Innenstadt getan. Deswegen ist die Anbindung der Uferpromenade an die benachbarten Abschnitte, funktional und gestalterisch, von hoher Bedeutung. Insgesamt soll für das neue Quartier eine urbane, attraktive Parkanlage von hoher Aufenthaltsqualität entstehen, die der Geschichte des Ortes Rechnung trägt.


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