Städtebau  
 

Eingeladener landschaftsplanerischer Realisierungswettbewerb
"Spreeufer / Arena am Ostbahnhof", Berlin Friedrichshain-Kreuzberg

Ergebnis


1. Preis:
9.000,- Euro
  Häfner/Jimènez (Landschaftsarchitekten), Berlin
www.haefner-jimenez.de


Mitarbeiter/innen:
Anke Hunrath, Jens Betcke, Thomas Jarosch, Winfried Häfner

Beurteilung durch das Preisgericht:
Der Entwurf stellt eine ausdrucksstarke städtische Lösung in unaufdringlicher Weise dar. Es entsteht ein nachvollziehbare Korrespondenz mit dem geplanten Quartier um die Arena. Dabei ist es den Verfassern gelungen, einen Raum entlang der Spree zu schaffen, der auch bei nachlassendem Interesse an dem Mauerdenkmal seine Funktion und Attraktivität behält. Der zwischen Mauer und Wasser entstehende zusammenhängende städtische Raum formuliert klar getrennte Funktionsbereiche heraus. Entlang der Mauer lässt der ehemalige Kolonnenweg für Radfahrer und Skater, mit beidseitigem Rasenschotterstreifen, einen großzügigen Blick auf die Mauer zu. Direkt am Wasser entsteht eine Uferpromenade zum ungestörten Flanieren und Verweilen. Die Mauer wird im Miteinander zwischen Spreeufer und zukünftiger Bebauung als Kunstwerk und Denkmal inszeniert und dabei in ihrer Bedeutung auch zukünftig nicht in Frage gestellt. Die gefassten Rasenflächen sind schlicht gehalten und lassen vielfältige Arten von Nutzungen zu. Der zentrale Anlegeplatz gegenüber der Arena stellt in seiner großzügigen Gestaltung eine angemessene Verlängerung des Arenavorplatzes dar und integriert in selbstverständlicher Funktion Ticketverkauf sowie weitere zukünftige Nutzungen.

Die Position der barrierefreien Zugangsrampen sind in ihrer Entfernung zum Schiffsanlegeplatz nicht optimal. Der gesamte geschützte Baumbestand wird entfernt, die geplanten neuen Standorte der Bäume sind wegen ihrer Nähe zum Wasser kritisch zu überprüfen und sollten einen größeren Abstand zum Ufer erhalten.

Insgesamt werden die städtisch ausgeprägten Rasenflächen eine sorgfältige Pflege erfordern. Die am jeweiligen Ende des Realisierungsbereichs befindlichen Anschlüsse sind zu schwach ausformuliert. Der Umgang mit der East Side Gallery wird dem Denkmal insoweit nicht gerecht, als das zur Herstellung der Öffnung zur Arena herausgenommenen Mauersegment mit dem Bild von Schljachow zerschreddert und in den Wegbelag eingebaut werden soll. Das Preisgericht empfiehlt die Erhaltung der Segmente für eine Restaurierung / Neufassung des Bildes und erwartet in der Überarbeitung einen Vorschlag zur Aufstellung.
Der Entwurf stellt insgesamt eine städtebaulich und in ihrer detaillierten Durcharbeitung sehr überzeugende Arbeit dar.
1. Preis
Lageplan

1. Preis
Perspektive

1. Preis
Perspektive

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Perspektive

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Schnitt

1. Preis
Schnitt