Städtebau  
 

Begrenzt-offener landschaftsplanerischer und städtebaulicher
Ideenwettbewerb "Nöldnerplatz", Berlin Lichtenberg

Auslobung


Anlass und Ziel:

Der Nöldnerplatz befindet sich im östlichen Teil Berlins, etwa sechs Kilometer vom Alexanderplatz entfernt, im Stadtbezirk Lichtenberg. Außerhalb des inneren S-Bahnringes gelegen, gehört er bereits zum Übergangsbereich zwischen Innenstadt und Stadtrand. Gleichzeitig bildet der Platz den südlichen Auftakt in das Wohngebiet um die Weitlingstraße. Am Nöldnerplatz treffen die Schlichtallee und Nöldnerstraße sowie Fischerstraße und Lückstraße zusammen. Zwischen den beiden überörtlichen Ost-West-Verbindungen Frankfurter Allee im Norden und Adlergestell im Süden stellen Lückstraße und Schlichtallee die derzeit einzige Verkehrsverbindung für die Bewohner des Weitlingkiezes und der weiter östlich gelegenen Neubaugebiete in die Innenstadt dar. Entsprechend hoch ist daher das Verkehrsaufkommen am Nöldnerplatz.

In seiner derzeitigen Form ist der Nöldnerplatz räumlich nur schwer erfahrbar. Die Bebauung an Lück- und Fischerstraße ist lückenhaft, im Westen endet der Platz ohne gestalterischen Abschluss an der S-Bahntrasse, so dass die Platzränder kaum wahrnehmbar sind. Ein wichtiges städtebauliches Ensemble ist das Schulgebäude von Max Taut, dessen halbkreisförmige Bautenkonfiguration zwischen Schlichtallee und Fischerstraße auf den Platz weist. Durch die Weite des Platzes tritt der dreigeschossige rote Klinkerbau in seiner Erscheinung jedoch zurück.

Der Nöldnerplatz liegt zum Teil im 1994 festgesetzten Sanierungsgebiet Weitlingstraße sowie in Gänze in den Programmgebieten Urban II und Stadtumbau Ost. In allen drei Programmen ist die Erneuerung des Nöldnerplatzes als ein zentrales Ziel formuliert. Die Lage in den Förderkulissen bietet die Chance für eine Neugestaltung des Nöldnerplatzes, wie auch die Aula der Max-Taut- Schule anteilig mit Mitteln aus dem Urban II-Programm wieder aufgebaut werden soll. Die vielschichtige Bedeutung des Platzes als Verbindungsglied zwischen den Wohnquartieren Kaskelkiez und Weitlingkiez, als Bahnhofsvorplatz und Vorplatz der Aula und Verkehrsknotenpunkt machen den Entwurf zu einer anspruchsvollen Aufgabe. Daher soll mittels eines Wettbewerbsverfahrens das Ideenspektrum ausgelotet und eine qualitätvolle gestalterische Lösung für den Ort entwickelt werden.

Aufgrund der komplexen Entwurfsaufgabe und der Bedeutung des Platzes für die angrenzende Architektur sowie der bestehenden Verkehrsproblematik werden die Teilnehmer zur Bildung einer interdisziplinären Arbeitsgemeinschaft aus Landschaftsarchitekten und Architekten/Stadtplanern mit Schwerpunkt Städtebau verpflichtet, und es wird eine unterstützende Beratung durch einen Verkehrsplaner empfohlen. Die Umgestaltung des Nöldnerplatzes soll entsprechend den einzelnen Segmenten in drei Bauabschnitten erfolgen. Im Rahmen des Wettbewerbes ist der erste Bauabschnitt, das nördliche Platzsegment, vertiefend zu bearbeiten.

Da in diesem Verfahren besonderer Wert auf die Bürgerbeteiligung gelegt wird, ist beabsichtigt, die Wettbewerbsbeiträge auszustellen und in einer öffentlichen Veranstaltung mit Anwohnern zu diskutieren, bevor das Preisgericht seine endgültige Entscheidung trifft. Ziel dieser frühzeitigen Bürgerbeteiligung ist die Sicherung einer breiten Akzeptanz der Wettbewerbsergebnisse.


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Aufsicht Nöldnerplatz

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Lageplan Nöldnerplatz