Städtebau  
 

Begrenzt-offener freiraumplanerischer Ideen- und
Realisierungswettbewerb "Alexanderplatz", Berlin-Mitte

Auslobung


Anlass und Ziel:

Gegenstand des Wettbewerbs ist die Neugestaltung der Platzfläche des Alexanderplatzes im östlichen Zentrum Berlins. Dieses Vorhaben ist Bestandteil der geplanten städtebaulichen Neuordnung des Alexanderplatz-Areals, die sich auf Grundlage des Konzepts von Kollhoff/Timmermann, den Gewinnern des vorausgegangenen städtebaulichen Wettbewerbs, in mehreren Zeitetappen vollziehen wird. Das städtebauliche Konzept sieht eine Einfassung des Platzes mit einer Blockstruktur vor, die sich am Maßstab des Alexander- und Berolinahauses von Peter Behrens orientiert. Darüber hinaus werden zehn Hochhäuser von 150 m Höhe dem Alexanderplatz künftig einen neuen Rahmen geben.

Das Nutzungskonzept für das Potential von insgesamt ca. 815.000 m² Geschossfläche zielt auf eine vielfältige Mischung aus Einzelhandel, Gastronomie, kulturellen Einrichtungen, Hotels, Dienstleistungen, Büros und Wohnungen. Der Alexanderplatz ist eine „1A-Lage“ im Zentrengefüge Berlins und einer der wichtigsten Knoten des öffentlichen Verkehrssystems.

Für den Kernbereich um den Alexanderplatz liegt seit April 2000 ein rechtsgültiger Bebauungsplan vor. Darüber hinaus haben sich im Mai 2002 vier Investoren über städtebauliche Verträge verpflichtet, von 2006 bis 2013 die Blöcke und Turmhochhäuser im engeren Umfeld des Platzes fertig zu stellen. Für den Alexanderplatz eröffnet die Verwirklichung des städtebaulichen Konzeptes die Chance einer deutlichen Verbesserung gegenüber der heutigen Situation. Der Platz wird durch die Umbauung räumlich gefasst, in seinen Dimensionen erfahrbar und kann durch die Abschirmung vom Straßenverkehr eine ganz neue Aufenthaltsqualität gewinnen. Zugleich wird der Platz, der ursprünglich weitgehend nur über ein weitverzweigtes System von Fußgängertunnels zu erreichen war, wieder in das städtische Netz der öffentlichen Räume integriert.

Dem öffentlichen Raum kommt in der modernen heterogenen Stadtgesellschaft eine herausragende Bedeutung zu. Berlin legt daher einen besonderen Schwerpunkt darauf, die öffentlichen Räume als integrative Orte so zu qualifizieren, dass sie ihrer Aufgabe gerecht werden können, den Zusammenhalt der Stadtgesellschaft zu ermöglichen. Dies gilt in besonderer Weise für öffentliche Räume von gesamtstädtischer Bedeutung wie dem Alexanderplatz. Folgende Initiativen sollen dazu beitragen, dass die Freiraumplanung des Alexanderplatzes diesem Anspruch gerecht wird:
-Vor dem Wettbewerb wurde den Bürgern in moderierten Internetforen die Gelegenheit gegeben, über den Alexanderplatz zu diskutieren und Vorschläge für die Gestaltung zu entwickeln.
-Der vorliegende Wettbewerb ist als Pilotprojekt zum Gender Mainstreaming ausgewiesen, dessen Ziel, die Gleichstellung der Geschlechter in ihrer sozialen Rolle zu erreichen, im gesamten Verfahrungsprozess zu reflektieren ist.
-Einen weiteren Schwerpunkt soll die Auseinandersetzung mit den Interessen von Kindern und Jugendlichen bilden.

Mit dem Wettbewerb soll eine überzeugende Entwurfslösung für die Platzgestaltung gefunden werden, die der herausragenden Bedeutung des Ortes gerecht wird und einen unverwechselbaren und attraktiven Treffpunkt für alle Berliner und Gäste der Stadt schafft. Für die Neugestaltung der ca. 2,6 ha großen Platzfläche (Realisierungsteil) stehen Mittel in Höhe von 9,89 Mio Euro zur Verfügung. Entsprechend der schrittweisen Realisierung der Gebäude muss auch der Umbau des Platzes in Teilabschnitten möglich sein.


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Städtebauliches Konzept
Städtebauliches Konzept Alexanderplatz