Städtebau  
 

Begrenzt-offener freiraumplanerischer Ideen- und
Realisierungswettbewerb "Alexanderplatz", Berlin-Mitte

Ergebnis


Preisgruppe:
18.000,- Euro
  Häfner/Jimenez, Berlin
Winfried Häfner


Mitarbeiter/innen:
Jens Betcke, Carlos Miquel Zurita, Christina Kautz, Thomas Jarosch
Sonderfachleute:
Edgar Schlaefle (Lichtdesign)

Beurteilung durch das Preisgericht:
Die Wettbewerbsarbeit leistet einen möglichen Beitrag zur Identitätsbildung des neuen Alexanderplatzes. Er erreicht dies durch die Entwicklung einer Geometrie, die sich einerseits an die historisch beabsichtigte Platzgestaltung (Wagner/Behrens) anlehnt und andererseits die Ausrichtung der ehemaligen Königsstraße in die neue Platzgestaltung einbindet.

Leider wirkt dieses Erscheinungsbild durch übertriebene Historisierung etwas zweideutig. Es mangelt dem Entwurf deshalb an einer Unverwechselbarkeit seiner neu zu schaffenden Identität.

Durch die ruhige Gliederung der Pflasterflächen im städtischen Raum erreicht die Arbeit eine hohe Qualität der Verflechtung mit den benachbarten Straßen und Freiräumen.
Die Wegeführung und Orientierung ist sehr übersichtlich. Beides wird durch wenige, gezielt eingesetzte Mittel erreicht.

Die subtile Zonierung unterstützt eine angemessene Nutzung der Gebäude und ihrer Vorflächen sowie eine ausgewogene Funktionalität der zentralen Platzfläche. Dennoch erscheint die Materialwahl einer sehr kleinteiligen Pflasterung weniger geeignet für Ausübung spontaner Aktivitäten. Ebenso bietet die Gesamtgestaltung eher wenig Anreize für den Aufenthalt von Jugendlichen. Die Platzaneignung durch jegliche behinderte Mitnutzer sowie deren optimale Wegeleitung wird vorbildlich ermöglicht. Ebenso erscheint der Entwurf gendergerecht.

Die Einbindung der vorhandenen Straßenbahnanlage ist gut gelungen. Mit den denkmalgeschützten Einzelobjekten wird respektvoll umgegangen.

Das Beleuchtungskonzept der großen Stelen akzentuiert und unterstreicht den bogenförmigen Verlauf der Platzgeometrie. Eine artifiziell wirkende, zu starke Bepflanzung der städtisch wirkenden Platzfläche wird vermieden.

Eine Umsetzung des Entwurfs im vorgegebenen Kostenrahmen erscheint möglich. Insgesamt betrachtet verfügt der Entwurf über eine in sich stimmige Logik, die der Nutzungsvielfalt eine wohltuende gestalterische Gesamtheitlichkeit verleiht.
Preisgruppe
Entwurf

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Lageplan

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Perspektive

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