Städtebau  
 

Realisierungswettbewerb Otto-Hahn-Oberschule

Ergebnis


1. Preis:
23.000,- Euro
  Projektgemeinschaft Dohle + Lohse Architekten / ASSMANN GmbH, Braunschweig / Berlin
www.dohle-lohse.de
www.assmann-b-p.de


Beurteilung durch das Preisgericht:
Das Gebäude präsentiert sich mit seiner zeitgenössischen Formensprache als selbstbewusstes öffentliches Bauwerk im Stadtraum.

Der Baukörper entwickelt sich paralell zur Buschkrugallee als zweifach gewinkeltes Gebäude mit einem tiefen Hauptbaukörper an der Haarlemer Straße. Damit schafft der Entwurf eine klare Abgrenzung des Schulgeländes zur Buschkrugallee und einen ruhigen, räumlich gefassten Pausenhof, der sich nach Osten zu den Sportfreiflächen und zum Landschaftsraum des Teltowkanals öffnet.

Der Haupteingang liegt an der Haarlemer Straße und entwickelt sich über einen großzügigen Vorbereich in eine zentrale, verglaste Eingangs- und Pausenhalle. Diese öffnet sich komplett zum Pausenhof und stellt einen optimalen Bezug zwischen dem Innen- und Außenbereich der Schule her.

Durch die differenzierte Ausbildung der Fassaden geht der Entwurf auf den städtebaulichen Kontext an Buschkrugallee und Haarlemer Straße ein. An der Buschkrugallee liegt hinter der relativ geschlossenen Fassade ein einhüftiger Flurbereich, der richtigerweise als Schallschutz dient. Durch Gebäudeauskragungen und eingeschnittene Glasbänder wird die Fassade aufgelockert.

Die funktionale Zuordnung der Räume ist größtenteils richtig. Das Jahrgangsprinzip ist eingehalten. Die Verteilung der Arbeitslehre und der Verwaltung über zwei Ebenen wird jedoch kritisch gesehen. Die Naturwissenschaften sind leider nicht komplett im 3. Obergechoss, sondern größtenteils im 2. Obergeschoss angeordnet.

Die klare Zonierung der Außenanlagen wird positiv bewertet. Durch den Durchgang unter dem eingeschossig aufgeständerten Nordflügel besteht eine gute Verbindung zum Schulgarten. In diesem überdeckten Bereich bieten sich Freizeitmöglichkeiten.

Das Tragwerk ist in der Grundkonzeption einfach, erfordert jedoch im Bereich der Eingangshalle und an den auskragenden Gebäudeenden Sonderkonstruktionen. Aufgrund der kompakten Baukörperausbildung und der relativ geringen Hüllflächen werden die Kosten jedoch eingehalten. Die Verhältniswerte BGF / HNF und die BRI / HNF werden leicht überschritten.

Die Baugrenze an der Buschkrugallee wird überschritten. Die Stichflure im nördlichen Bauteil sind zu lang, zwei Treppenhäuser sind teilweise innenliegend.

Die Planungs- und Steuerungskompetenz ist nachgweisen, der Planungs- und Bauablauf schlüssig.
Modellfoto
Modellfoto

Ansicht
Ansicht

Grundriss EG
Grundriss EG

Lageplan
Lageplan