Städtebau  
 

Realisierungswettbewerb Grundschule Maselake-Nord, Berlin-Spandau

Auslobung


Anlass und Ziel:

Gegenstand des Wettbewerbs ist der Neubau einer zweizügigen Grundschule - mit Option auf einen dritten Zug - und einer Dreifachsporthalle mit Zuschauermöglichkeit. Das Bauvorhaben zählt zu den Projekten der sozialen Infrastruktur innerhalb des städtebaulichen Entwicklungsgebiets Wasserstadt Berlin-Oberhavel im Bezirk Spandau. Ziel der Entwicklung des im Jahr 1992 festgelegten Entwicklungsgebietes ist die Umstrukturierung ehemaliger Industrie- und Lagerflächen zu Wohnbauflächen mit dem Lagevorteil des Wohnens am Wasser. Die Schule ist einer von zwei gesicherten Grundschulneubauten innerhalb des Entwicklungsgebietes.

Die zweizügige Grundschule, die Dreifachsporthalle sowie die Schul- und Sportfreiflächen sollen auf einem ca. 1,4 ha großen Grundstück im Quartier Maselake Nord im Spandauer Ortsteil Hakenfelde errichtet werden. Das Quartier Maselake Nord liegt im Norden des Entwicklungsgebietes westlich der Havel. Dieser Teil wird ab dem Jahr 2006 entwickelt. Aus den bereits fertiggestellten oder kurz vor der Fertigstellung stehenden Wohnbauarealen südlich und östlich des Quartiers Maselake Nord wird der Bedarf nach einer zweizügigen Grundschule jedoch bereits zum Schuljahreswechsel 2004 / 2005 bestehen.

Die Zweizügigkeit der Schule bedeuten ca. 392 Schüler / -innen und ca. 32 Lehrer / -innen, durch den dritten Zug werden sich die Zahlen um 196 auf 588 Schüler / -innen und um 13 auf 45 Lehrer / -innen erhöhen. Bereits in der ersten Bauphase werden die Raumgrößen des Lehrerzimmers und des Mehrzweckraumes auf die Anforderungen der späteren drei Züge ausgelegt. Die Schule wird bei Bedarf um weitere Unterrichtsräume und die entsprechenden Nebenräume erweitert. Der Entwurf muß die Machbarkeit einer späteren Erweiterung der Schule sicherstellen und aufzeigen.

Das Bedarfsprogramm für die zweizügige Grundschule mit einer Dreifachsporthalle wurde am 19.07.2001 gebilligt. Der Bedarf des Schulprojektes wurde mit Gesamtbaukosten von maximal 9,71 Mio. Euro anerkannt. In der weiteren Projektphase ist ein kombiniertes Bau- und Finanzierungsverfahren geplant. Die weiteren Planungsleistungen, mit denen das Gewinnerbüro aus dem Wettbewerb beauftragt werden soll, beschränken sich auf die Leistungsphasen 2-3 und besondere Leistungen der LPH 5-6 wie das Aufstellen eines Raumbuches, die Planung von Leitdetails und die Erstellung einer funktionalen Leistungsbeschreibung.

Aufgrund der gespannten Haushaltslage des Landes Berlin hat das Abgeordnetenhaus von Berlin aufgetragen, dass öffentliche Gebäude, namentlich Schulen, in Fertigteilbauweise bzw. in preislich vergleichbarer Herstellungsart zu errichten sind.

Ziel des Wettbewerbs ist, dem weiteren Projektgang einen optimierten Entwurfsansatz zugrunde legen zu können, dessen nachhaltige Architektur einem öffentlichen Gebäude angemessen ist, der die funktionalen Anforderungen gut und anpassungsfähig erfüllt, der den Investitionskostenrahmen keinesfalls überschreitet und der günstige Betriebs- und Instandhaltungskosten erwarten lässt, insbesondere mittels eines ökologischen Konzeptes, das zu Einsparungen im Energieverbrauch und zu einer Senkung der Betriebskosten führt.


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Das Schulprojekt soll mit seiner Fertigstellung zum Herbst 2004 und durch besondere städtebauliche und architektonische Qualitäten Impulse für die weiteren Baumaßnahmen privater Investoren geben. Städtebauliches Ziel für die weiter östlich anschließende Bebauung ist die Errichtung von Reihenhäusern nach dem Vorbild der englischen Terrace-Houses, drei- bis viergeschossige städtische Wohngebäude mit rückwärtigen Gärten. Das Entree des Quartiers bildet ein unmittelbar südlich der Schule gelegener Stadtplatz, von dem eine öffentliche Fußgängerpromenade am Maselake-Kanal entlang bis zur Havel führen wird.
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Lage des Wettbewerbs-
gebiets