Städtebau  
 

Realisierungswettbewerb Sporthalle Hausburgviertel

Auslobung


Anlass und Ziel:
Noch in der Innenstadt von Berlin, im Schnittpunkt der Bezirke Prenzlauer Berg, Friedrichshain und Lichtenberg liegt das Gelände der 50 ha großen Entwicklungsmaßnahme “Alter Schlachthof" Berlin.
Der ehemalige Central-Vieh- und Schlachthof, im Krieg erheblich beschädigt, wurde im geteilten Berlin vom Fleischversorgungs- und Baustoffversorgungskombinat noch bis zum Jahr 1991 genutzt. Die verbliebenen Fragmente sollen nun durch neue Inhalte und Funktionen helfen, den Ort neu zu gestalten und zu rekonstruieren.
Geplant ist im Teilgebiet “Hausburgviertel" eine Doppelsporthalle, die in die vorhandenen denkmalgeschützten Giebel eines alten Rinderstalles integriert werden soll. Bauherr ist die s/es Stadtentwicklungsgesellschaft Eldenaer Straße mbH im Auftrag des Landes Berlin. Die Planung und Durchführung des Bauvorhabens erfolgt durch die s/es in Abstimmung mit dem Bezirksamt Prenzlauer Berg, Nutzer ist der Bezirk Friedrichshain.

Durch den Neubau der Sporthalle auf dem Grundstück der s/es Stadtentwicklungsgesellschaft Eldenaer Straße mbH in unmittelbarer Nachbarschaft der Hausburgschule (staatliche Europaschule Berlin) an der Hausburgstraße, besteht die Möglichkeit, die Einrichtung örtlich konzentriert zu ergänzen. Aufgrund der Dringlichkeit der Bauaufgabe wird ein zügiger Baubeginn angestrebt.

Das Wettbewerbsgrundstück liegt an der Hausburgstraße am westlichen Rand des Entwicklungsgebietes. Die an den Schlachthof angrenzende Bebauung des Bezirks Friedrichshain trägt die typischen Merkmale von Stadtquartieren der Spätgründerzeit: Die bauliche Dichte ist dort sehr hoch, und es finden sich fast ausschließlich Wohn- und Wohnfolgeeinrichtungen. Die Architektur ist geprägt durch Wohnbebauungen unterschiedlichen Alters und Charakters, die in anschaulicher Weise die Abfolge städtebaulicher und architektonischer Tendenzen dokumentieren. Vorherrschend ist hierbei die Wohnbebauung zwischen 1896 und 1908.
Bei den Entwürfen für die Sporthalle soll der Schwerpunkt auf der Auseinandersetzung mit dem Umgang der unter Denkmalschutz stehenden Hallengiebeln und den darin enthaltenen Gestaltungsmöglichkeiten liegen. Die Denkmalsubstanz sollte hierbei nicht als Einschränkung der Gestaltungsmöglichkeiten betrachtet, sondern als Herausforderung begriffen werden, um unter diesem Aspekt neue Qualitäten zu entwickeln.

Gleichzeitig ist zu beachten, dass bei der Entscheidungsfindung die jeweiligen Konzepte die Gesamtkosten für die geplante Baumaßnahme von insgesamt DM 6,4 Mio. (inkl. MwSt) nicht übersteigen dürfen. Hierfür stehen für die Sporthalle DM 5,0 Mio., für Sonderaufwendungen und für die unter Denkmalschutz stehenden Giebel und Schlachthofmauer DM 1,4 Mio. zur Verfügung.
Gestaltplan Alter Schlachthof - Klick für Vergrößerung
Gestaltplan Alter Schlachthof

Rinderstall, Ansicht um 1900 - Klick für Vergrößerung
Rinderstall, Ansicht um 1900