Städtebau  
 

Realisierungswettbewerb Sporthalle Hausburgviertel

Ergebnis


1. Preis:
20.000,- DM
  Rebecca Chestnutt_Robert Niess, Berlin
www.chestnutt-niess.de
Mitarbeiter: Johannes Schulz Icking, Heike Classen-Warns, Rimas Rudys (Student), Nick Woods (Student)
Sonderfachleute: Eisenloffel + Sattler


Beurteilung durch das Preisgericht:
Der Verfasser greift die bestehenden linearen Strukturen des baulichen Bestandes auf und verbindet denkmalgeschützte Substanz mit einer eigenen, ausdrucksstarken aber gleichwohl zurückhaltenden Architektur, die eine positive Spannung zum baulich-räumlichen Umfeld aufbaut.
Der Hallenbau berücksichtigt die vorhandenen städtebaulichen Strukturen sowohl in ihrer Höhenentwicklung als auch in ihrer Maßstäblichkeit. Er fügt sich damit in das umgebende bauliche Ensemble ein. Es gelingt dem Verfasser mit seinem Entwurf, auch die nördliche Längsfassade des Bestandsgebäudes in den Körper des Hallenbaues zu integrieren und den Denkmalschutz verstärkt zu berücksichtigen. Hierbei wird der finanzielle Rahmen eingehalten.
Topographisch nimmt der Entwurf die bestehenden Höhenlagen auf und organisiert alle sportlichen Anlagen auf Höhe der Otto-Ostrowski-Straße. Hierbei wird der Höhensprung zur Hausburgstraße durch eine geschickte Rampenerschließung überwunden. Damit wird der Hallenbau von beiden Seiten gleichwertig erschlossen und die Belange behinderter Personen berücksichtigt. Der Außenraum ist sinnvoll gegliedert und nutzt die historischen Potentiale des Ortes. Die notwendigen Funktionsräume sind diesen Außenräumen richtig zugeordnet.
Die Formensprache der Architektur äußert sich in einer kraftvollen und klaren Kubatur zwischen den denkmalgeschützten Giebeln. Die Materialwahl aus Stahl, Glas und Holz entwickelt eine sinnliche Ästhetik, die das moderne Bauwerk deutlich in der Umgebung artikuliert.
Über die rein funktionalen Anforderungen hinaus hat der Verfasser ein Entreé zur Otto-Ostrowski-Straße hin vorgesehen, das neben der Verteilerfunktion und der Erschließung der
Sportfreiflächen zusätzlich Nutzungen ermöglicht und das Denkmal sachgerecht inszeniert.
Die technischen und strukturellen Elemente des Entwurfs überzeugen durch eine logische Anordnung parallel zur Sporthalle und den Freiraumnutzungen.
Eine Realisierung dieses architektonisch gelungenen und technisch unprätentiösen Entwurfes erscheint angesichts des ermittelten Gesamtkostenrahmens sowie der zu erwartenden geringen Wartungskosten ohne nachhaltige Überarbeitungen möglich zu sein.
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