Städtebau  
 

Ideen- und Realisierungswettbewerb Wartenberger Feldmark

Auslobung


Anlass und Ziel:
Das etwa 210 ha große Wettbewerbsgebiet gehört zum Berliner Barnim und ist Teil des die Landesgrenze überschreitenden Regionalparks "Barnimer Feldmark".

Im Gegensatz zu den bestehenden drei großen Naherholungsgebieten Berlins, die durch Wälder und Gewässer geprägt sind (Müggelsee, Grunewald und Tegeler See), soll im Nordosten auch weiterhin die Landwirtschaft das Bild der Landschaft am Stadtrand prägen.

Innerhalb der Feldlandschaft soll eine Kette von drei Parkanlagen besondere Attraktionen für die Bewohner der angrenzenden Großsiedlungen und Neubaugebiete sowie alle Berliner darstellen. Der Stadtrandpark ‚Neue Wiesen' wurde auf der Grundlage eines Wettbewerbes bereits in den vergangenen Jahren realisiert. Die Entscheidung für die Gestaltung des Landschaftsraums Falkenberg wurde im Rahmen eines Wettbewerbes im vergangenen Jahr gefällt; erste Realisierungsschritte sind noch für dieses Jahr geplant. Als letztes Glied dieser Kette soll nun auf der Grundlage des prämierten Entwurfes die Parkanlage in der "Wartenberger Feldmark" geschaffen werden.

Die Wettbewerbsaufgabe bestand darin, unter dem Motto "Landschaft mit Aussicht" einen Erholungsraum am Stadtrand unter Berücksichtigung einer tragfähigen landwirtschaftlichen Nutzung sowie für den Naturschutz wertvollen Bereichen zu gestalten. Mit sparsamen, dem Landschaftsraum angemessenen Mitteln soll ein attraktiver, vielfältig nutzbarer Stadtrandpark in unmittelbarer Nachbarschaft zur Großsiedlung Hohenschönhausen entstehen. Optional sollte ein Gewässer mit Bademöglichkeit angeboten werden, dessen Realisierung aufgrund der hohen Baukosten sowie der erheblichen Folgekosten für Unterhaltung und Betrieb jedoch ungewiss ist.

Es wurde darauf verzichtet, Flächen für bestimmte Nutzungen vorzugeben. Vielmehr sollte im gesamten Planungsgebiet Angebote für Freizeitsport und -spiel, Spazierengehen, Radfahren und Skaten, Sitzen und Lagern, also Ruhe und Bewegung geschaffen werden. Dabei waren sinnvolle Nachbarschaften aber auch erforderliche Distanzen zu bedenken. Durch die Fassung der Ränder mit waldartigen Gehölzflächen soll das Bild eines offenen Korridors entstehen und die Blicke gelenkt werden.

Ergebnis des Wettbewerbes: Frau Birgitt Kalthöner, Leiterin der Architekturwerkstatt in der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, führt zum Entwurf der ersten Preisträger folgendes aus: 'Wesentliche Aufgabe dieses Wettbewerbes war es, eine Lösung zu finden, die nicht nur am Stadtrand Akzente setzt und Erholungsflächen anbietet sondern den gesamten Landschaftsraum einbezieht. Dies ist den ersten Preisträgern hervorragend gelungen.

Mit den der jeweiligen Lage im Planungsgebiet angemessenen Mitteln - städtisch am Siedlungsrand, landschaftlich in der Weite des Raumes - werden attraktive und vielfältige Angebote geschaffen, die sowohl zahlreiche Aktivitäten ermöglichen als auch den ruhigen Aufenthalt in der Landschaft. Durch die Anordnung der Gehölzflächen bleibt die Weite der Landschaft im Wesentlichen erhalten, während an den Rändern kleinmaßstäblichere Räume entstehen, so dass differenzierte Aufenthalts- und Erlebnisqualitäten geschaffen werden. Hervorzuheben ist, dass die Verfasser nicht nur die Nord-Süd-Ausrichtung der Wege und Blicke in die Landschaft betonen - bis hinein nach Brandenburg -sondern auch mit dem natürlichen Gefälle des Geländes von Nord-Ost nach Süd-West arbeiten und somit vorhandenen Blickbeziehungen von der Landesgrenze bis zum Fernsehturm im Zentrum Berlins einen Rahmen setzen. So kann wahrhaftig eine‚ Landschaft mit Aussicht entstehen.
Lage des Wettbewerbsgebiets in Berlin - Klick für Vergrößerung (44 KB)
Lage des Wettbewerbsgebiets in Berlin

Die Abgrenzungen des Wettbewerbsgebiets - Klick für Vergrößerung (28 KB)
Die Abgrenzungen des Wettbewerbsgebiets

Blick von der Feldflur in Richtung Hohenschönhausen - Klick für Vergrößerung (21 KB)
Blick von der Feldflur in Richtung Hohenschönhausen