Städtebau  
 

Realisierungswettbewerb Vorplatz Bahnhof Berlin-Spandau

Auslobung


Anlass und Ziel:
Der zentrale Bereich des Bezirks Spandau erfährt derzeit weitreichende städtebauliche und verkehrliche Veränderungen. Vor kurzem wurde der neue Fern-, Regional- und S-Bahnhof in Betrieb genommen, der Spandau an das nationale und internationale Schienenverkehrsnetz anbindet und mit dem U-Bahnhof Rathaus Spandau sowie den Haltestellen zahlreicher Buslinien einen bedeutenden Verkehrsknotenpunkt bildet.
Auf dem Gelände des ehemaligen Güterbahnhofs Spandau zwischen Bahntrasse und Brunsbütteler Damm wird in den nächsten beiden Jahren ein Einkaufs-, Freizeit- und Dienstleistungszentrum mit insgesamt ca. 150.000 m² BGF entstehen.
Eines der wesentlichen stadtentwicklungspolitischen Ziele des Bezirks besteht darin, die eingangs beschriebenen neuen baulichen Anlagen mit der in den vergangenen zwei Jahrzehnten umfassend sanierten historischen Altstadt so zu verknüpfen, dass der zentrale Bereich sich in städtebaulicher, freianlagenplanerischer, verkehrlicher und wirtschaftlicher Hinsicht zu einer Einheit entwickelt.

Stadträumliche und gestalterische Anforderungen
Die eingangs geschilderten Entwicklungsziele des Bezirks sowie die städtebaulichen Rahmenbedingungen erfordern eine Optimierung der Verbindungen zwischen den einzelnen Teilgebieten des zentralen Bereichs, insbesondere der Verbindung zwischen Altstadt und Fernbahnhof. Da die bereits dargestellten verkehrlichen Strukturen nur bedingt veränderbar sind, soll die räumliche Distanz auf andere Weise (optisch, baulich, psychologisch) reduziert bzw. überwunden werden. Hierbei sind die im engeren Planungsgebiet bestehenden Nutzungsanforderungen (z. B. ausreichende Freiräume für den Fußgängerverkehr und die Wartenden an den Bushaltestellen sowie im angrenzenden Bereich vorhandene Gestaltungselemente (z. B. Straßenmöbel) zu berücksichtigen.
Der Bauherr erwartet daher Vorschläge zur räumlichen und baulichen Neuordnung dieses Bereiches in Bezug auf
  • die Verbesserung der fußläufigen Anbindung
  • die Unterstützung der Sichtbeziehung Altstadt – Bahnhof
  • die Gestaltung und Nutzung der Freiflächen
  • die Beziehung des “neuen Bahnhofsvorplatzes" zum Münsinger Park
  • die Errichtung und Nutzung eines oder mehrerer neuer parkverträglicher Baukörper anstatt der vorhandenen Kioske.
Ausschnitt aus der Stadtkarte - Klick für Vergrößerung
Ausschnitt aus der Stadtkarte mit Umrandung des Wettbewerbsbereichs

Frog eye-Luftfoto vom Münsinger Park - Klick für Vergrößerung
Frog eye-Luftfoto vom Münsinger Park