Städtebau  
 

Kurzplanungsverfahren Sporthalle Max-Taut-Schule, Berlin-Lichtenberg

Auslobung


Allgemeines zur Planungsaufgabe

Umgebung:
Prägendes Element für den Schulstandort im Bereich des Nöldnerplatzes ist die Max-Taut-Schule. Die geschwungene Großform ist heute fast einziges ordnendes Element im Stadtraum. Deshalb soll durch die Neubaumaßnahme einer Doppelsporthalle der direkte Bezug zur Taut-Schule hergestellt werden. Notwendig für das gesamte Umfeld (Stadtbrachen, Kleingärten, Industrieanlagen, Bahntrasse) wäre ein städtebaulicher Rahmenplan.
Hemmend für die geordnete städtebauliche Entwicklung des Gebietes ist eine Starkstromfreileitung, die das Schulgrundstück passiert, deren unmittelbare Umgebung aus Sicherheitsgründen nicht ohne weiteres bebaut werden kann. Siehe auch Punkt 3.04 Freileitung.

Grundstück:
Der ausgewiesene Standort für die 2-fach-Sporthalle ergibt sich aus städtebaulichen und funktionalen Überlegungen. In Anlehnung an die bereits vorhandene Sporthalle (heute Cafeteria) soll sich ein zweiter großflächiger Baukörper orthogonal zur vorhandenen Taut-Schule entwickeln. Die notwendigen Sicherheitsabstände zur vorhandenen Starkstromtrasse können so eingehalten werden. Zwischen Schule und Doppelsporthalle ergibt sich eine räumliche Enge, die mit der vorhandenen Baumreihe als Qualität in der Weitläufigkeit des Geländes erfahren werden kann.

Architektur:
Im Zusammenspiel mit der angrenzenden Max-Taut-Schule von 1929 bis 1935 wird ein kubischer funktionaler Baukörper (siehe Schema Doppelsporthalle) erwartet, der seine architektonische Qualität durch sorgfältig entwickelte Details erhält. Die Materialität soll zur Inszenierung des Gebäudes beitragen.
Der Planungsrahmen wurde wie folgt festgelegt:
Die HNF der Sporthalle beträgt 1.222 m². Siehe auch 3.06 Raumprogramm

Baukosten:
Für den Bau der Doppelsporthalle stehen maximal 5,75 Mill. DM zur Verfügung. Finanziert wird das Projekt zu 80 % aus GA-Mitteln und zu 20 % aus landeseigenen Mitteln. Die Budget-Grenze ist bei der Entwurfskonzeption einzuhalten und zu überprüfen.
Kostenbewusstes Bauen als übergeordnetes Prinzip sollte in folgenden Kriterien als Anhaltspunkte dienen:
- Kompakte, klare und funktionale Grundrissorganisation, Reduzierung der Verkehrsfläche, natürliche Belichtung und Belüftung aller Räume, passive Energiegewinnung
- Verzicht auf aufwendige Konstruktionen, sachliche Baukonzepte
- Minimierung der Oberfläche, Kompaktheit
- Optimierung des Verhältnisses vor verglaster zu geschlossener Fassadenfläche
- Reduktion der Materialwahl, Instandsetzungsfähigkeit, Alterungsfähigkeit des Materials
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Lageplan

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Hoffassade am Baufeld