Städtebau  
 

Städtebaulich-landschaftsplanerischer Ideenwettbewerb
"Wohnen und Sport an Spree und Wuhlheide"

Auslobung


Anlass und Ziel:
Berlin verfügt über ca. 6.000 ha Wasserflächen. Die Ufer der Seen, Flüsse und Kanäle erstrecken sich über eine Länge von 500 km durch das Stadtgebiet.

Über viele Jahrhunderte hat die Stadt am Wasser unter verschiedenen ökonomischen und technologischen Bedingungen ihre Vitalität unter Beweis gestellt. In der post-industriellen Zeit bieten vor allem ehemalige Industrieanlagen am Wasser besondere Räume neuer urbaner Lebens-, Arbeits- und Erholungsformen in der Stadt. Die Reurbanisierung dieser Flächen stellt die nachhaltige Alternative zur Suburbanisierung des Umlands dar. Die neuen Quartiere am Wasser müssen mit den Nachbarquartieren zusammenwachsen. Die Ufer sollen grundsätzlich öffentlich zugänglich und stadträumlich mit den alten Quartieren vernetzt sein. Die neuen Quartiere am Wasser sind in öffentlich-privater Partnerschaft zu entwickeln. Dies bedeutet, dass kooperative Strukturen der Zusammenarbeit, der Planung, Finanzierung und Realisierung gefunden werden müssen. Dabei kommt der öffentlichen Hand insbesondere die Verantwortung der Qualitätssicherung von Städtebau, Architektur und Freiraumplanung zu.

Heute ist erklärtes Ziel der Stadt- und Wohnungsbauentwicklung, das Wasser als besonderes Gestaltungselement im städtischen Raum wieder zu entdecken und attraktive Wohnstandorte an den Ufern der Gewässer zu aktivieren. Die zahlreichen Wasserstandorte der Stadt bieten zudem die Chance, neue Wohngebiete unmittelbar in gewachsene Stadtviertel einzubinden und die für Berlin typische kleinräumige urbane Funktionsmischung aus Wohnen, Arbeiten, Kultur und Freizeit zu fördern.

Die Bandstruktur von Spree, Dahme und Havel zeigt optimale Möglichkeiten, neue Wohnquartiere am Wasser, vom grünen Vorort bis zum Berliner Zentrum, in die Stadt einzufügen.

Berlins Ziel, als `Wasserstadt´ Bedeutung für Bewohner und Investoren zu gewinnen, korrespondiert mit dem Senatsprogramm, den Eigenheim- Wunsch oder andere Formen der Wohneigentumsbildung innerhalb der Stadt zu verwirklichen. Die Entwicklung der Wasserlagen wird gleichzeitig in Zeiten knapper öffentlicher Mittel als besondere Chance gesehen, privates Kapital für die Umsetzung von Wohnungsbauprojekten zu mobilisieren und private Investoren partnerschaftlich in die Realisierung einzubinden.

Das Wettbewerbsgebiet bietet für den Wohnungsbau besondere Standortvorzüge durch die Südorientierung des Areals zur Spree, die Nähe zu den Erholungs- und Freizeitmöglichkeiten der Wuhlheide und durch die Verknüpfung mit dem Zentrum Köpenicks, der Bahnhofstraße und der Altstadt.

Ziel des Ideenwettbewerbs ist, ein qualitativ hochwertiges städtebaulich-landschaftsplanerisches Konzept zu entwickeln, das diesen Wasserstandort in den städtebaulichen Kontext Köpenicks einbezieht und ein attraktives Angebot an Wohnen, Sport, Freizeit und Kultur mit geringem Anteil an Büro-, Hotel- und/oder Einzelhandelsnutzung darstellt. Die besondere landschaftlich geprägte Situation erfordert einen eigenständigen landschaftsplanerischen Beitrag, der die Gestaltung und Aufwertung von Spree und Wuhlemündung mit Offenhaltung einer Verbindung des Wuhle- Grünraumes zur Spree (`Spreefenster´) und eine Wegeverbindung von der Wuhlheide zur Spree zum Schwerpunkt hat.

Die Umsetzung des Wettbewerbsergebnisses sollte in Bauabschnitten und durch mehrere Investoren erfolgen können.

Spreeufer im Wettbewerbsgebiet - Klick für Vergrößerung
Spreeufer im Wettbewerbsgebiet

Lageplan Wettbewerbsgebiet - Klick für Vergrößerung
Lageplan Wettbewerbsgebiet