Städtebau  
 

Städtebaulich-landschaftsplanerischer Ideenwettbewerb
"Wohnen und Sport an Spree und Wuhlheide"

Ergebnis


1. Preis:
20.000,- DM (inkl. MwSt.)
  Bernd Niebuhr, Berlin
(Architektur)
ag.u Lange + Grigoleit, Berlin
(Landschaftsarchitur)

e-mail Adresse: BNARCHITEKTEN@gmx.de
agu.berlin@t-online.de
Mitarbeiter Bernd Niebuhr: Dorotheè Grundmann
Mitarbeiter ag.u Lange: Silvia Reichmuth, Marina Heine


Beurteilung durch das Preisgericht:
Die Arbeit überzeugt durch ein gleichermaßen strenges wie klar gegliedertes städtebauliches Gesamtkonzept mit vorstädtischem Charakter.
Die funktionale Verteilung auf dem Grundstück folgt auf plausible Art und Weise den Lärm- und Verkehrsbelastungen. Besonders gelungen erscheint die Anordnung eines Hotels im Übergangsbereich zwischen kommerzieller Sportnutzung (d.h. verkehrsintensiver) und der sensiblen Wohnnutzung. Mit dem 10-geschossigen Büroturm an der Schnittstelle der verkehrsreichen Hauptstraßen wird ein interessanter städtebaulicher Akzent gesetzt, mit dem der Eingang in Richtung Zentrum Köpenick markiert wird.
Die Erschließung ist gleichermaßen funktional wie stadträumlich plausibel. Für das Hotel und die intensive Sportnutzung sind Tiefgaragen vorgesehen, deren wirtschaftliche Erstellung und Betrieb überprüft werden muss.
Die fußläufige Anbindung an das historische Eichgestell hin zur Spree durch den privaten Wohnbereich ist mit seiner Lage und Qualität überzeugend. Durch geschickt angeordnete Niveauunterschiede wird vermieden, dass die individuelle Nutzung der Freiflächen im Blockinnenbereich durch Besucher gestört wird.
Mit dem Erhalt des bestehenden Grünzuges entlang der Straße An der Wuhlheide gelingt es, das Landschaftsbild zu erhalten und gleichzeitig einen Beitrag zum Lärmschutz für die sensible Wohnnutzung zu leisten.
Der öffentliche Grünzug an der Spree ist angemessen dimensioniert. Die vorgeschlagene intensive Wassernutzung mit Schwimmbad, Holzfloß und Ruderhaus beeinträchtigt die Aufenthaltsqualität am Wasser für Besucher und Bewohner. Dagegen wird die Anlage von Bootsstegen als attraktivitätssteigernd begrüßt.
Die vorgeschlagene Wohntypologie von 4-geschossigen, d.h. gestapelten Reihenhäusern ermöglicht ein hohes Maß an Individualität, die sich in eine zur Spree geöffnete Großform einordnet.
Bei den vorgeschlagenen Grundrissen wird die dogmatische Orientierung zum Innenhof kritisiert. Damit wird die Lagegunst zur Spree und nach Süden nicht ausreichend ausgenutzt. Vermisst werden schließlich ein angemessenes Angebot an privat nutzbaren Gärten und Terrassen. Die zum öffentlichen Raum angeordneten Garagen bedürfen besonderer gestalterischer Aufmerksamkeit.
Die Anordnung der südöstlichen Gebäudekante und der dazugehörigen Erschließungsstraße entspricht nicht den Vorgaben des Auslobers.
Das städtebaulich überzeugende robuste Grundgerüst wird den Erwartungen der Planungsbehörden gerecht und entspricht den aktuellen wohnungswirtschaftlichen Bedürfnissen.
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