Städtebau  

 

Wettbewerbe

Entscheidung im Realisierungswettbewerb für das Oberstufenzentrum
Recht und Bürodienstleistungen in Berlin-Charlottenburg


Wegen steigender Schülerzahlen in den berufsbildenden Schulen hatte das Abgeordnetenhaus von Berlin in seiner Sitzung am 21. Mai 1992 beschlossen, ein Ergänzungsprogramm für Oberschulen zu erstellen. Im Berufsfeld I - Wirtschaft und Verwaltung - gehörte zu diesem Programm ein Ergänzungsbau für das Oberstufenzentrum Recht in Berlin-Charlottenburg, Danckelmannstraße 26-28.
Wegen der Schwierigkeit der Planungsaufgabe (städtebauliche Einpassung, architektonische Gestaltung neben dem denkmalgeschützten Schulaltbau, möglichst hohe Funktionalität der neuen Schulgesamtanlage einschließlich ihrer Freiflächen) wurde ein Einladungswettbewerb ausgelobt. Beteiligt wurden sieben Architekturbüros, die aus einem europaweiten Besverfahren ausgewählt wurden.
Folgende Bildungsgänge gehören zum Oberstufenzentrum Recht: - Berufsschule: Rechtsanwalts- und Notarfachangestellte, Justizangestellte; - Berufsschule: Kaufmännische Berufsfachschule, Berufsfachschule für kaufmännische Assistenten, Schwerpunkt Sekretariat; - Gymnasiale Oberstufe.

Ziel des Wettbewerbs war die Findung eines Lösungsansatzes für einen architektonisch und städtebaulich hochwertigen Entwurf, der optimale Funktionsbeziehungen garantiert und im vorgegebenen Kostenrahmen zu realisieren ist. Die Gesamtbaukosten (inkl. Sanierung des Altbaus und der Sporthallen) betragen 21 Millionen DM.

Unter dem Vorsitz des Berliner Architekten Stefan Scholz entschied das Preisgericht, keinen ersten Preis zu vergeben, da bei allen Arbeiten die in der Wettbewerbsausschreibung geforderte architektonische, funktionale und wirtschaftliche Durcharbeitung der Projekte nur unzureichend Beachtung fand.

Die Jury empfahl den mit dem 2. Preis versehenen Entwurf des Architekten Prof. Zvonko Turkali aus Frankfurt zur weiteren Bearbeitung und Realisierung, da dieser Entwurf durch Fortsetzung der südlichen Brandwandbebauung vorhandene Strukturen herausarbeitet und sinnvoll ergänzt.
 
Weitere Preisträger sind:
3. Preis: Architekten Mirjam Blase, Osman Kapici, Berlin

1. Ankauf: Architekt Claus Anderhalten, Berlin (Mitarbeiter/in Robert Frey, Sandra Lorenz, Christiane Giesenhagen, Monique van Miert)
2. Ankauf: Architekt Georg Bumiller, Berlin mit Detlef Junkers (Mitarbeiter Jens Bullewitz, Jan Holländer).
2_preis
Prof. Zvonko Turkali, Frankfurt a.M.

3_preis
Mirjam Blase, Osman Kapici, Berlin

1_ankauf
Claus Anderhalten, Berlin

2_ankauf
Georg Bumiller, Detlef Junkers, Berlin