Städtebau  

 

Landschaftsplanerischer Realisierungs- und Ideenwettbewerb Kulturforum Berlin

Ergebnis


3. Preis:
21.000,- DM
  Garten- und Landschaftsarchitekten:
Thomanek + Duquesnoy, Berlin
Architekten:
Klaus Theo Brenner, Berlin
www.thomanek-duquesnoy.de
e-mail Adresse: thomanek-duquesnoy@t-online.de
Mitarbeiter/innen:
K. Liem, M. Puppel, M. Steffen


Beurteilung durch das Preisgericht:
Die dem Projekt zugrunde liegenden Leitideen der Transformation der Matternschen Gartenlandschaft sowie die Komplettierung der im Kulturforum versammelten Solitäre durch ein weiteres signifikantes Bauwerk stellen eine grundsätzlich überzeugende theoretische Ausgangsposition dar. Diese Prämissen sind mit einfachen Mitteln in eine unmittelbar ablesbare formale Gestaltung übersetzt worden. Dadurch gelingt es, das Kulturforum als einen zusammenhängenden Raum auch über die trennende Potsdamer Straße hinaus erlebbar zu machen. Durch die Hinzufügung des neuen Baukörpers auf dem Baufeld A entsteht am Eingang des Kulturforums ein spannungsreiches Ensemble im Gegenüber mit Stüler und Mies van der Rohe. Der Verzicht auf eine Bebauung im Baufeld B fokussiert das Forum räumlich auf den eigentlichen engeren Kulturforumsbereich.
So schlüssig der theoretische Ansatz der Transformation der Matternschen Prinzipien ist, so wenig überzeugend erscheint die vollkommene Versteinerung der Hügellandschaft. Der Entwurf würde durch einen Wechsel zu unversiegelter Oberfläche an Qualität und Kraft nicht verlieren.
Die gepflasterten Freiräume zwischen den Schollen übernehmen auf selbstverständliche Art die Erschließung für Fußgänger- und Fahrverkehr. Bus- und Taxivorfahrt sind entsprechend den Vorgaben gelöst. Buswartepositionen sind nicht nachgewiesen.
Das Projekt erscheint aufgrund seiner einfachen Struktur auch hinsichtlich des Pflegeaufwandes wirtschaftlich. Der konzeptionell begründete Verzicht auf das Baufeld B erschwert allerdings unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten den Bau einer zusätzlichen Tiefgarage für die Philharmonie.
Die Arbeit stellt in der Freiraumgestaltung eine qualitätvolle Ergänzung zu den bedeutenden Bauten des Kulturforums dar.

Aus dem Vorbericht: Das Kulturforum wird als eine Landschaft beweglich zueinander gelagerter Platten und Schichten, die sich aus der Ebene in die Vertikale bauen, wie das Tal zum Berg, bezeichnet. Die Fläche wird mit einem einheitlichen Oberflächenbelag versehen, aus dem sich 40-60 cm hohe terrassierte Hügel herausheben. Sie sind mit Ölweiden (Elaeagnus angustifolia) bepflanzt. Die polygonale Form nimmt die Formsprache des Matternschen Lesegartens auf. Vorhandene Bäume werden erhalten.
Der Übergang zur Piazzetta wird durch eine Freitreppe sowie einen Gebäudekörper formuliert. Die historische Form des Matthäikirchplatzes wird aufgelöst und zum Teil in die Platzfläche integriert. Um die Kirche herum wird ein neuer Platz formuliert.
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1. Realisierungsstufe M 1:4.000 - Klick für Vergrößerung
1. Realisierungsstufe M 1:4.000

Ideenbereich M 1:4.000 - Klick für Vergrößerung
Ideenbereich M 1:4.000