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ZUM TAG DES BAUMES: Senatorin Katrin Lompscher pflanzt einen Europabaum für die Zukunft


24.04.19, Pressemitteilung
Schrittweise Öffnung des Parlaments der Bäume zum 30. Jubiläumsjahr des Mauerfalls geplant

Europa Erde Werde. Der Anfang: Dort, wo heute das Parlament der Bäume zwischen Bundespressekonferenz und Marie-Elisabeth-Lüders-Haus ein winziges Stück Leben symbolisiert, Summen und Durchatmen zwischen Bäumen möglich ist, regierte einst der Tod. Vergiftete Erde. Grenzverlauf. Pestizide gegen Flucht und Freiheit. Die Künstlergruppe um Ben Wagin investierte Jahre, um aus diesem toten und totbringenden Stückchen Land zwischen zwei Staaten, die heute einer sind, das Leben zurück zu holen. Kulturwüste. Lebenswüste. Viele Bäume, in der Nach-wendezeit von Politiker*innen aus Ost und West gepflanzt, wurden später wieder gefällt; sie mussten Platz machen für Büros, Regierungsgebäude, Straßen. Von ursprünglich 400 Bäumen sind nur noch einige wenige erhalten. Die Fläche geschrumpft. So wenig Platz zwischen Kunstinstallationen und Bäumen übrig ist, umso wichtiger ist Europa in Erde heute.

Ben Wagin und der Baumpatenverein e.V. freuen sich daher sehr, dass eine weitere Berliner Senatorin als Baumpatin einen neuen Baum an diesem Ort pflanzt. Für die Zukunft und das Leben im Parlament der Bäume in Europa, ist eine Mirabelle angedacht oder ein Zierapfel. Am Mittwoch, den 24. April 2019 um 09.30 Uhr wird die Senatorin Katrin Lompscher gemeinsam mit Ben Wagin zu Schaufel und Gießkanne greifen. Weitere Pflanzungen in diesem Jahr sollen folgen. Frau Lompscher eröffnet damit das Jahr, in dem auch im Parlament der Bäume dem Ende der Grenzen sowie der Zerstörung der Umwelt durch den Menschen gedacht wird. denk mal baum

Senatorin für Stadtentwicklung und Wohnen Katrin Lompscher: „Berlin braucht Erinnerungsorte und Berlin braucht „grüne Lungen“. Das Parlament der Bäume ist beides, es ist Denkmal und es ist Natur. Ich freue mich, dass Ben Wagins Parlament der Bäume durch die Lottostiftung finanziell unterstützt wird. Es ist mir eine Ehre, an diesem Ort einen Baum zu pflanzen.“

Anlass ist der Weltfesttag des Baumes, der zukünftig in ganz Europa begangen werden soll. Michael Cramer, MdEP, wird sich in den kommenden Monaten dafür einsetzen, dass dieser Tag, ebenso wie die jährliche Kür eines „Baum des Jahres“, europaweit eingeführt wird. Wie genau, dass wird er persönlich ebenfalls am 24.04.2019 im Parlament der Bäume erklären. Zudem bittet Hermann Treusch, Schauspieler und Freund Ben Wagins, zu „ein tolles baumgespräch“ , einer Performance mit Chor. Mit dabei sind u.a. Studierende des Masterstudiengangs Historische Urbanistik vom Center for Metropolitan Studies der TU Berlin unter Leitung von Prof. Dr. Dorothee Brantz. Sie werden im gerade begonnenen Sommersemester ihren Kurs im und um das Parlament der Bäume herum gestalten. Es sollen weitere Pflanzungen erfolgen, aber auch Instanthaltungsaufgaben und wissenschaftliche Reflektion sind Teil der hohen Schule der Bäume. Für Europa, so gibt Ben Wagin zu bedenken, müssen heute Bäume gepflanzt werden, die auch in Zukunft überleben. Zum Europawahltag sollen am 26.05.2019 im Parlament der Bäume die Bäume für Europa gewählt werden.

Der Baumpatenverein e.V. setzt sich dafür ein, dass in Berlin Platz ist für Kunst und Baum, dass Raum bleibt für den Denkraum-Natur-Kultur, eine Mauer-Denk-Stätte. Erklärtes Ziel des Vereins ist – anlässlich des 30-jährigen Jubiläums des Mauerfalls und der vor 80 Jahren erfolgten Kriegserklärung auf diesem Boden – die Öffnung des Parlaments der Bäume für das interessierte Publikum, noch in diesem Jahr. Dafür braucht es noch viel Unterstützung, nicht nur von den Berliner*innen, sondern auch von der Berliner Politik. Seit 2017 steht das Parlament der Bäume zwar bereits unter Denkmalschutz. Theoretisch ist der langfristige Erhalt gesichert. Was noch fehlt, ist eine nachhaltige Finanzierung, Infrastruktur und Organisationsstruktur. Der Baumpatenverein e.V. erarbeitet zurzeit ein Konzept für die schrittweise Öffnung des Parlaments der Bäume als Lern- und Kulturraum ab Sommer 2019. Unterstützer*innen sind jederzeit willkommen. Die Bäume, das sind wir.




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