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"House of One" und die "Erste Adresse im Quartier" sind Nationale Projekte des Städtebaus


13.07.16, Pressemitteilung
Berlin erhält 3,6 Millionen Euro Fördermittel des Bundes

Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt war im Rahmen des Wettbewerbs um die Mittel des Bundesprogramms "Nationale Projekte des Städtebaus" erneut doppelt erfolgreich. Das Projekt "House of One" erhält eine Förderung des Bundes von 2,2 Millionen Euro, die durch das Land Berlin um weitere rund 1,2 Millionen Euro ergänzt wird. Für das Projekt "Erste Adresse im Quartier" in der Elisabeth-Aue wurde eine Bundesförderung von 1,4 Millionen Euro gewährt, ergänzt um weitere gut 0,7 Millionen Euro des Landes Berlin.

Mit über 70 Hektar ist die Elisabeth-Aue im Norden Berlins eines der größten landeseigenen Wohnungsbaupotentiale von gesamtstädtischer Bedeutung. In dem Gebiet, das an gewachsene Ortsteile mit durchmischter Bewohnerstruktur grenzt, sollen bis zu 5.000 neue Wohnungen entwickelt werden. Damit ein lebendiges und stabiles Quartier für rund 10.000 Menschen mit unterschiedlicher Herkunft und Bedürfnissen entsteht, ist die Gestaltung der Bürgerbeteiligung von großer Bedeutung.

Das neue Quartier Elisabeth-Aue wird deshalb nicht nur als eine städtebauliche Maßnahme organisiert, sondern auch als ein partizipativer Prozess. Mit dem Ziel, gemeinsam mit den Beteiligten eine "Erste Adresse" zu entwickeln, die als Keimzelle für bürgerschaftliches Engagement und Integration der verschiedenen Bewohnergruppen fungiert und mit der Entwicklung des Stadtquartiers wächst. Die "Erste Adresse" ist zunächst gedacht als eine Anlauf- und Koordinationsstelle, in der frühzeitig Information, Kommunikation, Beratung und Vernetzung stattfinden kann. In der weiteren Entwicklung soll sie Beteiligung, Engagement und Gemeinschaft unterstützen und je nach Bedarf Raum für Arbeiten, Gesellschaft und Kultur bieten. Die Größe, Form und Nutzung dieses Ortes sollen flexibel sein und sich dabei an dem entstehenden Profil des Quartiers orientieren. Die bauliche Form und Fassung der "Ersten Adresse" wird  zunächst in einem Ideen- und in der zweiten Stufe in einem Realisierungswettbewerb konkretisiert.

Das "House of One" auf dem Petriplatz, zu errichten ist Ziel des 2011 gegründeten Vereins Bet- und Lehrhaus Petriplatz Berlin e. V. Es ist als interreligiöses Bet- und Lehrhaus für Juden, Christen und Muslime gedacht, in dem öffentlich und für jeden frei zugänglich die drei Religionen ihre Glaubens- und Gebettradition unter Einbeziehung der säkularen Stadtgesellschaft pflegen. Die Gesamtkosten für die Realisierung belaufen sich auf rund 43,5 Millionen Euro, die durch Förderungen und eine Crowdfunding-Kampagne aufgebracht werden sollen. Mit der Förderung durch das Bundesbauministerium und die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt rückt das Projekt der Realisierung einen wesentlichen Schritt näher.

Der Senator für Stadtentwicklung und Umwelt Andreas Geisel zeigte sich erfreut über die Förderzusagen: "Beide Projekte sind auf den ersten Blick unterschiedlich. Sie haben aber eines gemeinsam: Sie zeigen, wie wichtig das friedliche Miteinander in einer Stadt wie Berlin ist. Wir sind weltoffen, tolerant und voller Respekt für die Menschen – unabhängig von Religion, Herkunft und Geldbeutel."

Mit dem Programm zur Förderung von Investitionen in nationale Projekte des Städtebaus sollen investive sowie konzeptionelle Projekte mit besonderer nationaler bzw. internationaler Wahrnehmbarkeit, mit sehr hoher fachlicher Qualität, mit überdurchschnittlichem Investitionsvolumen oder mit hohem Innovationspotenzial gefördert werden. Eine unabhängige Expertenjury hat aus 118 Vorschlägen bundesweit 17 Premiumprojekte ausgewählt, die insgesamt mit 41 Millionen Euro durch den Bund gefördert werden.

Berlin hat seit 2014 mit den Projekten "Flussbad Berlin", "Hansaviertel – Stadt von Morgen" und "Öffnung des Flughafengebäudes Tempelhof – Tower THF" nunmehr fünf Nationale Projekte des Städtebaus.

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