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m4guide-App navigiert Blinde und Sehbehinderte auf öffentlichen Straßen, zu und in öffentlichen Verkehrsmitteln und öffentlichen Gebäuden


28.04.16, Pressemitteilung
Die Akteure des Projektes m4guide (mobile multi-modal mobility guide) stellen am heutigen Donnerstag erstmals die Smartphone-Navigation für Blinde und Sehbehinderte für den im Rahmen des Forschungsprojektes praxisgeprüften Bereich Berlin-Mitte vor.

In Deutschland leben laut WHO ca. 1,2 Millionen blinde und sehbehinderte Menschen. Aber es gibt bisher für sie kein durchgängiges und verkehrsmittelübergreifendes Navigationssystem, das positionsgenau ortet und mit begleitenden Echtzeitinformationen sicher zum Ziel führt.

Das soll sich mit der ersten Smartphone-Navigation für Blinde und Sehbehinderte ändern. Erstmals in Deutschland wurde unter Leitung der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt eine solche Indoor-Outdoor- und ÖPNV-Navigation entwickelt.

Blinde und sehbehinderte Personen können sich mit der m4guide-App sicher in einer ihnen unbekannten städtischen Umgebung zu Fuß, mit öffentlichen Verkehrsmitteln sowie in Bahnhöfen und Bürgerämtern bewegen. Die App kann auf ein handelsübliches Smartphone installiert werden und dient der Kommunikation, Ortung und sprachgeführten Navigation. m4guide ist mit Hilfe eines Smartphones auch von anderen Benutzergruppen, wie z.B. älteren Menschen, verwendbar. Basis der Entwicklung war der Ansatz "design for All".

Für das Projekt m4guide stellte das Bundesministerium für Wirtschaft, im Rahmen der Forschungsinitiative "Von Tür zu Tür - eine Mobilitätsinitiative für den Öffentlichen Personenverkehr der Zukunft" 4 Mio. € zur Verfügung. Die beteiligten Unternehmen steuerten darüber hinaus 1,6 Mio. € bei.

Das Forschungsprojekt, und damit die Entwicklung der App, wurde im Dezember 2012 gestartet. Um die Weiterverwendung der Projektergebnisse im Land Berlin zu gewährleisten, wird unter Beteiligung der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt durch den Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) und den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG) das neuartigen Navigationssystem in das bestehende Informationssystem "FahrInfo" integriert.

Pilotgebiete für die App-Entwicklung waren der Bezirk Mitte und der Stadt- und Landkreis Soest. Eine Übertragung auf andere Bezirke und Städte ist grundsätzlich möglich und auch geplant. Langfristiges Ziel ist, in Berlin die Navigations-App für das gesamte Stadtgebiet bereitzustellen. Zunächst wird dafür eine umfassende Datenerfassung durchgeführt.


m4guide wurde unter Leitung der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt gemeinsam mit dem Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverband, dem Landkreis Soest und fünf weiteren Partnern aus Forschung, IT- und Verkehrsunternehmen sowie einem Verkehrsverbund entwickelt:
  • Beratungsgesellschaft für Leit-+, Informations- und Computertechnik GmbH (BLIC)
  • Berliner Verkehrsbetriebe (BVG)
  • Deutscher Blinden- und Sehbehindertenverband e. V. (DBSV)
  • Fichtenberg Oberschule Berlin
  • Fraunhofer-Institut für Offene Kommunikationssysteme, FOKUS
  • Regionalverkehr Ruhr-Lippe GmbH (RLG)
  • IVU Traffic Technologies AG
  • HaCon Ingenieurgesellschaft mbH
  • Landkreis Soest
  • Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt, Berlin
  • VBB Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg GmbH


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