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Umweltentlastungsprogramm II (UEP II) erfolgreich abgeschlossen - Start von BENE - Berliner Programm für Nachhaltige Entwicklung


03.02.16, Pressemitteilung
Mit Jahresabschluss 2015 endet das EU-kofinanzierte Umweltentlastungsprogramm II (UEP II). Es hatte eine Laufzeit von neun Jahren (2007 – 2015) mit einem Programmvolumen von rd. 160 Mio. €; daran war der Europäische Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) mit 80,402 Mio. € beteiligt.

Unter vollständiger Ausschöpfung der Mittel wurden in Berlin insgesamt ca. 180 Projekte für umweltentlastende Zwecke erfolgreich umgesetzt. Gefördert wurden die Steigerung der Energieeffizienz im Gebäudebereich, der Erhalt und Ausbau von Natur- und Landschaftsschutzgebieten, die Verbesserung der Gewässergüte sowie der Gewinn von Erkenntnissen über neue umweltentlastende Technologien in Form von Forschungsvorhaben und Studien.

Mit dem Programm konnten über 21.000 Tonnen CO2-Emissionen dauerhaft in Berlin eingespart werden. Gemessen an der CO2-Bilanz des Landes Berlin in Relation zur Einwohnerzahl heißt dieses, das die Pro-Kopf-Emissionen von ca. 3.450 Berlinerinnen und Berlinern vollständig eingespart werden konnten.

Unter anderem wurden 17 Schulen und 42 Kitas energetisch saniert. Aber auch denkmalgeschützte öffentliche Gebäude, wie das Victoria-Haus im Botanischen Garten. Weitere Beispiele sind:
  • Umrüstung von rd. 700 Gasaufsatzleuchten im Straßenland in Neukölln. Optisch neutral, konnten durch den Ersatz der Gasleuchten durch strombetrieben moderne LED-Lampen jährlich rd. 655 Tonnen CO2-Emissionen vermieden sowie gleichzeitig umfangreiche Betriebskosten eingespart werden.
  • Energetische Sanierung und Regenwassermanagement des Freizeit- und Erholungszentrum FEZ. Durch die umfangreiche energetische Sanierung des FEZ können nun jährlich 590 Tonnen CO2 eingespart und die Betriebskosten wesentlich reduziert werden. Es wurden die Fassade gedämmt, die Fenster ausgetauscht und das Dach isoliert. Das nun auf der Dachfläche aufgefangene Regenwasser wird biologisch gereinigt in den Badesee geleitet. Eine zusätzliche Zufuhr von Frischwasser und die bisherige Sicherstellung der Badewasserqualität durch Chemikalien (wie Chlor) entfallen damit.
  • Renaturierung des Geländes des ehemaligen Reifenwerks Schmöckwitz. Auf dem Gelände des ehemaligen Berliner Reifenwerks in Treptow-Köpenick wurden die alten Gebäuderuinen abgerissen und entsorgt und das Gelände für die Ausweisung als Landschaftsschutzgebiet vorbereitet.
  • Regenwassermanagement im Britzer Garten. Durch das neue Regenwassermanagement des Britzer Gartens, wird der See im Britzer Garten und die Berliner Kanalisation von umweltschädlichen Stoffen entlastet. Das neue Konzept nutzt das anfallende Regenwasser von Dachflächen, Verkehrsflächen und Freiflächen, welches vormals ungereinigt in die Kanalisation geleitet wurde und nun, mechanisch und biologisch gereinigt, in den See eingeleitet wird.
  • Umrüstung von rd. 350 BVG-Bussen mit SCRT-Filtern und Motormanagement. Bei den in der hochbelasteten Innenstadt eingesetzten Bussen wurde zur Verbesserung der Berliner Luft ein Teil der Busflotte der BVG mit Rußpartikelfiltern und einem neuen Motormanagementsystem ausgestattet. 80% der Stickoxidemissionen jedes einzelnen Busses werden reduziert und der Kraftstoffverbrauch um bis zu 6 % verringert. Außerdem wurden die Filter so eingesetzt, dass sie jetzt leicht zu reinigen sind.

Start des neuen Umweltförderprogramms BENE – Berliner Programm für Nachhaltige Entwicklung

Mit der Genehmigung der EU Kommission im Dezember 2014 fiel der Startschuss für die neue Förderperiode (2014 – 2023). Mit dem neuen Umweltförderprogramm BENE können auch weiterhin Mittel der Europäischen Union für die Minderung von CO2-Emissionen und weitere Umweltschutzmaßnahmen in Berlin eingesetzt werden.

Das Programm BENE setzt damit die Umweltförderung der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt fort, und das sogar mit einem erhöhten Mittelvolumen. Das Programm umfasst rd. 235 Mio. €, davon rd. 117 Mio. € aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE).

Die Mittel sollen vornehmlich zur Reduzierung von CO2-Emissionen in der Stadt eingesetzt werden und einen Beitrag zum Erreichen des Ziels „Klimaneutrales Berlin 2050“ leisten. Besonderheit in dieser Förderperiode ist die Förderung von Umweltmaßnahmen in sozial benachteiligten Quartieren. In ausgewählten Gebieten Berlins mit einer überdurchschnittlich hohen sozioökonomischen Belastungsstruktur der Bevölkerung können nun insbesondere Grünmaßnahmen sowie Maßnahmen zur Lärmminderung gefördert werden.

Weitere Informationen können unter www.berlin.de/bene nachgelesen werden.





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