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Nichtoffener Realisierungswettbewerb Neues Wohnen an der Briesestraße in Neukölln entschieden


10.12.15, Pressemitteilung
Der im September 2015 von der STADT UND LAND Wohnbauten-Gesellschaft mbH ausgelobte und durch die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt koordinierte und durchgeführte Nichtoffene Wettbewerb "Neues Wohnen an der Briesestraße" wurde nach eintägiger Sitzung des Preisgerichts am 08. Dezember 2015 entschieden.

Senatsbaudirektorin Regula Lüscher: "Ich bin begeistert von der mutigen und zukunftsweisenden Entscheidung der Jury. Der erste Preis des Büros EM2N Architekten liefert einen entscheidenden Beitrag zur Baukultur und zur bereits im Urban Living Verfahren geführten Diskussion über neue städtische Wohnformen. Durch sein innovatives Konzept hat der Entwurf großes Potential den Standort zu einem lebendigen und urbanen Ort zu entwickeln. Ich danke der Bauherrin STADT UND LAND für Ihr beispielhaftes Engagement und für Ihre Offenheit, diesen Entwurf zu realisieren."

Am Standort, im sogenannten Rollbergkiez, sollen 1- bis 4-Zimmer-Wohnungen, Atelierwohnungen und Wohnungen mit zusätzlichen Gemeinschaftsflächen für so genannte Wohngruppen entstehen. Die Erdgeschossbereiche sollen mit Atelierwohnungen und einem Café geplant werden. Ziel ist, mit der Nachverdichtung am Standort die spezifische Qualität des Quartiers zu erhöhen, Freiräume aufzuwerten und Monostrukturen zu lebendigen, urbanen Räumen weiterzuentwickeln.Das L-förmige Baugrundstück zwischen Briesestraße und Kienitzer Straße wird im Osten durch einen geschlossenen Blockrand und im Westen von einer großförmigen, offenen Wohnbebauung aus Siedlungsbauten der 1970er-Jahre begrenzt. Die Größe des Wettbewerbsbereichs beträgt ca. 3.700 m². Für die Baumaßnahme wird von Bauwerkskosten in Höhe von ca. 12.500.000 Euro (brutto) ausgegangen. Es ist geplant, die Baumaßnahme bis zum Jahr 2017/ 2018 zu realisieren, sofern die finanziellen Voraussetzungen vorliegen.

Der Auslober erwartete städtebaulich und architektonisch anspruchsvolle Gesamtkonzepte, die unter dem Aspekt des flächen- und kostensparenden Bauens geplant werden sollten.
20 Architekturbüros als Generalplaner bzw. Bewerber-/ Bietergemeinschaften (inkl. Fachplaner) wurden in einem vorgeschalteten EU-weiten Bewerbungsverfahren zur Teilnahme am Verfahren ausgewählt.

Die Preissumme betrug 76.000 € (netto). Die Wettbewerbsjury entschied unter Vorsitz des Architekten Torsten Krüger aus Berlin nach ausführlicher Diskussion wie folgt:

1. Preis – Arbeit 1128
Architekt als Generalplaner: EM2N, Zürich

2. Preis – Arbeit 1122
Architekt als Generalplaner: AllesWirdGut Architektur ZT GmbH, Wien / München

3. Preis – Arbeit 1120
Bewerber- / Bietergemeinschaft:
Architekt: Spengler-Wiescholek Architekten und Stadtplaner, Hamburg
Landschaftsarchitektur: el:ch landschaftsarchitekten, Hamburg
Tragwerksplanung: Ingenieurbüro Dr. Binnewies, Hamburg
Technische Ausrüstung: IG Tech, Hamburg

2 gleichwertige Anerkennungen je 5.500 €:
Anerkennung - Arbeit 1112

Architekt als Generalplaner: raumzeit Gesellschaft von Architekten mbH, Berlin

Anerkennung – Arbeit 1130
Architekt als Generalplaner: Axthelm Rolvien GmbH & CoKG, Potsdam
Landschaftsarchitektur: Holzwarth Landschaftsarchitektur, Berlin
Tragwerksplanung: LHT Bauingenieure GmbH, Berlin
Technische Ausrüstung: RWplan GbR, Potsdam

Aus der Beurteilung des Preisgerichts zum 1. Preis von EM2N Architekten, Zürich:
Der Entwurf betont die Herausbildung und Weiterentwicklung von Gemeinschaft und sozialer Kommunikation und setzt dieses Thema konsequent in den Mittelpunkt.Das Konzept schließt mit einer Anordnung von vier Baukörpern an den Bestand an. Ein kleiner Stadtplatz öffnet das Quartier zur Mündung des Grünzuges der Lessinghöhe an der Kienitzer Strasse. Die entstehende hybride Struktur vermittelt zwischen der gründerzeitlichen Blockstruktur und den mäandrierenden Gebäuden der Spätmoderne aus den 70er Jahren. Der entstehende gemeinschaftlich genutzte Hof ist der Mittelpunkt der Wohnanlage. Der Typus des Laubenganghauses wird über die Doppelnutzung als Balkon und Erschließungsfläche zu einem kommunikativen, integrativen Element transformiert. Dadurch entsteht Potential für soziale Kommunikation und räumliche Qualität. Das Haus am Stadtplatz für Wohngruppen mit einem Café im Erdgeschoss zeigt programmatisch das Gesamtkonzept des Hauses.
Die Fassade aus hinterlüfteten Aluminiumelementen ist in ihrer Struktur und Typologie bewusst experimentell angelegt und spielt mit einer Ästhetik des Unfertigen, Rohen. Analogien aus der Industriearchitektur werden spürbar. Das Konzept bietet Potential für eine Weiterentwicklung und Aneignung dieser Formen und Materialien für neue Wohnarchitektur.

Die Jury empfahl, den 1. Preis zur Grundlage der weiteren Bearbeitung zu machen.

Alle 20 eingereichten Wettbewerbsarbeiten werden Anfang 2016 in einer Ausstellung zu besichtigen sein. Ort und Zeitraum der Ausstellung stehen noch nicht fest und werden rechtzeitig bekannt gegeben.
 



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Katrin Dietl
Tel.: 030 90139-4040
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