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Ergebnisse des Nichtoffenen Realisierungswettbewerbs "Wohnhäuser an der Köpenicker Straße" liegen vor


17.09.15, Pressemitteilung
Der im Juni 2015 von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt gemeinsam mit der WBM Wohnungsbaugesellschaft Berlin-Mitte mbH ausgelobte Nichtoffene Realisierungswettbewerb für den Neubau von Wohnhäusern an der Köpenicker Straße in Berlin Mitte wurde nach einer ganztägigen Sitzung des Preisgerichts am 14. September 2015 entschieden.

Senatsbaudirektorin Regula Lüscher: "Ich bin begeistert über das Ergebnis der Juryentscheidung. Beide Entwürfe liefern einen wichtigen Beitrag zur angemessenen Nachverdichtung innerstädtischer Quartiere für breite Bevölkerungsschichten. Im Rahmen der Überarbeitung der beiden Entwürfe werden wir entscheiden, welches Projekt realisiert wird."

Gegenstand des Wettbewerbs war der Neubau eines Punkthochhauses sowie weiterer Wohnhäuser an der Köpenicker Straße 104 - 114 in Berlin Mitte. Das zu bebauende Grundstück befindet sich auf einem ca. 42 m breitem Grün- und Erschließungsstreifen entlang der Köpenicker Straße in zentraler Lage im Bezirk Mitte. Es ist mit einer von der Straßenflucht zurückgesetzten 10-geschossigen Wohnzeile in Plattenbauweise aus den 60er Jahren bebaut.
Die Grundstückseigentümerin, die WBM Wohnungsbaugesellschaft Berlin-Mitte mbH, beabsichtigt in Abstimmung mit dem Bezirksamt Mitte und der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt die Errichtung einer 6-geschossigen Wohnbebauung und eines 12-geschossiges Punkthochhaus mit einer Wohnfläche von insgesamt ca. 9.350 m². Im Erdgeschoss sollen Einzelhandels- und Kleingewerbeflächen sowie eine Kindertagesbetreuungsstelle entstehen. Insgesamt sollten ca. 10.850 m² Nutzfläche und eine Tiefgarage mit ca. 150 Stellplätzen im Rahmen des Wettbewerbs geplant werden.

Der Auslober erwartete von den Wettbewerbsteilnehmern innovative Ideen zu zeitgenössischen Mietwohnungen, die eine Mischung unterschiedlicher Nutzergruppen ermöglichen. Außerdem sollten die maßgeblichen Aspekte des energieoptimierten Bauens im Sinne richtungsweisender Energie- und kosteneffizienter Gebäudekonzepte sollten in den Entwürfen umgesetzt werden.

Für die Baumaßnahme sind Gesamtkosten in Höhe von 21,8 Millionen Euro vorgegeben. Die Fertigstellung ist für Ende 2018 vorgesehen.

Die 18 Wettbewerbsteilnehmer gingen aus einem vorgeschalteten, europaweiten Auswahlverfahren hervor. Die Preissumme betrug 130.000,- Euro. Unter dem Vorsitz der Berliner Architektin Regine Leibinger entschied das Preisgericht nach ausführlicher Diskussion zwei erste Preise zu vergeben. Die beiden Preisträger sind die
  • Arbeitsgemeinschaft Love architecture and urbanism und Architektur Consult aus Graz sowie
  • Grüntuch Ernst Planungsgesellschaft mbH aus Berlin.

Die Jury äußerte sich zum preisgekrönten Entwurf der Arbeitsgemeinschaft Love architecture and urbanism und Architektur Consult wie folgt:
"Die Arbeit liefert einen sehr interessanten Beitrag für den grundsätzlichen Umgang mit Nachverdichtung im komplexen Wohnungsbau. Der dreigeschossige, flache Baukörper ist gut positioniert und zollt der hohen Wohnscheibe den erforderlichen Respekt. Die langgestreckte Bauform setzt neue typologische Ansätze für innerstädtisches Wohnen mit einem breiten Angebot verschiedener Wohnformen um. Insbesondere die differenzierte Ausformulierung der Freiräume lässt eine hohe Attraktivität für die Wohnqualität an diesem Standort erwarten. … Insgesamt überzeugt die Arbeit durch eine maßvolle, städtebauliche Einbindung und durch das Angebot der vielfältigen, innovativen Wohnformen."

Der preisgekrönte Beitrag der Architekten Grüntuch Ernst wurde wie folgt gewürdigt:
"Der Entwurf sieht vier achtgeschossige Punkthäuser entlang der Köpenicker Straße und ein zwölfgeschossiges Hochhaus an der Michaelkirchstraße vor. Diese Gebäudensemble wird durch ein flaches, transparentes Sockelgeschoss miteinander verbunden. Im Sockelband befinden sich, neben zusätzlichen Gewerbeflächen und Flächen für die Kita auch die Gartenhöfe. Durch die konsequente Anordnung von Loggien orientieren sich diese ausschließlich nach Westen und Osten zu den Höfen und Freiräumen. Ruhige Lochfassaden mit heller Keramik zur Köpenicker Straße und zum Plattenbau schaffen eine klare Baukörperausrichtung. Das Thema der bepflanzbaren Fenster- und Loggiabrüstungen verlängert die grünen Höfe in die Fassaden hinein. Der Entwurf schafft damit die Balance zwischen dem Bestand und einer zeitgemäßen Neugestaltung des Ortes."

Die Jury empfahl einstimmig, die beiden mit dem 1. Preis ausgezeichneten Arbeiten zu überarbeiten. Alle 18 eingereichten Wettbewerbsarbeiten werden in einer Ausstellung zu besichtigen sein. Ort und Zeitraum der Ausstellung stehen noch nicht fest und werden rechtzeitig bekannt gegeben.

Zwei gleichwertige 1. Preise:

1. Preis – Arbeit 1093: 39.750,- €

Architektur: Arbeitsgemeinschaft Love architecture and urbanism ZT GmbH, Architektur Consult ZT GmbH, Graz / Österreich
Landschaftsarchitektur: YEWO Landscapes e.U., Wien
Tragwerksplanung: Thomas Lorenz ZT GmbH, Graz
Technische Ausrüstung: Ebert Ingenieure GmbH, Berlin

1. Preis - Arbeit 1096: 39.750,- €
Architektur: Grüntuch Ernst Planungsgesellschaft mbH, Berlin
Landschaftsarchitektur: WES Landschaftsarchitektur, Berlin
Tragwerksplanung: GTB – Berlin Gesellschaft für Technik am Bau mbH, Berlin
Technische Ausrüstung: Ingenieurgesellschaft Ridder und Meyn mbH, Berlin

3. Preis – Arbeit 1092: 20.500,- €
Architektur: sauerbruch hutton gesellschaft von architekten mbh, Berlin
Landschaftsarchitektur: Keller Damm Roser Landschaftsarchitekten Stadtplaner GmbH, München
Tragwerksplanung: schlaich bergermann und partner- sbp gmbh, Stuttgart
Technische Ausrüstung: Innius RR GmbH, Rosbach

4. Preis – Arbeit 1085: 14.000,- €

Generalplaner: Schneider + Schumacher Planungsgesellschaft mbH, Frankfurt
Sonderfachleute: Brandschutz, HHP, Berlin

2 gleichwertige Anerkennungen je 8.000 €:

Anerkennung – Arbeit 1082

Architektur: Beckmann N'Thépé Architectes, Paris
Landschaftsarchitektur: Atelier Le Balto, Berlin
Tragwerksplanung: Bollinger Grohmann Sarl, Paris
Technische Ausrüstung: HTES, Berlin

Anerkennung – Arbeit 1087
Architektur: blauraum Architekten GmbH, Berlin
Landschaftsarchitektur: Holzwarth Landschaftsarchitektur, Berlin
Tragwerksplanung: Assmann Beraten + Planen GmbH, Berlin
Technische Ausrüstung: Assmann Beraten + Planen GmbH, Berlin


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