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Denkmalschutz für die Nachkriegsmoderne am Alexanderplatz


13.07.15, Pressemitteilung
Berlin ist die einzige Metropole weltweit, die in ihrem Stadtbild Zeugnisse der beiden politischen Blöcke des Kalten Krieges vereinigt. Die beiden deutschen Staaten arbeiteten mit großem Ehrgeiz an ihrem repräsentativen Erscheinungsbild als "Hauptstadt der DDR" bzw. als "Schaufenster des Westens".

Ost-Berlin sollte eine sozialistische Vorzeigestadt werden. Dem Alexanderplatz kam dabei eine besondere Bedeutung zu. Er ist gleichzeitig großstädtischer Verkehrsknoten, an dem wichtige Institutionen des gesellschaftlichen Lebens, der Wirtschaft und des Handels der DDR angesiedelt waren, und eine beruhigte Fußgängerzone um Brunnen und Weltzeituhr. Vergleichbare denkmalgeschützte Plätze in West-Berlin sind der Breitscheidplatz und der Ernst-Reuter-Platz.

Das Landesdenkmalamt Berlin hat jetzt drei prominente Bauwerke am Alexanderplatz aus der Zeit um 1970 unter Denkmalschutz gestellt:
  • das Haus des Berliner Verlages, 1970-73, von den Architekten Karl-Ernst Swora, Rainer Hanslik, Günter Derdau, Waldemar Seifert und Gerhard Voss, mit Pressecafé und dem Fries "Sozialistische Presse" von Willi Neubert (z.Z. überdeckt)
  • das Haus des Reisens, 1969-72, von den Architekten Roland Korn, Johannes Brieske, Roland Steiger mit dem Kupferrelief "Der Mensch überwindet den Raum" von Walter Womacka
  • die Weltzeituhr, 1969-70, von Erich John


Senatsbaudirektorin Regula Lüscher: "Die nun denkmalgeschützten Bauwerke sind Zeugnisse von künstlerischer, städtebaulicher und geschichtlich überragender Bedeutung. Wir wollen mit der Unterschutzstellung auch den Blick für die zahlreichen Qualitäten der jüngeren Geschichte öffnen und gerade die baulichen Zeugen des doppelten Berlins im ehemaligen Osten und Westen der Stadt einander gegenüber stellen."

Am Alexanderplatz stehen bereits folgende Bauwerke unter Denkmalschutz:
  • Stadtbahntrasse; S- und U-Bahnhof Alexanderplatz
  • Berolinahaus und Alexanderhaus (1930-32 von Peter Behrens)
  • Haus des Lehrers und Kongresshalle (1961-64 von Hermann Henselmann mit dem Mosaikfries "Unser Leben" (1964 von Walter Womacka)
  • Brunnen der Völkerfreundschaft (1969 von Walter Womacka)

Weitere Denkmalausweisungen sind unmittelbar am Alexanderplatz nicht geplant.


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