Achtung Umbau der Website
    Über uns  







Initiative Verhalten im Brandfall
Verhalten im Brandfall

 

Presse und Aktuelles

Wettbewerb für den Neubau eines Seminargebäudes für das Haus der Wannsee-Konferenz in Berlin Steglitz-Zehlendorf entschieden


24.06.15, Pressemitteilung
Der im März dieses Jahres von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt ausgelobte Wettbewerb „Neubau eines Seminargebäudes für das Haus der Wannsee-Konferenz“ wurde am 18. Juni 2015 vom Preisgericht entschieden.

Gegenstand des Wettbewerbs war der Neubau eines Seminargebäudes für die Gedenkstätte des Hauses der Wannsee-Konferenz am Standort Am Großen Wannsee 56-58, 14109 Berlin Steglitz-Zehlendorf, Ortsteil Wannsee.

Das Haus der Wannsee-Konferenz (ursprünglich Villa Marlier, 1914-1915, Architekt: Prof. Paul Otto August Baumgarten) ist eine der wichtigsten Gedenkstätten zum Völkermord an den europäischen Juden in Deutschland. Hier fand am 20. Januar 1942 eine Staatssekretärsbesprechung statt, die den Mord an den europäischen Juden zum Gegenstand hatte. Die Gedenkstätte wurde 1992 eröffnet und wird vom Verein “Erinnern für die Zukunft e.V.“ getragen. Neben der Dauerausstellung beherbergt das Haus eine der größten Bibliotheken zum jüdischen Leben und zum Holocaust in Deutschland. Das umfassende maßgeschneiderte Bildungsangebot der Gedenkstätte, das sich an unterschiedliche Schüler- und Berufsgruppen richtet, erfreut sich international größter Anerkennung.

Im letzten Jahr wurde die Gedenkstätte von ca. 120.000 Besuchern besucht, Tendenz steigend. Aufgrund des wachsenden Besucherinteresses sind die räumlichen und funktionalen Möglichkeiten der Villa erschöpft. Aus diesem Grund soll ein neues Seminargebäude auf dem Grundstück der Gedenkstätte zur Erweiterung des Bildungs- und Seminarangebotes errichtet werden.

Das Gebäude soll sich angemessen und auch eigenständig mit dem denkmalgeschützten Umfeld auseinandersetzten und als flexibles, energie- und kosteneffizientes Gebäude geplant werden. Der Neubau wird eine Nutzfläche von ca. 390 m² haben.

Die geschätzten Baukosten des Entwurfs betragen ca. 1,6 Millionen Euro. Es ist geplant, die Baudurchführung unter Leitung der BIM Berliner Immobilienmanagement GmbH, die die Liegenschaft im Auftrag des Landes Berlin verwaltet, im Jahr 2016 zu beginnen.

Zur Teilnahme am Wettbewerb wurden in einem vorgeschalteten Bewerbungsverfahren durch ein vom Preisgericht unabhängiges Auswahlgremium aus 183 Bewerbern 7 Architekten aus Deutschland, Österreich und Spanien ausgewählt.


Die Wettbewerbsjury unter Vorsitz des Münchener Architekten Florian Nagler entschied nach ausführlicher Diskussion wie folgt:

1. Preis
Staab Architekten - Berlin

2. Preis
Brückner & Brückner Architekten GmbH - Tirschenreuth

3. Preis
Marte.Marte Architekten ZT GmbH - Weiler

Die Jury empfahl dem Auslober sowie dem Bauherren, die mit dem 1. Preis ausgezeichnete Arbeit der weiteren Bearbeitung der Planungsaufgabe zugrunde zu legen mit dem Ziel der Realisierung.

Dieser empfohlene Entwurf ordnet sich der Höhenentwicklung der Bestandsgebäude, insbesondere dem Gewächshaus unter und nimmt sich durch seine liegende Proportion zurück. Im Zwischenraum zum Gewächshaus entsteht dadurch eine besondere Aufenthaltsqualität. Das Foyer ist in seiner ganzen Länge zum Garten hin ausgerichtet. Es ist in seiner Dimensionierung gelungen und durch seine Lage für Besucher gut auffindbar. Die Beschränkung auf wenige Materialien wurde von der Jury als angemessen und wohltuend empfunden. Das durchgängige Material Sichtbeton an der Außenhülle verdeutlicht die absichtsvolle Wahl der Formgebung.


Ausstellung
Die Wettbewerbsarbeiten werden in einer Ausstellung zu besichtigen sein.

Weitere Informationen:



Pressearchiv



Kontakt