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Presse und Aktuelles

Auftaktveranstaltung der Berliner Zukunftsinitiative Stadtteil II


19.03.15, Pressemitteilung
Senator Andreas Geisel startet gemeinsam mit EU-Kommissarin Corina Crețu und Bundesministerin Dr. Barbara Hendricks für den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) die Förderperiode bis 2020.

Heute gab der Berliner Senator für Stadtentwicklung und Umwelt, Andreas Geisel im Rahmen der "Auftaktveranstaltung der Berliner Zukunftsinitiative Stadtteil II" den offiziellen Startschuss für die Förderung der nachhaltigen Stadtentwicklung in Berlin im Rahmen der EU-Förderperiode bis 2020.

Die Veranstaltung wird in Verbindung mit der 61. Tagung des Deutsch-Österreichischen URBAN-Netzwerkes "Nachhaltige Stadtentwicklung" durchgeführt. Die Anwesenheit der Kommissarin für Regionalpolitik und Stadtentwicklung, Corina Crețu und der Bundesministerin für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit, Dr. Barbara Hendricks unterstreicht die Bedeutung, die die EU und der Bund der Integrierten Nachhaltigen Stadtentwicklung beimessen.


Senator Andreas Geisel: "Berlin erhält glücklicherweise auch in dieser Förderperiode erhebliche Finanzmittel aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE). Ich freue mich, dass wir damit unsere erfolgreiche Politik der integrierten und nachhaltigen Stadtentwicklung fortsetzen können. Wachsende Stadt bedeutet auch wachsende Herausforderungen. Vor allem in den Nachbarschaften müssen wir die soziale Verantwortung für die Menschen und die öffentlichen Räume stärken. Bildung, Respekt und Engagement für die Quartiere gehören zwingend dazu."

Erfolgreiche „Zukunftsinitiative Stadtteil“ wird bis 2020 fortgesetzt

Dem Land Berlin werden von der EU im Zeitraum 2014 bis 2020 Fördermittel in Höhe von rund 635 Mio. EUR aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) zur Verfügung gestellt. 100 Mio. EUR davon für den Bereich „Nachhaltige Stadtentwicklung“. Die Zukunftsinitiative Stadtteil II (ZIS II – Förderperiode 2014-2020) ist die Weiterentwicklung der bereits in der Förderperiode 2007-2013 erfolgreich umgesetzten nachhaltigen Stadtentwicklung. Die Initiative dient als Dach für die Programme Stadtumbau, Soziale Stadt, Bildung im Quartier, Stadtteilzentren sowie Bibliotheken im Stadtteil und verfolgt das Ziel, mit integrierten gebietsbezogenen Entwicklungsstrategien (die sowohl baulich-investiv als auch sozio-integrativ sein können) lokale Potenziale zu aktivieren und Infrastrukturen zu stärken.


Quartiere nachhaltig stabilisieren
Es werden weiterhin Strategien gefördert, die zur nachhaltigen Stabilisierung der Berliner Quartiere beitragen, in denen sich die größten sozioökonomischen und städtebaulichen Herausforderungen überlagern. Ziele der ZIS II-Förderung sind u.a.:
  • Verbesserung und Anpassung der sozialen Infrastruktur an lokale Erfordernisse, insbesondere in den Bereichen Bildung, Integration, Nachbarschaft und Armutsbekämpfung
  • Qualifizierung des öffentlichen Stadtraums sowie Aufwertung von Freiflächen
  • Stärkung des sozialen Zusammenhalts sowie Förderung der Selbsthilfe
  • und des bürgerschaftlichen Engagements
  • Durchführung integrierter Beteiligungsverfahren
  • Unterstützung von Personen, die von Armut betroffen sind, durch Verbesserung des Zugangs zu Dienstleistungen mit lokalen, niedrigschwelligen Angeboten
  • Herstellung nachhaltiger Strukturen in Gebieten, die von städtebaulichen Funktionsverlusten betroffen sind

Kommissarin Creţu besucht Beispiele Integrierter Stadtentwicklung
Bei ihrem ersten offiziellen Antrittsbesuch in Deutschland verschaffte sich Kommissarin Creţu vor Ort einen Eindruck von folgenden Projekten Integrierter Stadtentwicklung:

  • Campus Rütli – CR²
    Hier wird seit 2007 in einem Netzwerk verschiedener Akteure und Unterstützer daran gearbeitet, das Bildungsangebot im Neuköllner Norden zum Wohle der nachwachsenden Generationen zu verbessern. Die Schule entwickelt sich zu einem sozialen Erlebnisraum, der Entwicklungen von der Kindertagesstätte bis zum Eintritt in die Berufsausbildung ermöglicht und alle schulischen Abschlüsse bis hin zum Abitur anbietet.

  • Kinder- und Familienzentrum Hobrechtstraße
    Der Bau dieses Familienzentrums entspricht der bildungspolitischen Zielstellung, insbesondere Kinder aus Familien mit Migrationshintergrund möglichst früh zu fördern. Es ist deshalb in Neukölln-Nord von großer Bedeutung. Mit dieser Einrichtung sind essentielle Angebote der Jugend- und Familienhilfe im Bereich westlich der Reuterstraße geschaffen worden. Das Gebäude und die Freiflächen stehen auch nachbarschaftsfördernden Aktivitäten der Quartiersbewohnerinnen und -bewohner offen.

  • Stadtteilmütter Neukölln
    Das Projekt „Stadtteilmütter in Neukölln“ qualifiziert arbeitslose Mütter nicht deutscher Herkunft – vorrangig türkischer und arabischer Muttersprache – in einem 6-monatigen Kurs zu Themen der Erziehung, Bildung und Gesundheit. Die geschulten „Stadtteilmütter“ besuchen andere Familien ihrer Communities in den Quartiersmanagementgebieten Nord-Neuköllns und der Gropiusstadt. Jede Familie wird mehrfach von der „Stadtteilmutter“ besucht und erhält umfassende Informationen und Materialien, die zur Auseinandersetzung mit dem eigenen Erziehungsverhalten motivieren und konkrete Hilfen im Bezirk aufzeigen. Die "Stadtteilmütter" werden sozialpädagogisch begleitet und im Rahmen einer Beschäftigungsmaßnahme befristet angestellt oder geringfügig auf dem ersten Arbeitsmarkt beschäftigt. Das Pilotprojekt kooperiert vor Ort sehr eng mit den Quartiersbüros, Kindertagesstätten, Grundschulen, Eltern- und Nachbarschaftstreffs, Beratungsdiensten und der Jugendhilfe.



Das Deutsch-Österreichische URBAN-Netzwerk
Das Deutsch-Österreichische URBAN-Netzwerk unterstützt und begleitet deutsche und österreichische Städte bei der Umsetzung von städtischen Entwicklungsmaßnahmen, die aus den EU-Strukturfondsprogrammen 2007-2013 bzw. 2014-2020 finanziert werden. Dazu gewährleistet das Netzwerk einen intensiven Erfahrungsaustausch und Wissenstransfer, die inhaltliche Begleitung und fachliche Unterstützung von Stadtentwicklungsmaßnahmen, die Aufbereitung von Ergebnissen, Informations- und Öffentlichkeitsarbeit sowie politische Sensibilisierung – und dies aus der Perspektive eines integrierten, nachhaltigen Stadtentwicklungsansatzes. Als Austauschplattform fördert das Deutsch-Österreichische URBAN-Netzwerk den Dialog zwischen Vertretern der europäischen, der nationalen, der regionalen und der kommunalen Ebene und nimmt so Einfluss auf den politischen Entscheidungs- und Willensbildungsprozess.





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