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Alliander gewinnt das erste deutsche Wettbewerbsverfahren für die Erweiterung und den Betrieb von Ladeinfrastruktur für Elektroautos


09.01.15, Pressemitteilung
Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt setzt mit dem wettbewerblichen Vorgehen technische und verfahrensseitige Standards.

Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt hat heute der Bietergemeinschaft Alliander AG / The New Motion GmbH / Allego GmbH den Zuschlag für die Erweiterung und den Betrieb von Ladeinfrastruktur in Berlin erteilt. Bis spätestens Mitte 2016 sollen auf Grundlage eines Standortkonzeptes für eine erste angebotsorientierte Erweiterungsphase 400 Wechselstrom-Lademöglichkeiten im öffentlichen Raum sowie auf öffentlich zugänglichen privaten Grundstücken errichtet werden. Zusätzlich sind 20 Gleichstrom-Schnelllademöglichkeiten vorgesehen.

Senator Geisel: "Ich freue mich über die gute Nachricht für alle Besitzer von Elektroautos und für alle Kaufinteressenten. Die Erweiterung der Ladeinfrastruktur und deren langfristiger Betrieb sind jetzt sichergestellt. Damit schaffen wir Planungs- und Investitionssicherheit für alle, die mit einem Elektrofahrzeug arbeiten oder sich fortbewegen. Besonders Carsharing-Unternehmen fordere ich auf, ihre Flotten jetzt schnell auf Elektroantrieb umzustellen."

Berlin wählt als erste deutsche Stadt ein wettbewerbliches Vergabeverfahren für die Errichtung und den Betrieb der Ladeinfrastruktur. Die europaweite Ausschreibung startete am 25. Oktober 2012. Um die Teilnahme bewarben sich 28 Unternehmen bzw. Bieterkonsortien aus der ganzen Welt. Mit sieben ausgewählten Bietern begann im Januar 2013 ein von der Kanzlei Becker, Büttner, Held unterstütztes Dialogverfahren, in dem alle technischen und vertraglichen Details gemeinsam erarbeitet wurden. Hierbei wurde hinsichtlich der technischen Anforderungen und der organisatorischen Strukturen Neuland betreten. Die Angebote der Bietergemeinschaft Alliander AG / The New Motion GmbH / Allego GmbH haben sich im Vergleich zu den Angeboten anderer Bieter als die wirtschaftlichsten erwiesen. Hierfür waren insbesondere die Angebotspreise für das Errichtungs- und das Betreiberentgelt maßgeblich. Darüber hinaus erwiesen sich auch die vorgelegten technischen und organisatorischen Bieterkonzepte als sehr überzeugend.

Alle Kundenrelevanten Informationen zur Ladeinfrastruktur werden erstmals betreiberneutral auf der Plattform der Verkehrsinformationszentrale des Landes Berlin bereitgestellt. Diese Plattform übernimmt auch die Funktion einer anbieterneutralen Authentifizierungsplattform.

Senator Geisel: "Der Zuschlag an die Alliander AG ist zugleich ein entscheidender Schritt, um eine einheitliche Benutzeroberfläche für die Ladeinfrastruktur im Land Berlin zu schaffen. Die kundenunfreundliche Vielfalt von unterschiedlichen Ladekarten und anderen Zugangstechniken hat sich als Hemmnis für die Marktentwicklung von Elektro-Pkw herausgestellt. Diese wird nun überwunden. Alle vom Land Berlin geförderten Ladeeinrichtungen werden künftig mit einer Ladekarte nutzbar."

Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt hat die verwaltungsseitigen Voraussetzungen für eine effiziente Umsetzung des Konzepts geschaffen. Mit den zuständigen Bezirksbehörden wurde ein bezirksübergreifend harmonisiertes Antrags- und Genehmigungsverfahren mit einer Verwaltungsvereinbarung festgelegt, für Antragsteller eine Arbeitshilfe für die Planung, Beantragung und Genehmigung von Ladeinfrastruktur im öffentlichen Raum veröffentlicht und bei der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt ein Ladeinfrastrukturbüro für die Koordination und die haushaltsmäßige Abwicklung der Förderung eingerichtet. Von dort erfolgt auch die tagesgenaue Veröffentlichung der beantragten und genehmigten Standorte.

Weitere Informationen zu Aktivitäten der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt:

Die Erweiterung der Ladeinfrastruktur im Land Berlin ist eines von 30 Projekten im Internationalen Schaufenster Elektromobilität Berlin-Brandenburg, das von der Berliner Agentur für Elektromobilität eMO koordiniert wird. Weitere Informationen unter: www.emo-berlin.de


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