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10 Jahre Stadtteilmütter in Neukölln! - Ein Erfolgsprojekt feiert Geburtstag


29.09.14, Pressemitteilung
Vor 10 Jahren wurde in Neukölln das Projekt Stadtteilmütter ins Leben gerufen. Am 29. September 2014 lud das Diakoniewerk Simeon als Träger dieses Projektes gemeinsam mit den Senatsverwaltungen für Stadtentwicklung und Umwelt sowie Arbeit und Integration und dem Bezirk Neukölln zur Feier des Jubiläums ins Interkulturelle Zentrum Genezareth im Neuköllner Schillerkiez ein, in dem die erste Gruppe der Stadtteilmütter in 2004 das Projekt als Pilot startete.

Bezirksbürgermeister Heinz Buschkowsky, Stadtentwicklungssenator Michael Müller und Arbeits- und Integrationssenatorin Dilek Kolat würdigten das Projekt als Beispiel für gelungene Integrationsarbeit. Ehemalige und aktive Stadtteilmütter berichteten über ihre Erfahrungen als Brückenbauerinnen zwischen Einwandererfamilien und Bildungseinrichtungen.

Bezirksbürgermeister Heinz Buschkowsky: "Das Neuköllner Rezept für funktionierende Integration heißt Stadtteilmütter. Zehn Jahre sind die Stadtteilmütter nun mit ihren roten Schals und ihren Taschen gefüllt mit Infomaterialien unterwegs und beraten Familien ihrer eigenen community. Das bleibt hoffentlich nicht nur weitere zehn Jahre so, da unsere Stadtteilmütter aus Neukölln nicht mehr wegzudenken sind."

Senator Michael Müller: "Das Projekt Stadtteilmütter ist Teil der Erfolgsgeschichte des Programms Soziale Stadt, es ist ein innovatives und preisgekröntes Integrationsprojekt. Die Stadtteilmütter sind nahe bei den Menschen vor Ort, kennen und setzen an an deren Bedürfnissen und Potentialen. So konnte und kann Integrationsarbeit zum Erfolg werden und Integration gelingen."

In den vergangenen zehn Jahren wurden in den Neuköllner Quartiersgebieten rund 8.000 Familien mit Migrationshintergrund von Stadtteilmüttern begleitet.
Bei jeweils zehn Besuchen klären sie die Familien zu Fragen der Erziehung, Bildung und Gesundheit auf. Stadtteilmütter informieren über Möglichkeiten der frühen Förderung von Kindern und weisen auf die Angebote bezirklicher Einrichtungen hin. Dabei werden sie von über 100 Kooperationspartnern wie Kindertagesstätten, Quartiersbüros, Schulen, Beratungsstellen und weiteren Organisationen unterstützt.

360 Frauen, zumeist türkischer und arabischer Herkunft, sowie auch polnischer, kurdischer, rumänischer und anderer Herkunftssprachen, wurden in Kursen zur Stadtteilmutter geschult. Die Schulungsinhalte sind gemeinsam mit den Stadtteilmüttern entwickelt worden, sagt Maria Macher, Projektleiterin beim Diakoniewerk Simeon: "Ohne die Wissbegier der Frauen, ohne ihren Mut auf andere zuzugehen, wäre unsere Idee nicht umsetzbar gewesen. Aber auch die Offenheit und Unterstützung unserer Partnerinnen in den Kitas, Familienzentren und Grundschulen ist von entscheidender Bedeutung für den Erfolg."

Das Jobcenter Neukölln hat durch die Bereitstellung von Beschäftigungsmaßnahmen für die Stadtteilmütter diese jeweils mehrjährigen Einsätze ermöglicht und damit neue Wege der wirksamen Eingliederung Langzeitarbeitsloser beschritten.
Geschäftsführer JobCenter Neukölln Klaus-Peter Hansen: "Wir gratulieren herzlich zum 10-jährigen Jubiläum der Stadtteilmütter. Gerade das Jobcenter Berlin Neukölln hat im übertragenen Sinn einen doppelten Integrationsauftrag - Hilfen zur Integration in unsere Kultur und gleichzeitig Arbeitswelt. Deshalb unterstützen und fördern wir gern das Projekt als Partner. Einerseits hilft es uns, dass Menschen aus anderen Kulturen Vertrauen zu uns aufbauen können und ebenso wichtig: die Stadtteilmütter selbst finden in vielen Fällen für sich erfolgreiche Wege in ein selbstbestimmtes Leben."

Das Projekt erhielt bislang elf nationale und internationale Auszeichnungen und fand Nachahmer auch in anderen Berliner Bezirken, in anderen Städten im Bundesgebiet sowie im Ausland.
Siegfried Lemming, Geschäftsführer des Diakoniewerks Simeon, verwies auf die sehr gute Kooperation zwischen Bezirk, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, dem Jobcenter Neukölln und dem Diakoniewerk Simeon und betonte: "Trotz schwieriger Rahmenbedingungen konnten immer wieder neue Wege gefunden werden, dieses wichtige Projekt gemeinsam fortzusetzen."

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