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Richtfest für den Neubau der Schiller-Bibliothek


04.09.14, Pressemitteilung
Pressemitteilung des Bezirksamtes Mitte von Berlin und der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt

Im Sanierungsgebiet Wedding erhält der Bezirk Mitte auf dem Rathausplatz eine neue Mittelpunktbibliothek. Bauherrenvertretung und Projektleitung hat die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt übernommen.


Mit dem Richtfest wird durch die Senatsbaudirektorin Regula Lüscher im Beisein der Bezirksstadträtin für Weiterbildung, Kultur, Umwelt und Naturschutz, Sabine Weißler und dem Bezirksstadtrat für Stadtentwicklung, Bauen, Wirtschaft und Ordnung, Carsten Spallek, nach dem Ersten Spatenstich am 30.05.2013 ein weiterer wichtiger baulicher Meilenstein des Neubauvorhabens gewürdigt.

Senatsbaudirektorin Regula Lüscher: "Öffentliche Bibliotheken sind immer ein Nukleus städtischen Lebens, ein Motor sozialer Integration und sie bieten die Chance für eine besondere architektonische Gestaltung. Mit der Umsetzung des 2011 preisgekrönten Entwurfs der Kaiserslauterer AV1 Architekten werden diese Versprechen vollumfänglich umgesetzt. Die Schiller-Bibliothek mitten im Herzen des Stadtgebietes soll Treffpunkt, Ort des Wissens und ein Freizeitort werden, der durch die schöne Lichtführung und eine übersichtliche Organisation eine hohe Aufenthaltsqualität bietet. Dieses Projekt ist ein gutes Beispiel für die gelungene Zusammenarbeit verschiedener Berliner Verwaltungen zum Wohle der Bürgerinnen und Bürger. Ich möchte das Richtfest nutzen, allen an der Planung und am Bau Beteiligten meinen Dank auszusprechen."

Der Neubau der Mittelpunktbibliothek wird aus drei Geschossen mit Lesesälen und der Bibliotheksverwaltung bestehen. Im Erdgeschoss befinden sich das Foyer, die Kinderabteilung sowie ein Veranstaltungsraum, im 1. Obergeschoss die Erwachsenen- und im 2. Obergeschoss die Jugendabteilung. Darüber, im 3. Obergeschoss, sind in etwa auf der Hälfte der Grundfläche die Büros der Bibliotheksmitarbeiterinnen und -mitarbeiter positioniert. Auf der "Rückseite" des Gebäudes werden zur Brandwand hin Nebennutzungen wie Sanitäranlagen, Abstellräume etc untergebracht. Auf der schönen "Schauseite", die zu den Grün- und Platzflächen am Rathaus voll verglast ist, sind Arbeits- und Leseplätze in allen Geschossen angeordnet. Die Fassade ist wechselweise strukturiert durch fest verglaste Sitznischen/Erker und Fenstern mit einer davorliegenden, durchlässigen Streckmetall-Verkleidung.

Bezirksstadträtin Sabine Weißler: "Die neue Mittelpunktbibliothek im Wedding schafft Raum für Lernvergnügen, Literaturgenuss und Kontakten zwischen allen Menschen im Wedding. Die Bibliothek verdichtet die Bildungs- und Kulturlandschaft im Wedding von Atze über die Beuth-Hochschule zur Musik- und Volkshochschule. Alles rund um den Leopoldplatz. Neben einem Mehr an Medien wird die Bibliothek auch mehr Benutzerarbeitsplätze, einen separaten Veranstaltungsraum und einen Gruppenarbeitsraum anbieten können. Die Jugendlichen und jungen Erwachsenen zwischen 13 und 25 Jahren dürfen sich auf eine eigene "Jugendmedienetage" freuen, eine Etage, die ganz Ihnen gehört und eigens auf ihre Interessen ausgerichtet ist."

Bezirksstadtrat Carsten Spallek: "Der Bibliotheksneubau stärkt den zentralen Bereich des Hauptzentrums Müllerstraße. Somit erhält die traditionelle Einkaufsstraße im Norden Berlins eine funktionale Ergänzung, die für alle Bevölkerungsteile ein erweitertes Nutzungsangebot bietet und als Magnet für die Lebendigkeit rund um den Leopoldplatz sorgen wird."


Anfang 2015 wird sowohl die Schiller-Bibliothek aus dem ehemaligen BVV-Saal und die Hugo-Heimann-Bibliothek in den Neubau einziehen. Die Schließung der Jerusalem-Jugendbibliothek 2008 war ebenfalls bereits Teil des bezirklichen Konsolidierungskonzeptes.

Mit dem Neubau der Mittelpunktbibliothek an der Müllerstraße wird auch den Zielen des Förderprogramms "Bibliotheken im Stadtteil" (BIST) entsprochen. Mit der neuen Schiller-Bibliothek kann eine verbesserte, um innovative Elemente verstärkte bibliothekarische Informationsversorgung in den ausgewiesenen Gebieten der integrierten Stadterneuerung angeboten werden. Damit wird auch dem Bedarf für Aus- und Weiterbildung der lokalen Wirtschaft, z.B. für die Kleinst- und Kleinunternehmer, Rechnung getragen.

Für die Baumaßnahme wurde im Rahmen des Wettbewerbs für Kunst am Bau im September 2013 eine Arbeit der Künstlerin Angela Mewes ausgewählt, die das Thema Lesen durch die Installation von 221 Eisenbuchstaben in Gestalt eines Abstrakten Gedichtes an der Sichtbetonwand des Haupttreppenhauses thematisiert.

Die Kosten der Neubaumaßnahme sind mit 6,157 Mio. € veranschlagt. Die Finanzierung erfolgt durch das Programm "Bibliotheken im Stadtteil" (BIST) mit Mitteln aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und einer Förderung aus dem Bund-Länder-Programm Aktive Zentren (AZ). Die Kofinanzierung erfolgt durch bezirkseigene Einnahmen aus Ausgleichsbeträgen ehemaliger Sanierungsgebiete.

Die Freiraumgestaltung des Rathausumfeldes und damit auch des Bibliothekneubaus wird durch ein weiteres, gefördertes Projekt im Sanierungsgebiet und Aktiven Zentrum Müllerstraße erneuert und verbessert. Mit dem nichtoffenen landschaftsplanerischen Realisierungswettbewerb, der im Juni 2013 entschieden wurde, ist der Entwurf des Büros für Architektur und Landschaftsplanung Annabau ausgewählt worden. Mit der Realisierung und Ausführung der Bauleistungen soll noch 2014 begonnen werden. Mit der Neugestaltung soll auch die Erschließung des Bibliothekneubaus am neu gepflasterten Fuß- und Radweg zwischen Müller- und Genterstraße sichergestellt werden.



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