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Presse und Aktuelles

Radfahren in Berlin: Abbiegen? Achtung! - Sicher über die Kreuzung


12.11.13, Pressemitteilung
Unter www.radsicherheit.berlin.de steht ab dem 12. November 2013 bis zum 10. Dezember 2013 ein neues Internetportal zum Dialog zwischen Planung und Radfahrenden zur Verfügung.

Das Ziel: Ein Überblick über Berliner Kreuzungen, die aus Sicht von Berliner Radfahrerinnen und Radfahrern mögliche Konfliktschwerpunkte sind. Mit dem Beteiligungsverfahren ist jede Berlinerin und jeder Berliner egal ob Dauer- oder Freizeitradler aufgerufen, Kreuzungen zu benennen, an denen es häufiger zu Konflikten beim Abbiegen kommt oder an denen sie sich durch abbiegende Fahrzeuge verunsichert fühlen.


Christian Gaebler, Staatssekretär bei der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt: „Wir setzen auf ein breites öffentliches, web-basiertes Beteiligungsverfahren, um ein wichtiges Thema gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern zu bearbeiten – Abbiegeunfälle zwischen Kfz und Radfahrenden. Bürgerinnen und Bürger können und sollen mit ihrem Wissen und ihren Erfahrungen aus bekannten und zum Teil täglich mit dem Rad zurückgelegten Wegen in Berlin einen Beitrag zur Erhöhung der Verkehrssicherheit leisten. Wir freuen uns auf eine große Beteiligung der Berliner Radler!“

Eine stadtverträgliche, nachhaltige und sozial gerechte Mobilität zu ermöglichen und zu gestalten, ist eine der Hauptaufgaben der Berliner Verkehrspolitik. Der Radverkehr leistet hierzu einen wichtigen Beitrag. Auf täglich rund 1,5 Millionen mit dem Rad zurückgelegten Wegen sind die Radfahrerinnen und Radfahrer aber auch Risiken ausgesetzt. Berliner Institutionen arbeiten seit Jahren auf unterschiedlichen Ebenen intensiv daran, die Unfallzahlen im Radverkehr zu senken:
  • In der neuen Berliner Radverkehrsstrategie wurden die strategischen Weichen gestellt.
  • Detaillierte Untersuchungen der Berliner Unfallkommission identifizieren jährlich Unfallschwerpunkte und leiten Maßnahmen für verkehrsregelnde oder bauliche Verbesserungen ab.
  • „Rücksicht – noch besser als Vorsicht" – Die breit angelegte Kommunikationskampagne zur Verbesserung des Verkehrsklimas allgemein legt einen Schwerpunkt im Bereich des Radverkehrs.
Jetzt mit der neuen Beteiligungsmöglichkeit geht die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt noch einen Schritt weiter: Denn das Beteiligungsverfahren nimmt auch „Beinahe-Unfälle“ ernst, die sonst nicht in der Unfallstatistik erfasst werden. Den Radfahrenden wird nicht nur Gelegenheit zur Verortung von Kreuzungen gegeben, an denen sie sich durch Abbiegevorgänge von Kfz unsicher oder gar bedroht fühlen. Gefragt sind auch konkrete Vorschläge, wie die reale (oder gefühlte) Sicherheit aus ihrer Sicht erhöht werden könnte. Diese Nutzerbeiträge können durch andere Nutzer wiederum diskutiert, bewertet und priorisiert werden.

Zur öffentlichen Beteiligung im Rahmen dieser Aktion sind neben der interessierten Öffentlichkeit auch Unternehmen, Vereine, Verbände, Initiativen oder sonstige Institutionen im Land Berlin eingeladen, sich zu beteiligen.

Was geschieht mit den Beiträgen? Alle Beiträge werden nach der aktiven Dialogphase Mitte Dezember 2013 zusammengefasst und ausgewertet. Sie stellen den wichtigen Beitrag zum Erkennen von Problem- und Handlungsschwerpunkten und zur Ableitung von Maßnahmenprioritäten dar, auch wenn sicher nur an ausgewählten Punkten umgehend konkrete Maßnahmen umgesetzt werden können. Darüber hinaus werden die 20 Beiträge mit der meisten Unterstützung besonders intensiv geprüft.

Einbettet ist das Beteiligungsverfahren in das Projekt „Maßnahmen für ein konfliktfreies Abbiegen – Leitfaden zur Reduzierung von Abbiegeunfällen zwischen Kfz und Radfahrern“, welches einen praxis- und handlungsorientierten Maßnahmenkatalog von Verkehrssicherheitsmaßnahmen im Kontext zu Abbiegeunfällen zum Ziel hat. In diesem Rahmen wird Mitte November 2013 unter anderem auch ein Expertenworkshop zum Thema durchgeführt. Gefördert wird das Projekt durch das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) im Rahmen des Nationalen Radverkehrsplans 2020, unterstützt durch Eigenmittel des Landes Berlin.


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