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Sowjetisches Ehrenmal und Soldatenfriedhof Schönholz wurde saniert


14.08.13, Pressemitteilung
Im Rahmen der feierlichen Wiedereröffnung des Sowjetischen Ehrenmals und Soldatenfriedhofs Schönholz ehrt der Senator für Stadtentwicklung und Umwelt Michael Müller gemeinsam mit dem Außerordentlichen und Bevollmächtigten Botschafter der Russischen Föderation Wladimir M. Grinin mit einer Kranzniederlegung die in der Schlacht um Berlin in den März- und Apriltagen 1945 gefallenen Rotarmisten, die in Schönholz ihre letzte Ruhe fanden.

Der Senator für Stadtentwicklung und Umwelt Michael Müller: "Die Sowjetischen Ehrenmale und Soldatenfriedhöfe sind Orte des Gedenkens, aber auch Orte der Mahnung. Und sie sind ein wichtiger Teil der Berliner Geschichte. Deshalb haben wir uns zum dauerhaften Erhalt verpflichtet und deshalb ist es wichtig, heute dieses Mahnmal und den Soldatenfriedhof nach der Sanierung und Instandsetzung wieder der Öffentlichkeit zu übergeben."

Das Sowjetische Ehrenmal in Pankow-Schönholz ist eines der drei Sowjetischen Ehrenmale und Soldatenfriedhöfe in Berlin. Die Schönholzer Heide wurde im II. Weltkrieg in ein großes Zwangsarbeiterlager umgewandelt. Nach dem Krieg entstand im nordwestlichen Teil der Schönholzer Heide von Mai 1947 bis November 1949 nach Entwürfen der Sowjetischen Architektengruppe Konstantin A. Solowjew, M. Belarnzew und W.D. Koroljew und des Bildhauers Iwan G. Perschudtschew ein Soldatenfriedhof, auf dem die sterblichen Überreste von über 13.200 Offizieren und Soldaten der Roten Armee beigesetzt wurden.

Der Russische Botschafter S.E. Wladimir Grinin: "Die heutige Gedenkstunde ist nicht nur ein Akt der Totenehrung durch dankbare Nachkommen. Sie ist ein wichtiger Akt der Annährung und Versöhnung zwischen Russen und Deutschen. Deshalb sind hier Vertreter der Russischen und auch der Deutschen Seite mit dabei. Die Sanierung des Mahnmals kam durch das Bemühen unserer deutschen Partner zur Stande. Ihnen gebührt unser großer Dank – den Bundesbehörden, dem Land Berlin, den Kommunen der deutschen Hauptstadt, Verwaltungsbehörden in Pankow, Bürgerinnen und Bürgern, die diesem Engagement nicht gleichgültig gegenüber stehen".

Wind und Wetter, aber auch Vandalismus hatten dem Mahnmal zugesetzt, so dass eine Grundsanierung der Bauwerke und der Außenanlagen notwendig wurde. Um die Arbeiten zügig umzusetzen, wurde die Anlage für die Bauzeit vollständig für den Besucherverkehr geschlossen und nur zu besonderen Anlässen die Zugänglichkeit für Kranzniederlegungen ermöglicht.


Im Rahmen der Grundsanierung wurden die Natursteinbekleidungen des Obelisken sowie der mittleren Grabanlagen demontiert, der konstruktive Teil gegen Eindringen von Wasser abgedichtet und wieder mit neuer Verankerung hergestellt.
Im gleichen Zuge sind die Einfassungen der Seitengräber saniert worden.
Die Stufen und Treppenanlagen wurden ebenfalls herausgelöst, der Untergrund erneuert und die Steine wieder neu gesetzt. Alle Wege sind von Grund auf neu hergerichtet worden.

Auf einer Mauer rund um das Ehrenmal sind auf 100 Bronzetafeln die Namen, Dienstgrade und Geburtsjahre von einem Fünftel der Opfer, die identifiziert werden konnten, angebracht. Fehlende Bronze-Grabplatten wurden im Zuge der Sanierung nachgegossen und wieder angebracht. Das Hauptdenkmal bildet eine Statue der russischen "Mutter Heimat". Die Statue wurde ebenfalls restauriert und gereinigt.
Fehlende Wandfackeln sind nachgegossen worden und erhielten neue Glasflammen nach historischem Vorbild. Die historischen Glasdecken in dem Urnenraum sowie die gläsernen Oberlichte im Sockel des Obelisken sind restauriert und fehlende Teile originalgetreu ergänzt worden, so dass er wieder als Andachtsraum dienen kann.

Im Rahmen der feierlichen Wiedereröffnung findet auch eine Weihung durch die Russisch-Orthodoxe Kirche statt.

Um den Zugang zur unteren Ebene barrierefrei zu erschließen wurden in Abstimmung mit der Denkmalpflege und der Behindertenbeauftragten zwei Rampen angebracht.

Für die Bewässerung der Bepflanzung mit Regenwasser sind 2 Zisternen im Untergrund eingebaut worden. Ebenso wurde das gesamte Entwässerungssystem der gepflasterten Flächen erneuert.

Zum Schutz vor Vandalismus und Diebstählen wurde eine Überwachungsanlage, bestehend aus Thermographiekameras und Lichtschranken installiert.

Die Kosten der Sanierung betragen rund 10,35 Mio. Euro und werden von der Bundesrepublik Deutschland übernommen.

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