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Gut kombiniert: Umweltsenator Müller startet Online-Atlas zu effizienten Kraftwerken


10.01.13, Pressemitteilung
  • Internet-Angebot bietet Überblick über Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen (KWK) in Berlin
  • Berlin im europäischen Vergleich KWK-Spitzenreiter
  • Bundesumweltministerium und Berliner Senat fördern die Effizienztechnologie


Berlin, 10. Januar 2013 – Zu den mittlerweile über 5.000 Anlagen zur dezentralen Stromerzeugung in Berlin zählen heute mehr als 600 sogenannte KWK-Anlagen. Das sind überwiegend kleine Energiekraftwerke, die Strom und Wärme gleichzeitig erzeugen. Dieser Prozess wird Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) genannt. Mit dem neuen Berliner „KWK-Atlas“ startet heute ein interaktives Onlinetool, das die Standorte zahlreicher KWK-Praxisbeispiele abbildet, technische Daten zu den Anlagen anbietet und zur Umsetzung und Eintragung neuer KWK-Anlagen aufruft. Der „KWK-Atlas“ ist ein Projekt der "KWK Modellstadt Berlin", einer Initiative der Berliner Energieagentur in Kooperation mit der GASAG, Vattenfall und der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt.

Auf der Internetseite der Senatsverwaltung kann sich ab sofort jede/r Internetnutzer/in per Mausklick über konkrete KWK-Erzeugungseinheiten in Berlin informieren. Der heute gestartete „KWK-Atlas“ enthält bereits Informationen von 125 KWK-Anlagen. Darunter befinden sich große Gas- und Dampfturbinen-Heizkraftwerke, Blockheizkraftwerke und eine Mikrogasturbine.

„Der KWK-Atlas macht anschaulich, an welchen Standorten KWK-Anlagen in der Hauptstadt zum Einsatz kommen. Er zeigt aber auch auf, wo es noch weiße Flecken gibt“, so Michael Müller, Senator für Stadtentwicklung und Umwelt. „Die Kraft-Wärme-Kopplung ist eine wichtige Technologie für Berlin, weil damit hocheffizient Strom und Wärme erzeugt und dabei viel Energie gespart sowie CO2-Emissionen vermieden werden können. Und das Potenzial für tausende neuer kleiner Anlagen in Wohn- und Dienstleistungsgebäude sowie bei Industrie und Gewerbe ist vorhanden.“

Die Betreiber von bestehenden KWK-Anlagen sind eingeladen, sich in die Datenbank einzutragen und auf diese Weise ihre Erfahrungen anderen zugänglich zu machen. Für die Nutzer des Atlasses besteht die Möglichkeit, mit anderen Betreibern Informationen und Erfahrungen auszutauschen.

Berlin gilt schon heute als KWK-Modellstadt. Mit einer Länge von über 1.700 Kilometern befindet sich in der Hauptstadt das größte Fernwärmenetz Westeuropas über das die umweltschonend erzeugte Wärme an die Verbraucher geliefert wird. Berlin ist zudem Forschungs- und Produktionsstandort für innovative KWK-Technologie.

Bundesweit erfolgt die Förderung der KWK über das im letzten Jahr novellierte Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz, das Bonuszahlungen für den in Blockheizkraftwerken erzeugten Strom beinhaltet. Außerdem gibt es seit April 2012 ein neues Förderprogramm des Bundesumweltministeriums, das neue KWK-Anlagen im elektrischen Leistungsbereich unter 20 kW mit einem einmaligen Investitionszuschuss bis zu 3.450 € fördert. In Berlin werden durch das Berliner Umweltentlastungsprogramm (UEP II) der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt kleine und mittlere Unternehmen unterstützt, die die betriebliche Wärmeerzeugung mit dem Kauf einer Mini-KWK-Anlagen sicher stellen.
 

Was ist Kraft-Wärme-Kopplung?


Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) bezeichnet die gleichzeitige Erzeugung von Wärme und Strom. Die bei der Stromproduktion entstehende Wärme wird nicht an die Umwelt abgegeben, sondern wird ebenfalls verwendet. So nutzt Kraft-Wärme-Kopplung vorhandene Energieträger optimal aus. Damit ist im Vergleich zur herkömmlichen Erzeugung weniger Brennstoff notwendig, um die gleiche Menge Wärme und Strom zu erhalten. Somit trägt Kraft-Wärme-Kopplung wesentlich zur Reduktion von CO2-Emissionen und damit zum Erreichen der Klimaschutzziele bei.
 

Initiative „KWK Modellstadt Berlin“


„KWK Modellstadt Berlin - Energie effizient nutzen" ist eine Initiative der Berliner Energieagentur in Kooperation mit der GASAG, Vattenfall und der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Unwelt. Ziel der Initiative ist es, die Berliner Öffentlichkeit über die Technik und ihre Vorteile zu informieren und maßgeblich zum Ausbau der KWK in Berlin beizutragen.



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