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Nichtoffener Wettbewerb für das Archäologisches Besucherzentrum Petriplatz in Berlin-Mitte ist entschieden


19.12.12, Pressemitteilung
Der im September von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt ausgelobte nichtoffene Wettbewerb für Arbeitsgemeinschaften aus Architekten und Landschaftsarchitekten "Archäologisches Besucherzentrum Petriplatz" wurde nach eintägiger Sitzung des Preisgerichts am 17. Dezember 2012 entschieden.

Senatsbaudirektorin Regula Lüscher, die als Preisrichterin an der Entscheidung mitgewirkt hat, ist sehr zufrieden mit dem Wettbewerbsergebnis: "Alle Arbeiten setzen sich auf einem sehr hohen Niveau und in detaillierter Ausarbeitung mit der schwierigen Aufgabe auseinander. Der Entwurf vom Büro Florian Nagler mit dem Landschaftsarchitekturbüro Christina Kautz ist ein hervorragender Beitrag zur Reparatur des Stadtraums. Der Neubau des Archäologischen Besucherzentrums reagiert auf den geschichtsträchtigen Ort in der historischen Mitte und ist auch Innen ein spannendes Gebäude mit viel Atmosphäre."

Im historischen Zentrum Berlins, auf der Spreeinsel, soll im Rahmen einer städtebaulichen Neuordnung der historische Petriplatz wieder hergestellt werden. Bei den im Zusammenhang mit der Baufeldfreimachung von 2007 bis 2009 durchgeführten archäologischen Grabungen sind die Fundamente der mittelalterlichen Lateinschule und der mittelalterlichen, barocken und neogotischen Petrikirche freigelegt worden.

Die Wettbewerbsaufgabe umfasste die Planung des Archäologischen Besucherzentrums mit einer Nutzfläche von ca. 2640 qm am Standort der ehemaligen Lateinschule und eines Ossariums als Außenmagazin am Fundort der Gebeine sowie die Gestaltung der Freiflächen, die die archäo­logischen Befunde berücksichtigt. Im räumlichen Zusammenhang mit dem Ossarium sollen die Kirchenfundamente im Chorbereich der Strackschen Petrikirche und die angrenzenden Befunde sichtbar gemacht werden.

Im Vorfeld dieses Verfahrens ist der Wettbewerb "Bet- und Lehrhaus auf dem Petriplatz Berlin" für die Errichtung eines Sakralbaus auf den Fundamenten der Strackschen Kirche ausgeschrieben worden. Die Umsetzung des Projektes ist noch nicht ganz abgesichert. Aus diesem Grund sollte in diesem Verfahren so geplant werden, dass der Entwurf des Petriplatzes als Freiraum temporär allein Bestand hat, aber auch den späteren Bau des Sakralbaus berücksichtigt.

Das inhaltliche Konzept des Archäologischen Besucherzentrums sieht vor, neben der Präsentation der Grundmauern der Lateinschule sowie der Ausstellung von sonstigen Grabungsfunden auch die Arbeitsmethoden archäologischer Tätigkeiten zu präsentieren.

Für das Besucherzentrum sind Gesamtbaukosten in Höhe von ca. 15,5 Mio. Euro vorgesehen.

Die Baudurchführung ist ab 2014 geplant.

Zur Teilnahme am Wettbewerb wurden neben 10 gesetzten Arbeitsgemeinschaften aus Architekten und Landschaftsarchitekten entsprechend der Ankündigung im EU-Amtsblatt in einem vorgeschalteten Bewerbungsverfahren durch ein vom Preisgericht unabhängiges Auswahlgremium 30 Arbeitsgemeinschaften aus Architekten und Landschaftsarchitekten ausgewählt. 33 Architekturbüros haben ihre Entwürfe abgegeben.

Die Preissumme beträgt insgesamt 53.000 €.

Die Wettbewerbsjury aus prominenten Fachleuten, aus Politik und Verwaltung unter Vorsitz des Freiburger Architekten Günter Pfeifer entschied nach ausführlicher Diskussion wie folgt:

  • 1. Preis : Florian Nagler Architekten, München
    Christina Kautz Landschaftsarchitektur, Berlin
  • 2. Preis: AFF Architekten, Berlin
    Bernard und Sattler Landschaftsarchitekten, Berlin
  • 3. Preis: Max Dudler, Berlin
    Atelier Loidl Landschaftsarchitekten, Berlin
  • 4. Preis: Bruno Fioretti Marquez Architekten, Berlin
    Vogt Landschaftsarchitekten, Zürich
Das Preisgericht empfahl einstimmig, die mit dem 1. Preis ausgezeichnete Arbeit der weiteren Bearbeitung der Planungsaufgabe zugrunde zu legen.


Ausstellung
Die Wettbewerbsarbeiten werden in einer Ausstellung zu besichtigen sein.



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