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Rathausbrücke verbindet wieder das Nikolaiviertel mit dem Schlossplatz


27.09.12, Pressemitteilung
Am heutigen Donnerstag übergeben der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit und der Senator für Stadtentwicklung und Umwelt Michael Müller die neue Rathausbrücke der Öffentlichkeit. Die Brücke überspannt die Spree und verbindet damit das Nikolaiviertel mit dem Schlossplatz.

Das vorhandene Brückenbauwerk musste erneuert werden, weil Tragfähigkeit, baulicher Zustand sowie Erscheinungsbild nicht mehr den Anforderungen einer modernen Straßenbrücke im Zentrum Berlins entsprach. Auch der Raum über dem Wasserspiegel hatte nicht mehr die für die Schifffahrt zukünftig notwendigen Abmessungen.

Senator Michael Müller: "Die Rathausbrücke, an diesem für Berlin so wichtigen Ort, steht nun wieder dem Verkehr zur Verfügung, kann aber auch von den Berlinerinnen, Berlinern und Ihren Gästen zum Flanieren genutzt werden. Die Bauarbeiten haben sich schwierig gestaltet, aber heute haben wir eine leistungsfähige neue Brücke, die für viele Jahrzehnte eine touristische Lebensader in der Mitte unserer Stadt sein wird."

Am Standort der heutigen Rathausbrücke befand sich die zweitälteste Brücke Berlins, welche damals den Namen "Lange Brücke" trug. Diese wurde 1307 als zweiter Spreeübergang aus Holz gebaut und verband die Städte Berlin und Cölln. Ende des 17. Jahrhunderts wurde diese Holzbrücke durch eine steinerne Brücke, bestehend aus 5 Bögen, ersetzt und erhielt den Namen Kurfürstenbrücke. Ende des 19. Jahrhunderts folgte der komplette Umbau der Kurfürstenbrücke mit der Ausbildung von nur 3 Bögen und der Tieferlegung der Gründung unter Beibehaltung der kleinen Mittelöffnung.
Nach 1945 wurden die 3 Steinbögen wegen ihrer Kriegsschäden abgetragen und der Übergang durch provisorische Einfeldbrücken wieder hergestellt. Im Zuge der Errichtung des "Palastes der Republik" wurde die Brücke, die nun den Namen Rathausbrücke trägt, umgebaut.

Im Rahmen der Entwicklungsmaßnahme "Hauptstadt Berlin – Parlaments- und Regierungsviertel" sollte diese, nicht mehr den Anforderungen entsprechende, Nachkriegsbrücke durch einen Neubau ersetzt werden.

1999 wurde der Entwurf des Architekten Walter A. Noebel in Zusammenarbeit mit dem Ingenieurbüro Bung Berlin im Ergebnis eines zweistufigen Realisierungswettbewerbs als Gewinner ausgelobt.

Das Baumanagement stand vor zwei großen Herausforderungen: die in Betrieb befindliche Fernwärmeleitung, welche neben der Brücke verläuft und nur zu fest vorgegebenen Sperrterminen außer Betrieb genommen werden konnte, und der starke Fahrgast-Schiffsverkehr. Wegen der großen Bedeutung dieses Streckenabschnittes der Spree in der Mitte Berlins und auf Grund des einschiffigen Verkehrs im Landwehrkanal konnte eine Vollsperrung der Spree nur für sehr kurze und langfristig abgestimmte Sperrtermine, u.a. zum Einschub des Brückenüberbaus, erfolgen.

Nach dem Einschub des neuen Überbaus wurde die Fernwärmeleitung in der neuen Brücke in Betrieb genommen und die bestehende abgebrochen. Mit dem Abbruch des alten Mittelpfeilers im Oktober/November 2012 werden die Arbeiten zum Neubau der Rathausbrücke dann abgeschlossen. Die neue Rathausbrücke überspannt anschließend die Spree als Einfeldkonstruktion stützenfrei und trägt somit zur Erhöhung der Leichtigkeit des Schiffsverkehrs bei.

Im Rahmen der Bauarbeiten rund um das Humboldt-Forum sind barrierefreie Zugänge zu den Uferwegen unterhalb der Rathausbrücke vorgesehen.

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