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Symbolische Benennung des "Rosa-Luxemburg-Stegs"


25.09.12, Pressemitteilung
In der Nacht vom 31. Mai auf den 1. Juni 1919 wurde die Leiche von Rosa Luxemburg aus dem Berliner Landwehrkanal geborgen. Im Januar 1919 war nach ihrer und Karl Liebknechts Verhaftung, Folterung und Ermordung ihr lebloser Körper von der Fußgängerbrücke zwischen Zoo und Tiergarten (Lichtensteinbrücke) in den Landwehrkanal geworfen worden.

Die Brücke ist seit diesem Tag unmittelbar verbunden mit dem Namen von Rosa Luxemburg. Ihrem Leben, ihrem Wirken für soziale Gerechtigkeit und gegen Unterdrückung, Militarismus und Krieg ebenso wie den tragischen Umstände ihrer politischen Ermordung soll sie als "Rosa-Luxemburg-Steg" in Zukunft gedenken.


Senator Michael Müller: "Rosa Luxemburg hat sich in und letztendlich mit ihrem Leben politisch eingesetzt: Sie kämpfte für soziale Gerechtigkeit, als Pazifistin für den Frieden und gegen die Kriegspolitik und den Militarismus des beginnenden 20. Jahrhunderts. Sie war gradlinig und immer ihren Überzeugungen treu. Es ist wichtig, an die tragische Ermordung und den sich schon andeutenden rechten Terror zu erinnern, und zwar an dem sichtbarsten mit Rosa Luxemburg verbunden Ort in Berlin."

Schon 1987 wurde direkt neben dem Steg am Ufer des Landwehrkanals ein Rosa-Luxemburg-Mahnmal angebracht. Der bisherige Name der 1873 errichteten Brücke verweist ebenso wie die gleich lautende Lichtensteinallee, an deren südlichem Ende die Brücke liegt, auf den Gründer des Zoologischen Gartens, den Mediziner und Zoologen Martin Heinrich Karl Lichtenstein (1780-1857). Die Brücke wurde im Zweiten Weltkrieg komplett zerstört und 1987 nach Plänen der Architekten Ralf Schüler und Ursulina Schüler-Witte wiederaufgebaut.

Der Brückenbau besteht aus zwei getrennten Überbauten auf einem gemeinsamen Unterbau. Der eine Steg befindet sich auf dem Areal des Zoologischen Gartens Berlin und verbindet den alten Teil mit dem Erweiterungsgelände auf der anderen Seite des Landwehrkanals. Der zweite Steg ist öffentlich zugänglich, er ist auch Teil des nördlich und südlich des Landwehrkanals verlaufenden "Grünen Hauptweg" Nr. 19 (Tiergartenring), der einer der 20 Grünen Wanderwege durch Berlin ist. Dieser öffentlich zugängliche Steg wird nun neu benannt. Der Brückensteg innerhalb des Zoo-Areals behält seinen Namen.

Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt hat die symbolische Umbenennung auf den Weg gebracht und unterstützt damit auch verschiedene Anträge unter anderem vom Verein Berliner Geschichtswerkstatt e.V. zur Umbenennung der Brücke in Rosa-Luxemburg Steg.

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