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Pressebox / Meldungen
Einweihung von Informationstafeln zur Geschichte des Tempelhofer Feldes 04.07.12, Pressemitteilung Die Geschichte des ehemaligen Flughafenareals mit ihren vielfältigen Aspekten spielt bei der Entwicklung des Standorts eine wichtige Rolle. Schrittweise wird deshalb an diesem Ort ein Gedenkpfad entstehen, der die unterschiedlichen Epochen von der Rodung durch den Templerorden bis zur zivilen Luftfahrt im geteilten Berlin thematisiert.
Die Zeit zwischen 1933 und 1945, in der Tempelhof ein Ort der Unfreiheit war, wird besondere Berücksichtigung finden.
 Einweihung der Informationstafeln; Foto: Tempelhof Projekt GmbH Am heutigen Mittwoch haben der Senator für Stadtentwicklung und Umwelt, Michael Müller, und der Staatssekretär für Kulturelle Angelegenheiten, André Schmitz, die ersten drei Informationstafeln zur Geschichte des Tempelhofer Feldes enthüllt. Ganz bewusst beinhalten die ersten Stationen des Gedenkpfades das Thema „KZ Columbiahaus“ und das benachbarte Zwangsarbeiterlager, die beide oberirdisch restlos verschwunden sind.
 Senator Michael Müller und Staatssekretär Andre Schmitz; Foto: Tempelhof Projekt GmbH
Senator Michael Müller: „Für viele Menschen innerhalb und außerhalb Berlins ist der ehemalige Flughafen Tempelhof Symbol der Freiheitstradition der Westlichen Welt. Das Leiden vieler KZ-Häftlinge und Zwangsarbeiter an diesem Ort muss dagegen erst wieder in Erinnerung gerufen werden. Die Informationstafeln werden dazu beitragen. Mit dem Gedenkpfad können diese und auch andere bedeutende Ereignisse auf dem ehemaligen Flughafengelände den Besucherinnen und Besuchern anschaulich gemacht werden.“
Die mit der Zeit des Nationalsozialismus verbundenen gedenkpolitischen Themen werden an einem Runden Tisch diskutiert, dem der Leiter der „Topographie des Terrors“, Herr Prof. Andreas Nachama, vorsitzt. Wie bei der Gestaltung anderer bedeutender Gedenkorte in Berlin arbeiten bei der Abstimmung des Gedenkkonzepts die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt und die für Gedenkpolitik zuständige Senatskanzlei – Kulturelle Angelegenheiten eng zusammen mit den am Runden Tisch versammelten Experten und Initiativen.
Staatssekretär Andre Schmitz: „ Das Tempelhofer Feld ist Brennpunkt Berliner und Deutscher Zeitgeschichte. Bevor es mit der Luftbrücke zum Symbol der Freiheit wurde, war es lange Jahre ein Ort der Unterdrückung, und der Unfreiheit. Wir werden unserer widersprüchlichen Geschichte im 20. Jahrhundert nur dann gerecht, wenn wir sie in ihrer Gesamtheit in den Blick nehmen, gewichten und bewerten.“
Die Inhalte der Informationstafeln wurden vom Berliner Forum für Geschichte und Gegenwart in enger Zusammenarbeit mit Historikern und ihren Institutionen erarbeitet. Die Umsetzung des Gedenkpfades erfolgt durch die für die Standortentwicklung verantwortliche Tempelhof Projekt GmbH und Grün Berlin GmbH.
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