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In Neukölln sollen Bildungschancen durch lokale Netzwerke erhöht werden


02.03.12, Pressemitteilung
Gemeinsame Pressemitteilung der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt, der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaften und des Bezirksamtes Neukölln von Berlin

Auf Einladung aller Neuköllner Quartiersmanagements werden im Rahmen einer Veranstaltung am heutigen Freitag die Erfolge und die Arbeitsstrukturen der Neuköllner Bildungsverbünde bilanziert. Quartiersmanagement, Politik und Verwaltung beraten darüber, wie die Bildungsnetzwerke langfristig und nachhaltig gesichert werden können.


Das Berliner Quartiersmanagement betrachtet Bildung als einen der drei zentralen Handlungsschwerpunkte, mit denen Nachbarschaften stabilisiert und Zukunftsperspektiven in sozial benachteiligten Gebieten eröffnet werden. So wird zum Beispiel in zahlreichen Projekten wie Schulsozialstationen, Bildungsverbünden und Mentorenprojekten die interkulturelle Kompetenz der Lehrkräfte und Schulen gestärkt. Aber auch die Erziehungskompetenz von Eltern wird erhöht und der Zugang zu den bezirklichen Angeboten der Sozialbetreuung in der Lebenswelt von Migranten verbessert.
In diesem Zusammenhang ist besonders die Rolle der lokalen Bildungsverbünde hervorzuheben. Sie liefern die Basis, die Einzelmaßnahmen in ein schlüssiges Konzept einzubetten.

Die Neuköllner Politiker Bildungsstadträtin Dr. Franziska Giffey, Jugendstadtrat Falko Lieke und Baustadtrat Thomas Blesing sind sich einig: "Bildungsverbünde ermöglichen, die vorhandenen Ressourcen gemeinsam besser zu nutzen - vom Lesepaten bis zur Turnhalle. Sie vermitteln Know-how und öffnen Türen für sich ergänzende Bildungskarrieren von der Kita bis zur Berufsqualifikation. Letztlich schaffen Bildungsverbünde einen Pool für Innovation und helfen damit, die Landschaft des Lernens durch Kooperationen zu verbessern."

Bildungsverbünde bedeuten 50 Prozent Motivation und 50 Prozent materielle Hilfe: Sie geben den Einrichtungen einen Anstoß zur Selbsthilfe, schaffen das Bewusstsein dafür, dass andere Institutionen mit analogen Problemen ringen, thematisieren Konflikte und bieten Lösungsansätze.

Staatssekretär für Bauen und Wohnen Ephraim Gothe: "Seit 1999 sind rund 19 Millionen Euro über die 11 Neuköllner Quartiersmanagements mit dem Programm 'Soziale Stadt' in Bildungsprojekte investiert worden. Entsprechend der Rahmenstrategie für Soziale Stadtentwicklung wurden Bildungsnetzwerke und -verbünde entwickelt, die die Bildungschancen der Kinder auf ihrem Weg von der Kita bis zum Beruf verbessern sollen. Ziel ist, besonders wirtschaftlich und sozial benachteiligten Familien Zukunftsperspektiven zu eröffnen und die Nachbarschaften zu stabilisieren."

Mark Rackles, Staatssekretär für Bildung: "Mit der Schulstrukturreform und dem Ganztagsbetrieb schuf Berlin unterstützende Voraussetzungen für die Schulen, die in ihrer alltäglichen Arbeit sich immer stärker mit ihrem Umfeld vernetzen müssen. Dafür erfahren die Schulen weitere Unterstützung durch die regionalen Bildungsnetzwerke, die die Idee eines ganzheitlichen Bildungsverständnisses stützen, indem sie über Altersgrenzen hinweg schulisches und außerschulisches Lernen in den Mittelpunkt stellen. Regionale Bildungsnetzwerke sind für die Kitas und Schulen wichtige Informations- und Kommunikationsplattformen und können zur Entwicklung von Bildungsquartieren beitragen, die den Gefahren der sozialen Exklusion von Kindern und Jugendlichen aus benachteiligten Kiezen begegnen."

Zentrale Akteure der Verbünde sind die öffentlichen Kinder- und Jugendeinrichtungen, die Verwaltung, das Quartiersmanagement, Migrantenvereine, Unternehmen, Wohnungswirtschaft und natürlich die Eltern.

Nachdem die Quartiersmanagements in Neukölln in den letzten Jahren die Grundlage dieser Netzwerke geschaffen haben, gilt es nun, ihre Wirksamkeit zu bewerten und ihre Weiterentwicklung und verlässliche Verankerung abzusichern.

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