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Berliner Mobil ohne Auto: Spitzenplatz der deutschen Großstädte


25.02.11, Pressemitteilung
Ergebnisse der Verkehrserhebung „Mobilität in Städten“ online verfügbar

Für vorausschauende Verkehrsplanung sind umfassende und möglichst aktuelle Daten unabdingbar. Berlin hat sich deshalb im Jahr 2008 – neben 64 anderen Städten und Gemeinden der Bundesrepublik – an der repräsentativen Verkehrsbefragung „Mobilität in Städten“ beteiligt. Etwa 20.000 Berliner Haushalte haben bei der Befragung mitgemacht.
Die Ergebnisse zeigen, dass die Verkehrspolitik des Senats: Stärkung des ÖPNV und des Radverkehrs Wirkung zeigen.


Senatorin Ingeborg Junge-Reyer: „Die Berlinerinnen und Berliner zählen zu den häufigsten Radfahrern und Fußgängern in der Republik zählen. Ich möchte deshalb mich bei allen bedanken, die an der Befragung teilgenommen haben. Sie haben dazu beigetragen, dass wir mehr darüber wissen, wie sich die Berlinerinnen und Berliner in der Stadt fortbewegen und wie sie sich zukünftig in der Stadt bewegen wollen. Mobilität ist Lebensqualität und offensichtlich in Berlin ganz besonders die autofreie Mobilität. Mit diesen Ergebnissen können unsere Planungen zukünftig noch genauer auf die Bedürfnisse der Berlinerinnen und Berliner zugeschnitten werden.“

Seit der letzten großen Haushaltsbefragung im Jahr 1998 lassen sich in Berlin deutliche Zunahmen im Umweltverbund und gleichzeitig Rückgänge im Pkw- und Motorradverkehr beobachten (2008: 32 %, 1998 38% jeweils bezogen auf alle Wege der Berliner Wohnbevölkerung). Berlin ist damit Spitzenreiter im Umweltverbund: über zwei Drittel der Wege werden zu Fuß, mit dem Fahrrad oder den öffentlichen Verkehrsmittel unternommen. So liegt der MIV-Anteil z.B. in Frankfurt/Main bei 34%, in Düsseldorf, Bremen und Leipzig bei gut 40 %.

Die Berlinerinnen und Berliner haben deutlich weniger Autos, als in anderen Städten. Die Motorisierungsrate der Berliner Bevölkerung liegt insgesamt bei rd. 324 Pkw / 1.000 Einwohner (Stand 2009), Hamburg liegt bei etwa 475, München bei 548 und Frankfurt am Main bei 514 Pkw pro 1.000 Einwohner. Darüber hinaus werden nur 54 % aller Pkw pro Tag genutzt. Eine Fahrt mit dem Pkw ist im Mittel 9,5 km lang. Am Tag sitzt der bzw. die Autofahrer/-in insgesamt 59 Minuten im Auto. Und wo lässt der Berliner / die Berlinerin sein / ihr Auto zu Hause? Im Straßenraum (53 %) und seltener auf eigenen Parkplätzen, wie Garagen, Carport o.ä. (45 %).

Die Innenstadt hat mehr Tempo, als der Rand. In der Innenstadt sind Berlinerinnen und Berliner mobiler als in der äußeren Stadt, d.h. mehr von Ihnen verlassen täglich das Haus und machen deutlich mehr Wege pro Tag. Allerdings legen sie dabei kürzere Strecken zurück und nutzen deutlich seltener den Pkw.

Innerhalb des S-Bahn-Rings ist das Verhältnis Umweltverbund zu motorisiertem Individualverkehr etwa 80:20 (Werte bezogen auf die Bewohner des Gebiets). Bei der äußeren Stadt wird deutlich, dass der motorisierte Individualverkehr dominiert, dabei beginnt die Spitzenstunde am Morgen eine halbe Stunde früher als in der Inneren Stadt. In Spandau und Reinickendorf wird am häufigsten das Auto genutzt (44%), in Lichtenberg am häufigsten der ÖPNV (32%), in Friedrichshain-Kreuzberg das Fahrrad (21%) und in Mitte gehen die Menschen überwiegend zu Fuß (35%).

Durch die große Anzahl der Beteiligten können nicht nur für Berlin sondern auch für die einzelnen Bezirke viele interessante Aussagen zum Mobilitätsverhalten der Bevölkerung gemacht werden. Die Daten wurden für das gesamte Jahr 2008 erhoben und danach ausführlichen Analysen und Auswertungen unterzogen.

Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung hat die Informationen und wesentliche Ergebnisse aus dieser Befragung in einem Flyer sowie auf den Internetseiten der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung am Mittwoch, dem 16.02.2011 zur Verfügung gestellt:


Der Flyer wird voraussichtlich ab 21.02.2011 u. a. in den Dienststellen der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und in den Bezirksämtern erhältlich sein.

Für Interessierte bietet die Webseite
www.tu-dresden.de/srv/SrV_Web/ der Technischen Universität Dresden viele Informationen wie z. B. den aktuellen Erhebungsstand, Hinweise zum Datenschutz oder einen Überblick über die weiteren beteiligten Städte.


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