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Monitoring Soziale Stadtentwicklung 2010 vorgelegt


20.01.11, Pressemitteilung
Erfolge des Programms Sozialen Stadt in benachteiligten Gebieten nachweisbar

Auf einer Pressekonferenz stellte heute die Senatorin für Stadtentwicklung, Ingeborg Junge-Reyer, gemeinsam mit Prof. Dr. Hartmut Häussermann das aktuelle Monitoring Soziale Stadtentwicklung 2010 vor (Datenstand 31.12.2009).


Die Ergebnisse bestätigen, dass das Programm „Soziale Stadt“ in den richtigen Gebieten tätig ist. Die benachteiligten Gebiete wurden nicht von der Gesamtentwicklung abgekoppelt. Im Gegenteil, bei wichtigen Indikatoren sind Erfolge nachweisbar, die das Programm Soziale Stadt ermöglicht hat.

Ziel des Monitoring Soziale Stadtentwicklung ist es, mit einem statistischen Indikatorensystem soziostrukturelle Veränderungen in Teilgebieten der Stadt und in den verschiedenen Quartieren Berlins wissenschaftlich zu beschreiben und zu analysieren. Die Ergebnisse der einzelnen Quartiere führen zu einer Einordnung in vier Gruppen, wobei Gruppe 1 die beste Entwicklung aufweist, Gruppe 4 die schlechtesten Kennzahlen aufweist.

Senatorin Junge-Reyer: „Mit Hilfe des Monitoring Soziale Stadtentwicklung sehen wir genau, wo sich in der Stadt kritische Entwicklungen abzeichnen und wo sich Verbesserungen der Lebenssituationen nachweisen lassen. Erfreuliche Botschaft auch in diesem Jahr ist, dass die sozial problematischen Gebiete sich nicht von der gesamtstädtischen Entwicklung abgekoppelt haben. Besonders erfreulich: Die Jugendarbeitslosigkeit hat dort in den beiden Jahren 2008 und 2009 um 2,0 Prozentpunkte abgenommen (in Gesamt-Berlin um 0,2 Prozentpunkte). Anders verhält es sich bei der Kinderarmut, die in den schwierigsten Gebieten im gleichen Zeitraum eine Zunahme um 0,3 Prozentpunkte ausweist, während sie in Berlin insgesamt um 1,2 Prozentpunkte abnahm.“

Das Monitoring wird seit 1999 erstellt, seit 2007 im jährlichen Abstand. Es ist bundesweit vorbildlich; andere Großstädte wie z.B. Hamburg haben den Berliner Ansatz übernommen. Die umfangreiche soziologische Untersuchung ist ein „Frühwarnsystem“ zur Quartiersentwicklung. Sie ist eine wesentliche Grundlage der Berliner Stadtentwicklungspolitik. So werden auf dieser Basis zum Beispiel Mittel des Bund-Länder-Programms „Soziale Stadt“ in benachteiligte Bezirke und Quartiere gelenkt. Räumlicher Bezug sind 447 Quartiere (Planungsräume), die durchschnittlich etwa 7.500 Einwohnerinnen und Einwohner haben.

Senatorin Junge-Reyer: „Das Monitoring 2010 zeigt, dass wir die richtigen Gebiete ausgewählt haben, um mit Quartiersverfahren benachteiligte Kieze zu stärken. Auch die Festlegung der Aktionsräume plus durch den Senat vom Juni 2009 war folgerichtig. Das Projekt Stadtteilmütter, die Bildungs- und Sportverbünde müssen ausgeweitet werden, denn schon jetzt zeigt sich, dass Stadtteile und Quartiere dann aufsteigen, wenn diese innovativen Ansätze und deren Vernetzung vor Ort – wie im Reuterkiez oder im Brunnenviertel – konsequent betrieben werden. Die Kürzungen der Bundesregierung im Bereich des Programms „Soziale Stadt“ sind kontraproduktiv und Berlin wird alles tun, dass die innovativen Ansätze der letzten Jahre fortgesetzt werden können.“


Die Kurzfassung des Gutachtens Monitoring Soziale Stadtentwicklung 2010, die Karten sowie die tabellarische Übersicht über alle 447 Berliner Teilräume und ihre jeweilige Bewertung finden Sie im Internet unter:
www.stadtentwicklung.berlin.de/planen/basisdaten_stadtentwicklung/monitoring/


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